„Wachstumsschmerz“ ist der neue Roman von Sarah Kuttner. Sie setzt sich humorvoll und nachdenklich mit der Sehnsucht nach, und der Angst vor, dem Erwachsenwerden auseinander.
Luise und Flo sind seit dreieinhalb Jahren zusammen und da sie noch nicht reif für Kinder sind, sie aber den nächsten Schritt gehen wollen, beschließen sie, dass der nächste Schritt für sie Zusammenziehen ist. Einfacher gesagt als getan.
Seit einem halben Jahr suchen die beiden schon, doch es scheint nicht so einfach zu sein, eine passende Wohnung zu finden. Für beide wäre es das erste Mal, dass sie mit einem Partner zusammenziehen, daher ist dieser Schritt für sie noch größer.
In „Wachstumsschmerz“ beschäftigt sich Sarah Kuttner mit der Angst und zugleich der Sehnsucht, die einen überkommt wenn man Anfang dreißig ist – Erwachsen werden.
Die Liebe ist bei Flo und Luise gekommen um zu bleiben. Nachdem sie schon drei Jahre zusammen sind, denken sich beide und bekommen es auch von ihrem Freundeskreis, bei denen „…einige […] schon das zweite Kind“ planen, vorgelebt, dass es an der Zeit ist, den nächsten Schritt zu gehen, zusammenzuziehen. Luise ist Herrenschneiderin, geht ab und zu auch zu Castings obwohl sie eigentlich keine Karriere beim Film anstrebt, während Flo Manager einer Kletterhalle ist. weiterlesen »
Nach dem Erfolgsroman „Middlesex“ meldet sich Jeffrey Eugenides mit „Die Liebeshandlung“ zurück.

Der neue Roman des spätestens seit „Middlesex“ bekannten Autors, Jeffrey Eugenides, wurde lange erwartet. Einige Leser sind enttäuscht, aber man darf bei diesem neuen Roman, auch wenn er daran sieben Jahre gearbeitet hat, nicht so ein Mammut-Werk, wie „Middlesex“, erwarten. „Die Liebeshandlung“, die zwischen den Jahren 1982-83 spielt, ist die Dreiecks-Beziehungs-Geschichte zwischen den jungen Akademikern Madeleine, Mitchell und Leonard. Sie ist eine Auseinandersetzung mit dem klassischen viktorianischen Liebesroman, aber gleichzeitig auch der Versuch, eine viktorianische Liebeshandlung à la Jane Austen, ins 20 Jahrhundert zu übertragen.
Jeffrey Eugenides, der 1960 geborene Schriftsteller, stammt aus Detroit. Ihm gelang der Durchbruch mit dem Roman „Die Selbstmord-Schwestern“. Weltweite Anerkennung bekam er allerdings erst für „Middlesex“. In „Middlesex“, wofür ihm auch der Pulitzer Preis verliehen wurde, hat Eugenides die Einwanderungsgeschichte einer griechischen Familie in die USA, mit der eindrucksvollen Gender Story eines Hermaphroditen, verbunden. Nun ist nach sieben Jahren Stille endlich der langersehnte dritte Roman veröffentlicht worden, „Die Liebeshandlung.“ weiterlesen »
Sachbücher in Deutschland: eine komplizierte Beziehung.
Ich lese gerne und viele Sachbücher zu ganz verschiedenen Themen. In der Regel empfand ich das oft als schwierige Kost, denn Sachbücher – deutsche! – strotzen nur so mit grammatikalischen Zungenbrechern, prahlen mit Fremdworten und beschreiben alles auf einer Weise, die dem Leser sagen will: Ich (Autor) bin klug und du bist es nicht. Zumindest erschien mir das oft so, bis ich auf eine Fachbuch Reihe stieß, die mich absolut begeisterte und die ich euch nicht vorenthalten möchte. weiterlesen »
Es gibt Bücher, die man immer und immer wieder lesen kann, weil sie so voller Poesie sind. Eines davon ist “Das Labyrinth der Wörter”.
“Das Labyrinth der Wörter” ist ein Roman über Germain. Einen großen Hünen, der zwar stark ist, aber nicht besonders viel im Kopf hat. Und es ist die Geschichte von Margueritte, einer alten Dame, die so heißt wie eine Taube im Park. Dort begegnen sich die beiden nämlich und erwischen sich beim Taubenzählen. Eine ungewöhnliche Liebe nimmt ihren Lauf. Denn Margueritte entführt Germain in die Welt der vielen Wörter in Büchern.
Der Roman ist wirklich wundervoll. Die Sätze sind einfach und klar geschrieben, so dass man das Gefühl hat, im Kopf von Germain zu sitzen und seinen Gedanken zuzuhören. Überall schwebt eine Poesie über den Worten, die einen inne halten und den Worten nachschmecken lässt, damit man sie selbst nicht mehr vergisst.
Dennoch drängt sich der Roman in keinster Weise auf. Leise liest er sich so dahin und hinterlässt eine zarte, wie ein Spinnennetz gewebte, Melancholie im Herzen. Für die jetzige Herbstjahreszeit ein totales Muss für jeden Romantiker. Übrigens gibt es auch einen Film dazu. Ansonsten werdet ihr wie immer bei Amazon fündig.
Ein Buch der besonderen Art: 432 Seiten voll von Geschichten, Fotos und Dokumenten, die den Leser in ihre Welt ziehen und ihn bis zur letzten Zeile nicht mehr loslassen. Ein Roman wie zwei berührende Geschichten der Geschichte, die wunderbar ineinander verwunden sind und den Leser in einer tiefen Umarmung auffangen.
Beim zweiten Roman des Jungautoren Foer ist alles extrem laut und unglaublich nah: Die Terroranschläge auf die New Yorker Twin Towers am 11. September 2001 sowie die Bombardierung Dresdens aus dem Leben der Großeltern des neunjährigen Protagonisten Oskar sind so eindringlich und bildhaft beschrieben, dass man beim Lesen die einstürzenden Gebäude und die Schreie förmlich extrem laut hören kann.
Unglaublich nah gehen dem Leser auch die klar gezeichneten Charaktere im Roman. Noch nie kam man einer Romanfigur so nahe und konnte die Welt mit seinen Augen sehen. Das liegt unter anderem daran, dass dem Leser im Roman Oskars Fotos und andere Dokumente seiner Welt zum Anfassen nahe rücken. Die entstehenden Parallelen der Zeitsprünge und Erzählperspektiven mögen gewagt sein, aber Foer trifft mit keinem Wort eine politische Aussage, sondern lässt Menschen ihren Umgang mit Leid darstellen. weiterlesen »
Heute wird´s wieder klassisch, aber ein Buch kann ich euch einfach nicht vorenthalten: “Die Räuber”.
Friedrich Schiller – für viele verspricht der Name staubtrockenes Lesevergnügen, viele rümpfen die Nase über klassische Literatur, finden das langweilig. Aber Friedrich Schiller war alles andere als langweilig! Er war mutig, idealistisch, kämpferisch. Sein Geist war frei und emanzipiert. Das beweist eben auch sein Werk “Die Räuber”. weiterlesen »
Bei all dem neuen Lesestoff, der den Literaturmarkt nur so überschwemmt, werden oft die guten alten Klassiker verschmäht, die dabei doch genauso spannend sind!
Ich weiß ja nicht, wie es euch so geht, aber ich brauche nach einigen Schundromanen, die ich gelesen habe, unbedingt mal wieder richtiges Denkfutter. Dann greife ich immer gerne zum Faust vom guten alten Goethe, erfreue mich am Osterspaziergang, lerne nochmal das Hexen Einmaleins und verliebe mich mal wieder ein bisschen in Mephisto. weiterlesen »
Der Titel klingt schon wie ein seziertes Tier, das einmal zum schmackhaften Gulasch werden soll. Irgendwie sehr abschreckend, aber verlockend. Auf seine Weise.
Viele Paare lernen sie nach einigen Jahren kennen: die Flaute im Ehehafen. Man ist nun schon so lange zusammen auf dem Meer des Lebens gesegelt, dass beinahe gar nicht auffällt, dass etwas fehlt: der Sex. Der glühende, leidenschaftliche Sex, der einem den Atem raubt, der einen verschwitzt die Laken zerwühlen lässt, der bis zum Morgengrauen andauert. Ein beständig feuriges Liebesleben halten einige für unmöglich, andere schmunzeln nur weise in sich hinein. David Schnarch hat jenes gut gehütete Geheimnis gelüftet, das sonst vielleicht noch immer unter der dunklen Bettkante vor sich hinstauben würde. weiterlesen »
Paul Nizon hat sich mit “Das Jahr der Liebe” an einem modernen Großstadtroman versucht. Jetzt ist sein Buch in aller Munde.
“Das Jahr der Liebe” – es ist derzeit in aller Munde, weil es als Roman für das Zentralabitur 2011 in ganz Deutschland gebraucht wird. Jeder Schüler wird es also mit gequältem Gesichtsausdruck lesen, der nächstes Jahr seinen Abschluss in Deutsch schreiben möchte. Paul Nizon ist dabei kein typisch klassischer Autor und auch sonst keine sprachliche Größe, wie man es von Genies alá Goethe gewöhnt ist. Dennoch scheint das Thema “Großstadt” zu faszinieren und der Roman offenbar noch mehr. Warum? Das weiß ich leider auch nicht. Das Buch hat mich persönlich nämlich gar nicht überzeugt. weiterlesen »
“The Secret” – Das Geheimnis entdeckte jemand vor Jahren in der Buchhandlung und seitdem ist dieses Buch ein Renner schlechthin. Möchtest du mehr Erfolg? Die große Liebe finden? Dann nutze das Gesetz der Anziehung.
The Secret wurde von Rhonda Byrne geschrieben. Die Autorin mit den langen, wallenden grauen Haaren und dem strahlenden Lachen hat ein Sachbuch geschrieben, dass die Welt verzauberte. Es ist eine Anleitung, wie man zu mehr Erfolg im Leben findet, die Geschichte eines Geheimnisses, dem Gesetz der Anziehung, das darauf beruht, dass alles, was in unserem Leben geschieht, die Ursache in uns selbst findet. Wir selbst gestalten jeden Augenblick unseres Lebens, wir selbst sind für jeden Umstand verantwortlich. weiterlesen »