Eragon war lange ein heißes Eisen in der Literaturszene. Der Drache Saphira betörte die Regale der Buchhandlung und fand so viele neue Buchstabenzähmer, die nicht genug von den Abenteuern aus Estragon haben konnten.
Eragon ist ein kleiner Junge, der eines Tages bei der Jagd einen blau glänzenden Stein findet. Doch eines Morgens sind von diesem wundersamen Stein nur noch Bruchstücke über und ein kleiner, tapsiger Drache fiept ihm ins Gesicht: Hunger! So beginnt die Geschichte von Saphira und Eragon, einem Gespann aus einer fantastischen Welt, in der sie natürlich als Helden des Buches gegen das Böse kämpfen und die Welt vor den schlimmen Gesetzen des finsteren Königs bewahren. weiterlesen »
Wollten wir nicht immer schon mal in die Welt des Teufels eintauchen und wissen, was sich Satan so bei dem ganzen denkt was er fabriziert?

Auf gut 160 Seiten erfährt man die Weltgeschichte aus der Sicht des bösen höchstpersönlich: Des Satans. Er erklärt die “unterschlagene Wahrheit hinter den zehn Geboten, warum die Jungfräulichkeit Marias ein sexueller Betriebsunfall war und weshalb auch Pest und Cholera ihren Charme haben”.
Alles beginnt damit, dass Satan Gott nicht gehorcht und deswegen aus dem Himmel verbannt wird. Natürlich hätte er um Verzeihung bitten können, aber dazu ist er zu stolz. Also “gründet” er seinen eigenen Verein: Die Hölle. Sein Plan: Die Weltherrschaft an sich reißen. Und wie er das versucht erfährt man in seinem Tagebuch. Außerdem: “wie Satan sich die großen Plagen patentieren ließ und wann er seine Fassung der zehn Gebote entwickelte. Wie er vom Projekt “Jesus” erfahren hat und trotzdem zu spät bei Maria war.”
In einem auf “Old-School” getrimmten Seitendesign und mit vielen Illustrationen kann man sehr einfach in die Welt des Teufels eintauchen, ohne es ihm wirklich übel nehmen zu können, dass er eigentlich die Wurzel allen übels ist. Ein leichtes Buch zum kichern für zwischendurch.
Das Tagebuch des Teufels
Mit “Das Alptraumreich des Edward Moon” gelang dem englischen Schriftsteller Jonathan Barnes ein echter Coup: Aus dem Nichts katapultierte sich das eher ungewöhnliche Buch in die Herzen vieler, so auch in meins. Sein ungewöhnlicher und geschickt konstruierter Stil überraschte und das eine oder andere Mal musste man auch laut loslachen.
Nun ist das zweite Buch von Jonathan Barnes, “Das Königshaus der Monster“, erschienen. Alte Bekannte tauchen auf, doch ist die Geschichte im Großen und Ganzen eine neue.
Das gesamte britische Empire, ja, sogar die ganze Welt, ist bedroht. Einst schloss Queen Viktoria einen teuflischen Pakt um die Herrschaft ihrer Familie und die Zukunft des Reiches zu sichern. Ihr “Unterstützer” war kein geringerer als der mächtige Leviathan. Im Gegenzug versprach sie ihm London.
Das Direktorium, die geheimste aller britischen Geheimorganisationen und bereits bekannt aus “Moon”, konnte den Leviathan schon einmal aufhalten, doch nun ist er zurück. weiterlesen »
Für Freunde der Mittelalter- oder der dunklen Szene ist Christian von Aster längst kein Unbekannter. Im Eigenverlag hat er geniale Geschichten herausgebracht, die nun nach und nach endlich entsprechend gewürdigt werden. Mit der Zwergen-Trilogie dürfte er aber endgültig den Durchbruch geschafft haben.
Mein Lieblingsband der drei Bücher um die sagenumwobene “Erzferkelprophezeiung” ist Teil 2, “Das abartige Artefakt“. Das etwas andere Reich der Zwerge ist nach dem ersten Kampf von “Zwerg und Überzwerg” schon wieder in Gefahr.
Immer noch scheint das Ende der großen Dynastie absehbar. Zu dumm, dass im letzten großen Krieg alle weiblichen Zwerge umgekommen sind. Nun hüten sie die verbliebenen Eier (Ja, Zwerge schlüpfen aus Eiern - Wusstet ihr das noch nicht?) wie ihre Augäpfel oder wohl besser ihre Biervorräte. Für jeden Zwerg, der stirbt, werden zwei Eier geholt. Nur ebenfalls zu dumm, dass diese sich auch bald dem Ende zuneigen.
Und als wäre das nicht schon genug, so gibt es eine Prophezeiung, die sogenannte Erdferkelprophezeiung, über den Untergang des Zwergenreiches. Ein Zwerg soll kommen, der kein Bier trinkt! Ungeheuerlich! Doch es geht noch schlimmer, viel schlimmer… weiterlesen »
Allein schon die Optik des neuen Buches von Neil Gaiman überzeugt: “Das Graveyard-Buch” ist eingeschlossen in eine Blechdose, die wie ein efeuberankter Grabstein aussieht. Wenn das nicht mal Grusel verspricht… Und hierbei gilt vor allem, was relativ selten im Buchhandel geworden ist: Der Schein trügt nicht.
Viele werden Neil Gaiman von seiner Zusammenarbeit mit Terry Pratchett an dem Buch “Ein gutes Omen” oder von seiner Douglas Adams Biographie “Keine Panik!” her kennen. Nun hat er erneut die Bestseller-Listen gestürmt und das mit einem Kinderbuch der außergewöhnlichen Art. “Das Graveyard-Buch” hielt sich wochenlang an der Spitze der Bestsellerliste der New York Times und begeisterte sowohl große als auch kleinere Leser. So sehr, dass der Verlag es dann auch in einer Erwachsenenausgabe und in einer entschärften für die Jüngeren auf den Markt brachte.
Mit nicht einmal zwei Jahren muss ein kleiner Junge mit ansehen, wie ein skrupelloser Killer namens Jack seine ganze Familie tötet. Nur aus Zufall kann der kleine Kerl auf den nahe gelegenen Friedhof fliehen. Hier verliert der Mörder dann zum Glück die Spur des Jungen. Auf dem Friedhof taucht kurz der Geist seiner Mutter auf und bittet die anwesenden Seelen der Friedhofsgemeinschaft ihren Sohn zum Schutz aufzunehmen und groß zu ziehen. weiterlesen »
Mit seinem Erstlingswerk “Fabelheim” hat Brandon Mull gleich einen Volltreffer gelandet. Das Buch verkauft sich weltweit extrem gut, was bei der Geschichte eigentlich auch kein Wunder ist. Mull trifft genau den Nerv der Zeit, wo Leute sich gerne wieder nach Narnia oder Mittelerde träumen.
Zugegeben seine Ideen sind in der Grundform nichts Neues, doch seine Umsetzung hat Pfiff und lässt einen für ein paar Stunden den grauen Alltag vergessen. Was will man mehr bei einem unterhaltsamen Fantasy-Buch, bei dem sich Kinder sowie Erwachsene gleichermaßen heimisch fühlen werden? (Es sei denn es ist ein Epos wie “Herr der Ringe“…
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Die 13-jährige Kendra und ihr etwas nerviger kleiner Bruder Seth (11) sind ganz schön angefressen, als ihre Eltern beschließen ohne sie in Urlaub zu fahren. Kurzerhand werden die beiden Teenies zu ihren Großeltern verfrachtet, die sie kaum kennen. Klar, dass die beiden erst einmal verhalten und genervt sind.
Doch das Haus von Opa und Oma ist gar nicht mal so übel. Es liegt mitten in einem großen Garten mit Kolibris, Schmetterlingen etc., in dem man herrlich toben kann. Im obersten Geschoss des Hauses ist ein riesiges Spielzimmer mit einem echten, lebenden Goldenen Huhn als Haustier und die Haushälterin verwöhnt die beiden Gäste mit allen nur erdenklichen Leckereien. Nur der angrenzende urwüchsige Wald ist tabu. weiterlesen »
Der deutsche Autor Christoph Marzi hatte sich mit seiner Fantasy-Reihe um die uralte Metropole und Emily Laing direkt in die Bestseller-Listen katapultiert und so mancher Fan wird extrem traurig gewesen sein als es hieß: aus die Maus. Doch Buchgeschäft ist Buchgeschäft und Fantasy ist Fantasy. So geht die Reihe nun also in eine Fortsetzung.
“Somnia” heißt der vierte Teil nach “Lycidas”, “Lilith” und “Lumen” und ist rund zehn Jahre nach den letzten Ereignissen angesetzt. Die junge Scarlett Hawthorne kann sich an nichts mehr erinnern, weder wer sie ist, noch woher sie kommt. Plötzlich wird sie mitten im winterlichen New York von etwas angegriffen: Es ein Wendigo, ein blutrünstiger Geist, der ihr offenbar nach dem Leben trachtet. Doch warum gerade sie? weiterlesen »
Wer jetzt so kurz vor Weihnachten noch schnell ein tolles Geschenk für die lieben Kleinen braucht oder ein Buch zum Vorlesen der traditionellen Weihnachtsgeschichte, ist bei “Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel” von Cornelia Funke genau richtig.
Mittlerweile kennt ja fast jeder die Autorin Cornelia Funke und vielleicht habt ihr euch ja in den letzten Tagen die Verfilmung ihre Buches “Tintenherz” angesehen. Sie ist ja inzwischen so etwas wie der Star am Kinder- und Jugendbuchhimmel und sogar über die deutschen Grenzen hinaus bekannt. Eines meiner Lieblingsbücher von ihr ist “Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel“.
Es sind nur noch vierzehn Tage bis Weihnachten, als Niklas Julebukk mit samt seinen Weihnachtskobolden und seinen zwei Engeln, Mathilde und Emanuel, in der Nebelstraße abstürzt. Sein Rentier läuft davon und sein Wagen ist kaputt. Und dabei bräuchte er sie doch gerade jetzt so dringend. Er ist nämlich der letzte echte Weihnachtsmann. weiterlesen »
Viele der Fans von Harry Potter mussten ja befürchten, dass nach dem siebten Band der ganze Zauber vorbei sein würde. Doch J.K. Rowling hat nochmal zum Stift gegriffen und das Potter-Universum um ein weiteres Stück vergrößert. Am 4. Dezember kommt “Die Märchen von Beedle dem Barden” auf den Markt.
Zu Anfang muss ich euch fairerweise gestehen, dass ich kein großer Potter-Fan bin. Man möge es mit verzeihen…
Es sind zwar nette Geschichten, aber jeder, der sich mit alten Sagen und Märchen auskennt, erkennt, dass das meiste nicht dem Kopf von Frau Rowling entsprungen ist. Alle möglichen Legenden wurden einfach munter zusammengewürfelt und mit einer gekonnten Marketingstrategie aufgemöbelt. Trotzdem sei jedem Potter-Fan der Spaß gegönnt und mir ist es immer noch lieber die Leute lesen, anstatt vor irgendwelchen Kästen zu verblöden.
So, und nun zu Rowlings neuen Machwerk…
Eingefleischten Potter-Lesern wird der Titel “Die Märchen von Beedle dem Barden” garantiert bekannt vorkommen, denn, wir erinnern uns, Dumbledore hat Hermine das Buch hinterlassen. Und so barg dann auch eine der Geschichten, “Das Märchen von den drei Brüdern”, für Harry, Ron und Hermine die Lösung im Kampf gegen Lord Voldemort. weiterlesen »
Morgen Nacht ist Halloween… Und für alle, die sich gedanklich schonmal darauf einstimmen wollen, oder vielleicht sogar die Nacht lieber mit dem gemütlichen Lesen von schaurig schönen Geschichten verbringen, ist “Die dunkle Saat” von Norman Partridge genau das Richtige.
Die Grundstory des Buches klingt erst mal nach dem üblichen Halloween-Teenie-Horror, doch, was Autor Partridge daraus macht, ist weitaus mehr als Gruselspaß für kleine Mädchen. Es ist intelligenter Horror, der so manches Klischee hinterfragt und einem von der Atmosphäre her das Blut in den Adern gefrieren lässt. Nicht umsonst hat das Buch nach seiner Veröffentlichung in den USA vor zwei Jahren etliche Preis eingeheimst, u.a. den “Bram Stoker Award” für dem besten Roman des Jahres.
Wir befinden uns in einem kleinen Dorf irgendwo in der Pampa der USA, das von der Außenwelt so gut wie abgeschottet ist. Das Dorf lebt allein von der Landwirtschaft, vor allem vom Anbau von Mais. Doch auf rätselhafte sind die Erträge immer gleich hoch, egal was passiert. Dafür zahlen die Bewohner des Dorfes jedes Jahr einen hohen Preis. weiterlesen »