„Drachenläufer“ ist eine Erzählung über Freundschaft, Schuld, Verantwortung, Treue und Verrat, die in die Geschichte Afghanistans von den 70ern bis 2001 eingebettet ist.
„Drachenläufer“ dreht sich um das Schicksal zweier Jungen Afghanen. Amir und Hassan, zwar unterschiedlicher ethnischer und auch sozialer Herkunft, verbindet eine tiefe Freundschaft. Tiefer als man am Anfang weiß. Khaled Hosseini, selber afghanischer Emigrant, schreibt in seinem 2003 erschienen Buch eine flüssige, an die Nieren gehende Geschichte, die man erst aus der Hand legt, wenn man die 300 Seiten durch hat.
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Es gibt Bücher, die man immer und immer wieder lesen kann, weil sie so voller Poesie sind. Eines davon ist “Das Labyrinth der Wörter”.
“Das Labyrinth der Wörter” ist ein Roman über Germain. Einen großen Hünen, der zwar stark ist, aber nicht besonders viel im Kopf hat. Und es ist die Geschichte von Margueritte, einer alten Dame, die so heißt wie eine Taube im Park. Dort begegnen sich die beiden nämlich und erwischen sich beim Taubenzählen. Eine ungewöhnliche Liebe nimmt ihren Lauf. Denn Margueritte entführt Germain in die Welt der vielen Wörter in Büchern.
Der Roman ist wirklich wundervoll. Die Sätze sind einfach und klar geschrieben, so dass man das Gefühl hat, im Kopf von Germain zu sitzen und seinen Gedanken zuzuhören. Überall schwebt eine Poesie über den Worten, die einen inne halten und den Worten nachschmecken lässt, damit man sie selbst nicht mehr vergisst.
Dennoch drängt sich der Roman in keinster Weise auf. Leise liest er sich so dahin und hinterlässt eine zarte, wie ein Spinnennetz gewebte, Melancholie im Herzen. Für die jetzige Herbstjahreszeit ein totales Muss für jeden Romantiker. Übrigens gibt es auch einen Film dazu. Ansonsten werdet ihr wie immer bei Amazon fündig.
Ein Buch der besonderen Art: 432 Seiten voll von Geschichten, Fotos und Dokumenten, die den Leser in ihre Welt ziehen und ihn bis zur letzten Zeile nicht mehr loslassen. Ein Roman wie zwei berührende Geschichten der Geschichte, die wunderbar ineinander verwunden sind und den Leser in einer tiefen Umarmung auffangen.
Beim zweiten Roman des Jungautoren Foer ist alles extrem laut und unglaublich nah: Die Terroranschläge auf die New Yorker Twin Towers am 11. September 2001 sowie die Bombardierung Dresdens aus dem Leben der Großeltern des neunjährigen Protagonisten Oskar sind so eindringlich und bildhaft beschrieben, dass man beim Lesen die einstürzenden Gebäude und die Schreie förmlich extrem laut hören kann.
Unglaublich nah gehen dem Leser auch die klar gezeichneten Charaktere im Roman. Noch nie kam man einer Romanfigur so nahe und konnte die Welt mit seinen Augen sehen. Das liegt unter anderem daran, dass dem Leser im Roman Oskars Fotos und andere Dokumente seiner Welt zum Anfassen nahe rücken. Die entstehenden Parallelen der Zeitsprünge und Erzählperspektiven mögen gewagt sein, aber Foer trifft mit keinem Wort eine politische Aussage, sondern lässt Menschen ihren Umgang mit Leid darstellen. weiterlesen »
„Wie durch ein Wunder“ von Ben Sherwood ist Drama und Geistergeschichte zugleich und fand wenige Jahre nach seiner Veröffentlichung schon den Weg in die Kinos. Für Freunde von Kitsch und Gefühl ist der Roman genau das Richtige.
Der U.S.-amerikanische Autor, Journalist und Unternehmer Ben Sherwood veröffentlichte seinen ersten Roman 1996, damals noch unter einen Pseudonym. Das Fantasy-Drama „Wie durch ein Wunder“ erschien erstmals 2004 unter dem Original-Titel „The Death and Life of Charlie St. Cloud“, 2010 wurde ein Film daraus. Die Hauptrolle übernahm Zac Efron, und seinem Alter geschuldet wurden einige Änderungen in der Zeitlinie des Romans vorgenommen. Wer also die ursprüngliche Geschichte kennen lernen möchte, sollte sich lieber das Buch vornehmen.
Sherwood erzählt von einem tragischen Autounfall, bei dem der 12-jährige Sam ums Leben kommt. Sein 15-jähriger Bruder Charlie, der das Unfallauto verbotenerweise gefahren hat, entrinnt nur knapp dem Tod. Für einen kurzen Moment sind die Brüder gemeinsam in einer Übergangswelt zwischen Leben und Tod gefangen, und hier geben sie sich das Versprechen, sich niemals im Stich zu lassen.
Slumdog Millionaire war ein großer Kinohiterfolg. Was viele gar nicht wissen: Der Film beruht auf einem Buch. Einem sehr guten Buch.
Vikas Swarup heißt der Autor, der ein liebevolles wie grandioses Buch geschrieben hat: “Q&A” – der Originaltitel von “Slumdog Millionaire”. Stellt euch vor, ihr lebt in Indien, werdet als Kind von einem Priester aus dem Müll gefischt und aufgezogen, schlagt euch als Bettler, Kellner und Verrückter durch ein noch verrückteres wie brutaleres Land.
Thomas aus den Slums hat eine Menge zu erzählen, eine große Geschichte, als die Anwältin ihm in einem Gefängnis zuhört… weiterlesen »
Wenn die Flut kommt – Katherine Towler kennt sich damit aus, mit Gefühlen, die in Flutwellen an die Brandung gespült werden. Und schreibt darüber.
Wenn die Flut kommt ist ein Roman über ein junges Mädchen auf einer einsamen Insel, das erwachsen werden muss. Alice hilft ihrer Mutter im einzigen Inselladen, während diese über Kopfschmerzen klagt und auf dem Sofa liegend rauchen muss. Auf der einsamen Insel weht ein rauer Wind, die Menschen sind arm und haben nur sich mit ihren vielen kleinen Geschichten, an die sie sich klammern wie Ertrinkende an ihr Floß. weiterlesen »
Heute gibt es in diesem Blog einen absoluten MädchenMädchen-Beitrag: Ich offenbare euch mein “Geheimnis” und stelle euch mein absolutes Lieblingsbuch vor: Der Pferdeflüsterer!
Ja, auch ich bin manchmal so ein richtiges Mädchen und demnach lautet mein Lieblingsbuch “Der Pferdeflüsterer” vom Autoren Nicholas Evans. Ich finde nämlich, dass dieser Roman zu Unrecht naserümpfend verschmäht und mit einem lapidaren Achselzucken abgetan wird und möchte mit dem gängigen Kitschklischee aufräumen, das leider auf diesem wunderbaren “Klassiker” lastet. weiterlesen »
Der sichere Ehehafen, das ist es, wovon viele junge Menschen träumen. Doch oft entpuppt sich hinter dem rosaroten Schleier eine Bühne der boshaften Tyrannerei.
“Die Wahrheit über meine Ehe” ist der Aufruf, sich von hollywoodreifen Vorstellungen und Illusionen zu lösen und der Wahrheit ins Auge zu blicken. Die Autorin hat viele verschiedene Frauen zu Wort kommen und sie über ihre Ehe erzählen lassen. Denn häufig ist genau das ein Tabuthema: Probeme in der eigenen Partnerschaft werden lieber totgeschwiegen, als dass man offen zu den Defiziten steht. weiterlesen »
Mit ihrer kraftvollen Sprache entführt Irina Korschunow den Leser in eine Liebesgeschichte voll Zärtlichkeit und Leidenschaft und dem Schwur für immer zusammen zu bleiben – in eine Liebesgeschichte, die ein tragisches Ende nimmt.
Nora und Pierre lernen sich während des Studiums in Göttingen kennen. Sie, angehende Kunsthistorikerin, er, Physiker mit außergewöhnlichem Talent, könnten unterschiedlicher nicht sein. Und doch,als Pierre Nora fragt, ob sie für immer bei ihm bleiben will, sagt sie ja. Ja zu Pierre, der ,,die Erde beben lässt” und mit dem sie den Rest ihres Lebens verbringen will. Sie lieben und lachen, streiten und vertragen sich. Für alle ist klar: Pierre und Nora gehören zusammen.
Bis sich nach 17 Jahren Ehe ein Schatten über die Beziehung legt. Die Traumkarriere, das Traumhaus soll durch einen weiteren Traum ergänzt werden – ein Kind! Doch die sehnlich erwünschte Schwangerschaft bleibt aus. Liegt es an Nora? Oder doch an Pierre?
Als Nora ihren Mann mit den Vermutungen konfrontiert, platzt ein wohl gehütetes Geheimnis. Pierre hat schon ein Kind. Die kleine Annika, seit drei Jahren das verschwiegene, parallel geführte Leben von Pierre. Pierres Lüge, die Nora aufzufressen droht, Noras Ultimatum, dass Pierre sich entscheiden müsse, was ihn innerlich zerreißt, stellt die Ehe auf eine harte Probe.
Werden Pierre und Nora wieder zueinander finden? Noch ehe sie es herausfinden sollen, wendet ein tragischer Unfall das Leben der beiden für immer. Im Streit auseinander gegangen, liegt Pierre plötzlich im Koma und Nora hat keine Chance ihm zu erklären, dass sie bei ihm bleiben wird, für immer! Dass die kleine, unschuldige Annika auch eine Chance für sie beide sein könnte. Dass Pierre sich nicht entscheiden muss. Verfangen im Labyrinth von Schmerz und Schuldgefühlen lässt Nora ihre und Pierres Geschichte wieder aufleben und zieht den Leser in eine leidenschaftliche Liebesgeschichte und ein Leben, welches bestimmt wird von der Hoffnung und den kurzen Momenten, in denen Pierre da ist, ohne wirklich Pierre zu sein.
Irina Korschunow veröffentlichte zahlreiche Romane und gehört zu den populärsten Kinder-und Jugendbuchautorinnen.
–> Für alle Fans von ,,Das Luftkind” von Irina Korschunow
Eine kleine Geschichte ganz groß
Eine zarte, gefühlvolle und endlose Liebe, die die Grenzen der Zeit überwindet. Mit nur 90 Seiten schafft es Elia Barceló den Leser in eine kunstvolle Geschichte zu verwickeln, mehrere Zeitebenen zu verflechten und den Glauben zu wecken, dass wahre Liebe alles überdauert.
Elia Barceló wurde 1957 in Elda bei Alicante geboren. Barceló studierte Amerikanistik, Anglistik und Hispanistik in Metropolen wie London, Paris, München, Rom oder Florenz. Seit vielen Jahren lebt sie mit ihren zwei Kindern und ihrem österreischischen Mann in Innsbruck und unterrichtet an der Universität spanische Literatur. ,,Das Geheimnis des Goldschmieds” ist ihr erste Buch, welches auf deutsch erschienen ist.
Die edelsten und wunderbarsten Schmuckstücke widmet der begabte Goldschmied seit Jahren jener einen Frau, die in als Neunzehnjähriger verführt und weggeschickt hat. Jener Frau, die er nie vergessen konnte. Celia war damals wesentlich älter und die Leute im Dorf sprachen von ihr ,,als eine Frau mit Vergangenheit”. Die Beziehung zwischen diesen unterschiedlichen Menschen ist leidenschaftlich, aber kurz und schmerzlich für den jungen Mann, als Celia ihm erzählt, dass sie ihr Leben lang nur einen Mann lieben wird. Den Mann, der sie vor vielen Jahren kurz vor der Hochzeit ohne Abschied verlassen hat. Noch einmal möchte der Goldschmied in das Dorf seiner Kindheit zurückkehren. Noch einmal möchte er sie wiedersehen.
Doch in dem Dorf scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Er begegnet einer Frau – jung, atemberaubend schön und erschreckend vertraut – der jungen Celia, die den Goldschmied zum ersten Mal sieht und sich unsterblich in ihn verliebt. Der Goldschmied scheint sein Glück, seine Liebe wiedergefunden zu haben und sie dieses Mal halten zu können. Nichts scheint der Vermählung im Wege zu stehen … bis zu der Nacht vor der Trauung.
Fiktiv und irreal die Geschichte – die Liebe in diesem Buch jedoch so greifbar und berührend.
–> Für alle Fans von ,,Die Frau des Zeitreisenden” von Audrey Niffenegger