Paul Austers Roman „Unsichtbar“ nimmt den Leser mit auf die Reise in eine Scheinwelt. Eine, die im Spannungsfeld steht zwischen Fiktion und Wirklichkeit und die eigene Wahrnehmung in Frage stellt.
Paul Auster, US-Amerikaner, Jahrgang 1947, arbeitet nunmehr seit Jahrzehnten als Schriftsteller. Sein Umgang mit der Zeitgeschichte, sein Hang zu tragischen Figuren und unerwarteten Wendungen sind zu seinen Erkennungsmerkmalen geworden. Einer der führenden amerikanischen Schriftsteller, der besonders in Deutschland und Frankreich beliebt ist. weiterlesen »
Der Schriftsteller und Filmemacher Robert Bober hat einen neuen „Roman“ veröffentlicht, den er auf den mysteriösen Titel „Wer einmal die Augen öffnet, kann nicht mehr ruhig schlafen“ taufte.
Robert Bobers Karriere begann als Assistent des Meisterregisseurs Francois Truffaut und er hat nun mit „Wer einmal die Augen öffnet, kann nicht mehr ruhig schlafen“, seinen dritten Roman veröffentlicht. In seinem neuen Buch nimmt Robert Bober den Leser mit auf eine Zeitreise, die uns zunächst ins Paris der 60er Jahre führt. In seinen anderen Büchern findet man den Autor zwar auch in den von ihm beschriebenen Figuren wieder, doch noch nie ließ Robert Bober einen so nah an sich heran. Er stellt Francois Truffaut sich selbst als Charakter (als Assistent) an die Seite, beschreibt das Buch aber aus einer anderen Perspektive, der Perspektive des jungen Bernard Appelbaum.
Robert Bobers, der mittlerweile schon 80 Jahre alt ist, wurde erfolgreich und bekannt als Dokumentarfilmer. Anfang der 90er Jahre veröffentlichte er sein Romandebut „Was gibt es neues vom Krieg“, in dem er die Nachkriegswelt in einem kleinen Pariser Schneideratelier beschrieb. Im Jahr 2000 folgte der zweite Roman „Berg und Beck“. Nun ist sein drittes Werk erschienen, bei dem man auch wieder merkt, dass ihn die Vergangenheit nicht loslässt.
In „Wer einmal die Augen öffnet,…“ lernt man den 20 jährigen Bernard Appelbaum kennen, der 1962 als Statist in dem, wie wir jetzt wissen, sehr berühmten Truffaut-Film, „Jules et Jim“, mitspielen darf. weiterlesen »
Luca Di Fulvio hat eine etwas andere Familiengeschichte geschrieben. „Der Junge, der Träume schenkte“ begeistert als gutes Weihnachtsgeschenk.
„Der Junge, der Träume schenkte“ ist die Geschichte des kleinen Natale, der mit seiner Mutter, Anfang des 20. Jahrhunderts, von Italien nach Amerika ausgewandert ist. In Amerika angekommen wird das Leben der zwei jedoch zunächst nicht besser, denn sie werden mit einem New York konfrontiert, in denen die Gangs regieren. So sind Armut und Gewalt an der Tagesordnung. Luca Di Fulvio hat eine Familiengeschichte geschrieben, die von den Jahren vor der Emigration, bis Natale ein junger Mann ist, reicht. Das fast 800 Seiten lange Buch, ist eine gute Mischung aus Drama und Liebesgeschichte, die perfekt für die kalten Tage geeignet ist.
Die junge Italienerin Cetta wird mit 14 Jahren in Italien vergewaltigt. Aus der Vergewaltigung ist der Sohn, den sie auf den Namen Natale tauft, entstanden. Als dieser 8 Monate ist, beschließt sie mit ihm im Dezember 1908 auszuwandern und im Land der unbegrenzten Möglichkeiten von vorne zu beginnen. Sie machen sich mit dem Schiff auf den Weg nach Amerika. Doch schon auf der Schiffsreise muss Cetta ihren Körper an den Kapitän verkaufen, um ihre Überfahrt überhaupt zu bezahlen. In Amerika angekommen wird der Name Natale von der Behörde kurzerhand in Christmas umgeändert. Ohne Geld und ohne Sprachkenntnisse beginnt die junge Mutter als Prostituierte zu arbeiten, während ihr Ziel weiterhin bleibt, ihrem Sohn einmal ein besseres Leben zu ermöglichen. weiterlesen »
Nach dem Erfolgsroman „Middlesex“ meldet sich Jeffrey Eugenides mit „Die Liebeshandlung“ zurück.

Der neue Roman des spätestens seit „Middlesex“ bekannten Autors, Jeffrey Eugenides, wurde lange erwartet. Einige Leser sind enttäuscht, aber man darf bei diesem neuen Roman, auch wenn er daran sieben Jahre gearbeitet hat, nicht so ein Mammut-Werk, wie „Middlesex“, erwarten. „Die Liebeshandlung“, die zwischen den Jahren 1982-83 spielt, ist die Dreiecks-Beziehungs-Geschichte zwischen den jungen Akademikern Madeleine, Mitchell und Leonard. Sie ist eine Auseinandersetzung mit dem klassischen viktorianischen Liebesroman, aber gleichzeitig auch der Versuch, eine viktorianische Liebeshandlung à la Jane Austen, ins 20 Jahrhundert zu übertragen.
Jeffrey Eugenides, der 1960 geborene Schriftsteller, stammt aus Detroit. Ihm gelang der Durchbruch mit dem Roman „Die Selbstmord-Schwestern“. Weltweite Anerkennung bekam er allerdings erst für „Middlesex“. In „Middlesex“, wofür ihm auch der Pulitzer Preis verliehen wurde, hat Eugenides die Einwanderungsgeschichte einer griechischen Familie in die USA, mit der eindrucksvollen Gender Story eines Hermaphroditen, verbunden. Nun ist nach sieben Jahren Stille endlich der langersehnte dritte Roman veröffentlicht worden, „Die Liebeshandlung.“ weiterlesen »
Eugen Ruge hat mit seinem Debütroman, der teilweise autobiographische Züge hat, aber auch eine deutsche Familiengeschichte der letzten 50 Jahre ist, die Kritiker überrascht.
„In Zeiten des abnehmenden Lichts“ ist Eugen Ruges erster Roman. Der 57 jährige erhielt sogar, obwohl sein Buch erst im Herbst 2011 erschienen ist, schon 2009 für sein Romanmanuskript den Alfred Döblin Preis. Dies beschaffte ihm noch beste Aussichten auf den Deutschen Buchpreis, der ihm dieses Jahr auch verliehen wurde. Wie viele sagen, sei sein Roman die perfekte Mischung für den Deutschen Buchpreis gewesen, da es sich bei „In Zeiten des abnehmenden Lichts“ um ein Stück deutsche Geschichte in Form eines Familienromans handelt.
Der Roman erzählt eine Familiengeschichte, die über vier Generationen geht. Beginnen tut sie bei Charlotte und Wilhelm, die während des Zweiten Weltkriegs nach Mexiko geflüchtet waren, und nun in den fünfziger Jahren wieder nach Deutschland zurückkehren. Als überzeugte Kommunisten, möchten sie am politischen Geschehen der DDR teilhaben. Ihr Sohn Kurt, der 15 Jahre in einem Arbeitslager gefangen war, folgt ihnen in den siebziger Jahren, mit seiner russischen Frau Irina. Ihre beiden Söhne, von denen einer Alexander, das Alter-Ego des Autors, ist, verbringen ihre Kindheit und Jugend in einem mehr oder wenigen gewöhnlichen Elternhaus in der DDR. Als jedoch 1989 die Grenze fällt, geht Alexander in den Westen. Die letzte Generation in „In Zeiten des abnehmenden Lichts“ ist der jugendliche Markus, Alexanders Sohn.
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Ein Buch der besonderen Art: 432 Seiten voll von Geschichten, Fotos und Dokumenten, die den Leser in ihre Welt ziehen und ihn bis zur letzten Zeile nicht mehr loslassen. Ein Roman wie zwei berührende Geschichten der Geschichte, die wunderbar ineinander verwunden sind und den Leser in einer tiefen Umarmung auffangen.
Beim zweiten Roman des Jungautoren Foer ist alles extrem laut und unglaublich nah: Die Terroranschläge auf die New Yorker Twin Towers am 11. September 2001 sowie die Bombardierung Dresdens aus dem Leben der Großeltern des neunjährigen Protagonisten Oskar sind so eindringlich und bildhaft beschrieben, dass man beim Lesen die einstürzenden Gebäude und die Schreie förmlich extrem laut hören kann.
Unglaublich nah gehen dem Leser auch die klar gezeichneten Charaktere im Roman. Noch nie kam man einer Romanfigur so nahe und konnte die Welt mit seinen Augen sehen. Das liegt unter anderem daran, dass dem Leser im Roman Oskars Fotos und andere Dokumente seiner Welt zum Anfassen nahe rücken. Die entstehenden Parallelen der Zeitsprünge und Erzählperspektiven mögen gewagt sein, aber Foer trifft mit keinem Wort eine politische Aussage, sondern lässt Menschen ihren Umgang mit Leid darstellen. weiterlesen »
„Früchte des Zorns“ von John Steinbeck gehört zu den Klassikern der modernen Literaturgeschichte. Der Roman schildert eindrucksvoll den Überlebenskampf armer Farmerfamilien während der Großen Depression.
John Steinbeck schuf mit seinem naturalistischen Roman „Früchte des Zorns“ ein literarisches Monument über die traurige Realität in den USA der 1930er Jahre. Das Buch erschien erstmals 1939 unter dem Originaltitel „The Grapes of Wrath“, ein Jahr bevor Steinbeck dafür den Pulitzer Prize erhielt. Zu seiner Zeit von einigen Politikern, Industriellen und Großgrundbesitzern stark kritisiert, gilt der Autor nichtsdestotrotz als einer der wichtigsten Literaten seiner Generation und wurde daher schon 1962 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. „Früchte des Zorns“ ist wohl der bekannteste Roman des Autors, dabei sind beispielsweise die Erzählungen „Von Menschen und Mäusen“ (1937) oder „Jenseits von Eden“ (1952) ebenso eindrucksvoll und berührend.
Der Roman erzählt die Geschichte der Familie Joad, die das Land, das ihr eins gehörte, inzwischen nur noch zur Pacht bewirtschaften darf. Die anhaltende Dürre und die wirtschaftliche katastrophale Lage stürzen viele Farmer in den finanziellen Ruin, und schließlich wird auch die Familie Joad von ihrer Farm vertrieben. Geleitet von den Geschichten über den „goldenen“ Südwesten und getrieben von der Hoffnung auf ein besseres Leben machen sich die Joads auf den beschwerlichen Weg von Oklahoma nach Kalifornien. Doch dort angekommen finden sie statt Arbeit und Wohlstand nur noch mehr Armut, Ausbeutung, Neid und Fremdenhass… weiterlesen »
Sebastian Fitzek schrieb sich mit seinem Debüt-Roman „Die Therapie“ sofort in die Herzen der deutschen Thriller-Fans und ist mittlerweile auf gutem Wege, in naher Zukunft zu einem der meist-gelesenen deutschen Autoren zu werden.
Sebastian Fitzek wurde 1971 geboren und lebt und arbeitet bis heute in seiner Heimatstadt Berlin, die auch als einer der Schauplätze in seinen Geschichten dient. Er kann ein abgeschlossenes Jura-Studium vorweisen, arbeitet mittlerweile aber als Programmdirektor bei einem Berliner Radiosender und schreibt nebenbei immer neue Romane. „Die Therapie“ war sein Erstling. Das Buch erschien 2006, wurde als bester Debüt-Krimi für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert, und schon recht schnell nach der Veröffentlichung des Werkes wurden die Filmrechte verkauft.
Der Psychiater Viktor Larenz wird selbst Therapie-bedürftig, als seine kleine Tochter zuerst schwer erkrankt und schließlich spurlos verschwindet. So wie die Ärzte nie die Ursache für das Leiden der kleinen Josy finden konnten, hat die Polizei auch vier Jahre nach ihrem Verschwinden noch immer keine Spur der 12-Jährigen entdeckt. Larenz hat sich seitdem immer mehr aus der Öffentlichkeit zurückgezogen, er ist arbeitsunfähig und seine Frau hat ihn längst verlassen. Er zieht sich in die Abgeschiedenheit des Familien-Ferienhauses auf einer kleinen Insel zurück, doch schon bald wird er in seiner traurigen Ruhe gestört. Eine junge Frau wendet sich an ihn, angeblich weil er der einzige Psychiater sei, der sie behandeln könne.
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„Elfenhügel“ von Raymond Feist ist ein Fantasy-Roman mit Ansätzen eines mystischen Thrillers. Es ist eines der wenigen Werke des Autors, die nicht in seinen phantastischen Welten Midkemia und Kelewan spielen.
Raymond Feist ist ein U.S.-amerikanischer Schriftsteller, der vor allem mit seinen epischen Fantasy-Zyklen bekannt wurde. „Elfenhügel“, auf Deutsch teils auch mit „Der Märchenhügel“ betitelt, ist eines der wenigen Einzelwerke des Autors. Es erschien erstmals 1988 unter dem Originaltitel „Faerie Tale“ und erzählt die Geschichte einer Familie, die in ihrem neuen Heim in seltsame Geschehnisse stolpern, die geradewegs einem Fabelbuch entsprungen zu sein scheinen.
Als die Familie Hastings ihr neu erworbenes Anwesen bezieht, ahnt keiner von ihnen, dass sie hier nicht die Ruhe finden werden, die sie sich erhofft hatten. In den Wäldern um das Haus gehen seltsame Dinge vor, wie vor allem die achtjährigen Zwillinge Sean und Patrick sowie ihre ältere Halbschwester Gabrielle schon sehr bald feststellen. Rund um den „Earl King Hill“ und die Trollbrücke ganz in dessen Nähe ranken sich die seltsamsten Erzählungen über Elfen und Kobolde. Die Kinder fragen sich schon bald, ob an den Märchen nicht vielleicht etwas Wahres dran ist und eine böse Macht versucht, den Frieden zwischen Menschen und einem sonst im Verborgenen lebenden Volk zu brechen…
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„Wie durch ein Wunder“ von Ben Sherwood ist Drama und Geistergeschichte zugleich und fand wenige Jahre nach seiner Veröffentlichung schon den Weg in die Kinos. Für Freunde von Kitsch und Gefühl ist der Roman genau das Richtige.
Der U.S.-amerikanische Autor, Journalist und Unternehmer Ben Sherwood veröffentlichte seinen ersten Roman 1996, damals noch unter einen Pseudonym. Das Fantasy-Drama „Wie durch ein Wunder“ erschien erstmals 2004 unter dem Original-Titel „The Death and Life of Charlie St. Cloud“, 2010 wurde ein Film daraus. Die Hauptrolle übernahm Zac Efron, und seinem Alter geschuldet wurden einige Änderungen in der Zeitlinie des Romans vorgenommen. Wer also die ursprüngliche Geschichte kennen lernen möchte, sollte sich lieber das Buch vornehmen.
Sherwood erzählt von einem tragischen Autounfall, bei dem der 12-jährige Sam ums Leben kommt. Sein 15-jähriger Bruder Charlie, der das Unfallauto verbotenerweise gefahren hat, entrinnt nur knapp dem Tod. Für einen kurzen Moment sind die Brüder gemeinsam in einer Übergangswelt zwischen Leben und Tod gefangen, und hier geben sie sich das Versprechen, sich niemals im Stich zu lassen.