Der “Traumfänger” beschreibt eine sagenhafte Reise durch ein staubiges Land an der Seite eines wundervollen Stammes, der unsere heutige Zivilisation mit seiner schlichten Güte und Weisheit auf bezaubernder Art und Weise relativiert.
Ich war letztens in der Buchhandlung, wie so oft, und stöberte zwischen den einzelnen Regalen, als mir ein Romantitel sofort ins Auge stach: “Traumfänger” von Marlo Morgan, die über den Stamm der Aborigines schreibt, als wären wir alle hautnah selbst im Outback unterwegs, als sprächen wir selbst mit dem Stammesältesten über die Absurdität der Maßlosigkeit moderner Menschenleben. weiterlesen »
Es gibt unzählige Hotelführer in Deutschland. Hier ist eine kleine Auswahl der populärsten aufgeführt.
Zum einen gibt es die Kombination aus Hotel- und Restaurantführer und zum anderen reine Hotelführer, in denen aber auch häufig ein Wort zum Essen verloren wird. Eine gute Übersicht über Deutschlands Übernachtungsbetriebe bietet der „Deutsche Hotelführer“ des Hotel- und Gaststättenverbandes. Spannender und exklusiver ist der berühmte „Michelin Hotel- und Restaurantführer,“ der nur 10 Euro teurer ist, dafür aber die populären Restauranttests enthält. Wer es lieber individuell und schnuckelig mag, sollte sich „Kleine Hotels mit Charme“ zulegen. Schließlich sollte man bei den Führern darauf achten, nicht nur Werbetexte zu kaufen, sondern Kritiken von Testern, die selbst auf die Reise gegangen sind. Ob die stimmen, kann man leider auch nur dann erfahren, wenn man selbst das Hotel oder Restaurant getestet hat. Ein guter Hinweis, ob die Lokalitäten persönlich und ausführlich geprüft wurden, ist die Anzahl getesteter Hotels im Verhältnis zur Seitenzahl. weiterlesen »
Ein Buch, dass Geschichte und Geschichten aus Hamburger Gärten und grünen Oasen erzählt.
Mitten in der Stadt, mitten in …Muss nicht alles grau, laut und distanziert sein. Andreas Bock und Andrea Weber erzählen in ihrem aktuellen Buch ganz andere Geschichten über Hamburg. 12 wundervolle Portraits versprühen Liebe, Ruhe und Intimität mitten in einer Großstadt.
Unterteilt in 12 Stadtteile mit unterschiedlichen Themen: Lohbrügge (Duftende, wild rankende Rosenpracht), Volksdorf (Paradiese für Kinder in uralten Bäumen), Lokstedt (Ein Meer aus leuchtenden Rhododendronblüten), Bahrenfeld (Frisches Gemüse aus dem eigenen Garten), Blankenese (Geschichten aus dem Buchhändlergarten), Ohlsdorf (Erinnern und Verweilen im „Garten der Frauen”), Ottensen (Blühende Balkons und Apfelkuchen), Groß Borstel (Ein Kleingarten voll traumhafter Erinnerungen), Harvestehude (Eine Hängebuche erzählt Familiengeschichte) und dem kleinen Grasbrook (Ein Ein schwimmendes Idyll inmitten der Natur).
Alle Fotos erzählen von dem “kleinen Glück” vor der Haustür. Das kleine Glück, dass mit Liebe und Leidenschaft zu dem wurde was ist: Das eigene Paradies. Seien es Gärten, Hinterhöfe, Balkone oder Schrebergärten.
Die Autoren
Für Andreas Bock und Andrea Weber ist “So gesehen” nicht das erste gemeinsame Buch- 1994 kam ihr erstes gemeinsames Buch auf den Markt. Sie arbeiten außerdem seit vielen Jahren zusammen für Bücher und Zeitschriften. „Unter alten Dächern, Häuser in Schleswig Holstein erzählen Geschichten”, „wie gewohnt – Geschichte und Geschichten aus alten Hamburger Häusern” sind die beiden anderen gemeinsamen Bücher.
Andrea Weber studierte Germanistik, Kulturwissenschaften und Sozial- und Wirtschaftsgeschichte in Tübingen, brachte 1986 mit Ingrid Vesper ihr erstes Buch “Familiengeschichten” auf den Markt und ist seit 1994 freie Autorin.
Andreas Bock studierte Freie Kunst und Visuelle Kommunikation in Hamburg und ist seit 1995 als freier Fotograf und Künstler tätig.
So gesehen
In „Bittersüße Heimat“ beschreibt die Soziologin und Frauenrechtlerin Necla Kelek, die in ihren Texten vor allem Fragen zur Migrationspolitik behandelt und Kritk am Islamismus ausübt, anhand einer Reise durch ihr Geburtsland die kulturellen Unterschiede, beschäftigt sich kritisch mit dem politischen System und lässt vor allem die in der Türkei lebenden Frauen zu Wort kommen.
Necla Kelek ist eine bemerkenswerte und mutige Frau. Im Mai hatte ich das Glück im Rahmen der Kreuzberger Buchnacht in Berlin eine Lesung aus ihrem Buch „Bittersüße Heimat“ besuchen zu können und war fasziniert von der kulturellen Vielfalt, dem Nebeneinander, Gegeneinander und Miteinander, zwischen den europäisch geprägten jungen Kreativen im hippen Istanbul und den traditionellen und extrem konservativen Bürgern in den anatolischen Bergen, die Kelek bei ihrer Reise durch ihr Geburtsland lebendig beschreibt. So unterschiedlich die einzelnen Regionen der Türkei sind, so vielfältig sind auch die Bewohner, die sich aus verschiedenen ethnischen Gruppen zusammensetzen, völlig gegensätzlich - “bittersüß” eben, wie die Eindrücke, die die Autorin von ihrer Reise mit nimmt.
Dabei nimmt Necla Kelek, die sich in der Vergangenheit vor allem mit der Migrationspolitik und Emanzipation der islamischen, vor allem türkischen Frauen in Deutschland beschäftigte, in ihrem „Bericht aus dem Inneren der Türkei“ zum ersten Mal das Land ihrer Herkunft und damit auch die Wurzeln derer, für die sie kämpft und politisch aktiv ist, unter die Lupe. Das Buch beginnt mit einem Ende. Gleich im ersten Kapitel wird anhand der Begräbnisfeier ihres Onkels die Bedeutung der Familie als sozialer Verband ersten Ranges für Kultur und Gesellschaft analysiert. weiterlesen »
Krimi Reiseführer haben im englischsprachigen Raum eine lange Tradition. Doch auch auf dem deutschen Buchmarkt gibt es durchaus erwähnenswerte Pendants, die sich der literarischen Welt des Verbrechens annehmen und ihre Leser an die Orte des Geschehens geleiten. So auch der „Eifel Krimi-Reiseführer“ von Josef Zierden.
Dass sich ein Reiseführer alleinig mit der Welt des Krimis auseinandersetzt, erscheint angesichts der nach wie vor großen Beliebtheit des Genres bei der deutschen Leserschaft nicht weiter überraschend. Das Besondere an Josef Zierdens Krimi Reiseführer ist jedoch die regionale Ausrichtung. So führt Zierden begeisterte Krimi-Fans durch die Eifel-Region an die Schauplätze bekannter Kriminalromane.
Nach Regionen unterteilt, stellt der Krimi Reiseführer einzelne Orte in der Eifel vor, an denen sich nicht nur literarische Morde und Verbrechen zugetragen haben, sondern die darüber hinaus den Romanhelden während ihrer Ermittlungen oder nach bestandenen Abenteuern auch als Rückzug dienen. weiterlesen »
Am 9. September erscheint Roger Willemsens „Bangkok Noir“, ein Buch das er zusammen mit dem Weltklasse-Fotografen Ralf Tooten aus der Taufe gehoben hat. Willemsens Texte und Tootens Fotos vermitteln ein Bild von Bangkoks vielschichtigem Nachleben, das die beiden drei Monate gemeinsam erkundet, erlebt und gleichzeitig dokumentiert haben.
Die thailändische Hauptstadt mit einer Einwohnerzahl von knapp 7 Millionen hat Ralf Tooten schon vor langer Zeit in ihren Bann gezogen, der dort nun schon seit mehreren Jahren lebt und wohnt.
„Bangkok Noir“ ist ein Buch über das nächtliche, „schwarze Bangkok“, ein Stadt, die übersetzt „Stadt der Engel“ heißt und alles andere als schwarz ist, v.a. nachts. Auf 368 Seiten mit mehr als 300 Fotografien zeigen Willemsen und Tooten eine für unsere europäischen Sinne mehr als exotische Stadt.
Täglich um sechs Uhr abends zogen die Beiden los, um Eindrücke der verschiedensten Orte, Menschen und Situationen zu sammeln, die zwar die Gemeinsamkeit haben, dass sie eben nachts zu finden sind, aber auch dass man sie intuitiv nicht unbedingt als nächtliche Aktivitäten assoziieren würde. So finden sich Texte und Bilder von Tempeln und Transvestiten, Kaufhäusern und Kickboxstudios, schwimmenden Restaurants und schlafenden weiterlesen »
Momentan werden wir ja wieder mal mit Piraten-Geschichten zugepflastert. Tollkühne Helden trotzen der romantischen und stürmischen See und leben in Freiheit und gleichzeitig auf der Flucht… Einen etwas anderen Einblick in die Seefahrt gibt uns der dänische Autor Carsten Jensen mit seinem Buch “Wir Ertrunkenen”.
Es ist ein Abenteuer, ja. Es ist fantastisch, ja. Trotzdem meint man hier der Seefahrt wie sie wirklich einmal war, näher zu kommen als in so manchen Piratengeschichten. “Wir Ertrunkenen” steht eher in der Tradition eines Melville und lässt sich doch nirgends genau einordnen.
In der dänischen Stadt Marstal verlieren fast alle Männer ihre Seele an die See. Die Frauen und Kinder verlieren ihre Männer und Väter… Vier unterschiedliche Schicksale verfolgen wir von den Jahren 1848 bis 1945 und doch sind sie alle vom Gleichen bestimmt, von der Bestimmung aller Marstaler, dem Meer.
Laurids Madsen, ein alter Seebär und durch einen Zufall eine kleine lokale Berühmtheit, kehrt von einer seiner vielen Fahrten nicht mehr zurück. Zurück bleibt nur seine Witwe, die nun das Schicksal vieler Frauen in Marstal teilt. Als sein Sohn Albert alt genug ist, hört auch er den Ruf der See. Er will seinen Vater suchen. Seine Reisen führen ihn in die Südsee und er lernt die raue Wirklichkeit kennen. Um tausende Erfahrungen reicher, kehrt er schließlich nach Marstal zurück und gründet eine kleiner Reederei. weiterlesen »
Momentan sind ja alle Augen nach Amerika gerichtet, denn Barack Obama hat gestern sein Amt als 44. Präsident der USA angetreten. Bei den gestrigen Feierlichkeiten kam natürlich auch eins nicht zu kurz: der Nationalstolz. Etliche Male wurde der Mythos von der glorreichen Besiedlung des Landes heraufbeschworen. Ein Buch zeigt nun, dass genau dieser Mythos extrem lückenhaft ist.
Als der Journalist Tony Horwitz eine Reise nach New England machte um den berühmten Felsen in Plymouth zu bestaunen, an dem 1620 die Pilgerväter in der neuen Welt landeten, war er maßlos enttäuscht, denn der Felsen sah mehr aus wie eine “versteinerte Kartoffel”. Der Mythos begann in seinem Kopf zu schrumpfen und er fragte sich, was eigentlich vor Kolumbus und zwischen den Jahren 1492 und 1620 passiert war. So machte er sich auf diverse Recherche-Reisen und fand Erstaunliches heraus. Die Ergebnisse hat er nun in seinem Buch “Es war nicht Kolumbus” veröffentlicht. weiterlesen »
Nein, hinter dem Autor dieses Buches verbirgt sich nicht die Skateboard-Legende Tony Hawk, sondern der britische Komiker und Musiker Tony Hawks. In England hat er wohl einen ähnlichen Bekanntheitsgrad wie bei uns vielleicht Helge Schneider (wobei ich die beiden nicht vergleichen will…
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Eines seiner Bücher ist in den letzten Jahren still und heimlich auch bei uns zu einer Art Geheimtipp geworden: “Mit dem Kühlschrank durch Irland“. Natürlich ein Grund für mich mir dieses Buch auch einmal zu Gemüte zu führen…
Das Ganze beginnt mit einer feuchtfröhlichen Wette: Tony Hawks hat mit seinem Kumpel eines Abends gewettet, dass er es schafft die Küste Irlands zusammen mit einem Kühlschrank zu umrunden. Nun gut, was bleibt ihm auch anderes übrig. Gesagt, getan. Und so nimmt er uns mit auf eine humorvoll überspitzte Reise entlang der grünen Insel. weiterlesen »
DAS Kultbuch von Hunter S. Thompson ist wohl “Fear and Loathing in Las Vegas” (”Angst und Schrecken in Las Vegas”). Und wohl die meisten kennen auch den gleichnamigen, kongenialen Film von Terry Gilliam (Ex-Monty-Python) mit Johnny Depp und Benicio del Toro, beide enge Freunde von Thompson, in den Hauptrollen. Doch, wer dieses Buch als einen reinen Drogentrip betrachtet, hat Hunter S. Thompson nicht verstanden…
Raoul Duke (Alter Ego von Thompson selbst) ist Sportjournalist und fährt zusammen mit seinem Anwalt Dr. Gonzo zu einer Berichterstattung des Off-Road-Rennens Mint400 in der Wüste von Las Vegas. Doch die Arbeit steht für die beiden nicht wirklich im Vordergrund. Mit einem guten Reiseproviant an Drogen und Alkohol ausgestattet stürzen sie sich in einen verrückten Trip, der für Duke zu einer reinen Hölle aus Fantasie und Paranoia werden wird. weiterlesen »