Der Titel lässt den Leser erst einmal mit hochgezogener Augenbraue an einen mittelklasse Porno denken, als an Literatur, die sich unter Bestsellern wiederfindet.
“Die Tochter der Wanderhure” - allein schon der Name klingt so unanständig, dass man das Buch errötend sofort in die Hand nehmen muss, um den Klappentext zu lesen. Dieser ernüchtert vorerst heiß gelaufene Gemüter
: Es handelt sich hierbei um einen historischen Roman aus dem Mittelalter und um die intrigante Gesellschaft, die damals unter Herrschaft des Königs stattgefunden hat. Im Zentrum steht dabei die Familie Kibitzstein, hauptsächlich geht es um die Tochter der ehemaligen”Wanderhure” (ein vorheriger historischer Roman von Iny Lorentz). weiterlesen »
Die Geschichte einer unglaublichen Reise und das Greifen nach den Sternen: “Der Medicus” ist der neue, spannende Weltbestseller von Noah Gordon.
Der neue Roman vom Autor Noah Gordon behandelt die außergewöhnliche Geschichte eines verwaisten Jungen aus London, der aufgrund seiner ungewöhnlichen Fähigkeiten Arzt werden möchte. Doch wir befinden uns im Mittelalter, einer Zeit des starrsinnigen Glaubens, schlimmer Krankheiten wie der Pest und einer rauen Gewalt, die wie Wind durch alle Straßen fegt. Trotzdem lässt der junge Rob sich nicht beirren und macht sich nach seiner Lehre als Bader zu einer spannenden, einige Jahre andauernden, Reise nach Persien auf, wo die besten aller Ärzte sich hoffentlich bereit erklären, ihn zu einem Medicus auszubilden. weiterlesen »
Michael Crichtons historischer Roman „Gold-Pirate Latitudes“, erzählt ein fesselndes Piraten-Abenteuer in der Karibik des 17. Jahrhunderts, welches dem Leser von der ersten bis zur letzten Seite das Gefühl vermittelt selbst Teil der verruchten Crew um den Freibeuter Charles Hunter zu sein. Das Buch des „Jurassic Park“-Autors wird posthum ein Jahr nach seinem Tod am 16. November auf dem Buchmarkt erscheinen.
Michael Crichtons Abenteuerroman Gold - Pirate Latitudes spielt im Jahre 1665 im jamaikanischen Port Royal, das unter der Kolonialmacht Großbritanniens steht. Der Freibeuter Captain Charles Hunter plant im inoffiziellen Dienste des britischen Gouverneurs von Jamaika den größten Raubzug der Karibik.
Mit einer verwegenen Bande von Banditen und Abenteuerlustigen will er ein spanisches Handelsschiff überfallen, das tonnenweise Edelmetall geladen haben soll. Doch der Hafen, in dem das Schiff vor Anker liegt, gilt als uneinnehmbar und wird von dem infamen Konquistador Cazalla gut bewacht. Der Raubzug soll Hunter und seinen Leuten jedoch nicht nur Reichtum und Ruhm bringen, denn mit Cazalla hat dieser noch eine private Rechnung offen: Der skrupellose Spanier ist für den Mord an Hunters Bruder verantwortlich! weiterlesen »
Falcones spinnt in “Die Kathedrale des Meeres” um den Bau einer der schönsten gotischen Kirche einen spannenden Thriller. In Spanien wurde der historische Roman so häufig verkauft wie noch keines zuvor. Es erscheint in über 30 Ländern und hat in einigen Ländern bereits die Bestseller-Listen erklommen.
Wer “Die Säulen der Erde“ von Ken Follett verschlungen hat, wird dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen, bis er die letzte Seite gelesen hat.
Die Kathedrale des Meeres - Spanien im grausamen Mittelalter Die Geschichte beginnt mit der Geburt von Arnau Estanyiol. Wir schreiben das Jahr 1320. Brutale Lehnsherren terrorisieren das Land. Nach der Hochzeit von Berat und Francesca besteht der Landsherr auf das Recht der ersten Nacht. Francesca verkraftet diesen Überfall nicht, und als ihr Sohn Arnau geboren wird, kann sie keine Liebe weiterlesen »
Hiobs Brüder ist der neue Mittelalterroman von Rebecca Gablé. Mit geschickter Feder versetzt die Autorin den Leser in das erbarmungslose und gefährliche England in der Zeit des 12. Jahrhunderts.
Das vom Krieg gezeichnete Land droht langsam aber sicher im Chaos zu versinken. England befindet sich in einer Zeit des Umbruchs. Genau dort setzt Autorin Rebecca Gablé an und lässt ihren Hauptprotagonisten Losian, genau wie den Leser, diese von Leid geplagte Welt erkunden.
Losian entkommt durch einen glücklichen Zufall aus seinem Gefängnis, welches der einzige Ort ist, an den er sich erinnert je gewesen zu sein. Denn Losian hat sein Gedächtnis und seine Vergangenheit verloren. Zusammen mit einer Gruppe anderer Ausreißer, deren Leben allesamt etwas neben der Spur verlaufen sind, wagt er sich raus aus den gewohnten jedoch menschenunwürdigen Mauern.
Hiobs Brüder beschreibt nicht nur eine Reise durch die Zeitgeschichte sonder behandelt auch die ewigen Fragen nach der eigenen Herkunft und der Suche nach Erkenntnis. Losian gewinnt Schritt für Schritt das Wissen zurück, welches er verloren glaubte. Kämpft er zuerst noch um jeden Brocken seiner Erinnerung führt in sein Weg bald an den Punkt wo er versteht welch großes Ausmaß sein Wirken hatte und das sein Schicksal eng mit dem Englands verbunden ist. weiterlesen »
Nach mehreren internationalen Erfolgen von Dan Simmons wie mit „The Terror“ oder „Hyperion“ erscheint im Oktober 2009 die deutsche Ausgabe vom seinem neusten Roman “Drood”. In Amerika ein Bestseller verspricht “Drood” auch in Deutschland ein Riesenerfolg zu werden.
Inspiriert von der Biografie des berühmten englischen Schriftsteller Charles Dickens und seinem letzten unvollendeten Roman „The Mystery of Edwin Drood“ werden in “Drood” die mysteriösen Begebenheiten erzählt, die Dickens widerfahren, nachdem er nur knapp dem Tod bei einem Eisenbahnunglück entgeht.
In den Trümmern verunglückten Zuges begegnet Dickens am 9.Juni 1895 einer seltsamen, schlanken Figur mit scharfen, weißen Zähnen namens ‚Drood‘. Wunderliche Geschichten hören Dickens und sein Freund Collins über diesen Mann und machen sich auf die Suche nach ihm. Ist er wirklich ein alt-ägyptischer Schamanenpriester, der in der Unterwelt Londons eine Armee von Gefolgsleuten kommandiert und für hunderte von Morden verantwortlich ist?
Auf der Höhe seines schriftstellerischen und gesellschaftlichen Erfolges verfällt Dickens in die besessene Suche nach dem rätselhaften Mann und taucht tief in die dunkle Unterwelt Londons ab.
Der Erzähler, Wilkie Collins, ist ein ehemaliger Freund von Dickens und war zu dieser Zeit ebenfalls ein bekannter Autor. Das Buch ist demnach von einem stark personalen Erzähler geprägt, dessen Aussagen nicht immer der Wahrheit zu entsprechen scheinen. Collins ist aufgrund starker Schmerzen Laudanum abhängig - eine Opium-Tinktur, die den geistigen Zustand Collins nicht unberührt lässt.
Der Leser wird in die Undurchsichtigkeit des getrübten Geisteszustandes von Collins hineingezogen und erkennt schnell, dass gewisse Geistererscheinungen und ein scheinbar leibhaftiger Doppelgänger seiner Phantasie entspringen. Die Erzählperspektive sorgt somit für einen unzuverlässigen Erzähler, der den Leser dazu anhält, hinter den Aussagen Collins die Wahrheit zu ergründen.
Sowohl die lebendige Charakterisierung von Dickens und Collins, als auch die unvorhersehbare Richtung der Handlung verleihen dem Buch das besondere Etwas an Lesefreude. Bis zuletzt weiß der Leser nicht, wo die Story hinsteuert. Immer wieder schnellt die Geschichte in eine unerwartete Richtung, die dem Leser nicht zu erkennen gibt, worauf Simmons hinaus will. Ist es ein übersinnlicher Thriller, ein historischer Roman über zwei Autoren oder doch nur eine Drogengeschichte?
Mit immer wieder kleinen Gruseleinsprengseln, der Unwissenheit über die Glaubhaftigkeit des Erzählers und detaillierten Beschreibungen des Lebens im viktorianischen Zeitalter wird der Leser in die dunkle Atmosphäre der Londoner Unterwelt förmlich hineingesogen.
Jeder kennt ihn, jeder hat schon einmal von ihm gehört: Faust, eine der wohl meistzitiertesten und auch bekanntesten Figuren der Literaturgeschichte. Nicht zuletzt durch Goethe höchstpersönlich… Auch ich bin nach wie vor von dem Stoff begeistert und so musste ich mich natürlich gleich an “Faust, der Magier” setzen.
Was uns Autor Andreas Gößling dort liefert sprengt alles bisher dagewesene. Er überrascht einen, geht man doch automatisch mit der anderen Erwartung an das Buch: Entweder ein Abklatsch des bisherigen Faust oder ein “zusammengewurschtelter” möchtegern-historischer Roman. Doch das Buch haut einen sofort um und verstreut alle Vorurteile in die vier Windrichtungen. Ja, ich möchte fast behaupten, es sind ganz neue literarische Ansätze dabei.
Im kleinen Städtchen Maulbronn wird ein 17-jähriges Mädchen vom Teufel geschwängert, so sagen es jedenfalls die Bewohner. Das Mädchen bekommt Wahnvorstellungen und malt einen Engel nach dem anderen. Klar, dass ihr Sohn, der “Teufelsbastard” Georg Johannes Faust, es in seinem Leben nicht leicht haben wird. Bis er sieben Jahre alt ist, lebt er zusammen mit seiner Mutter in einer kleinen Kammer, wo sie mehr wie Vieh gehalten werden.
Faust bringt sich selbst das Puppenspiel bei und unterhält so seine verzweifelte Mutter. Dann endlich kann er auf die Klosterschule, aber er versteht nicht, warum der Abt ihn im einen Moment fördert und dann im nächsten Moment niedermacht. Vielleicht weil der kleine Faust Fähigkeiten hat, die den Gesetzen der Kirche trotzen: Wenn er Kranke berührt, weiß er sofort woran sie leiden. Zudem ist er den Künsten der Alchimie nicht abgeneigt. weiterlesen »
Nachdem das erste Buch des Kölner Autors Volker Kutscher, “Der nasse Fisch”, sich zum Verkaufsschlager mauserte, war es klar, dass Kommissar Gereon Rath ein zweites Mal ran muss. Auch diesmal verschlägt es in “Der stumme Tod”den eigenwilligen Kölner Ermittler in das Berlin Anfang der 1930er Jahre.
Klar, dass der Rheinländer Rath nicht so ganz mit der preußischen Mentalität zurecht kommt. Und dann soll er auch noch in Filmkreisen ermitteln… Wir befinden uns in den Anfängen des Films. Der Tonfilm läuft dem Stummfilm langsam den Rang ab und läutet ein neues Zeitalter ein, das jäh erschüttert wird: Die berühmte Schauspielerin Betty Winter ist tot! Am Set wurde sie von einem Scheinwerfer erschlagen. Und bald taucht auch noch eine zweite Leiche auf, deren Stimmbänder durchgeschnitten wurden.
Während Raths Berliner Kollegen den Beleuchter verdächtigen, beweist der Kölner mal wieder, dass er am besten allein arbeitet und führt seine Ermittlungen in eine ganz andere Richtung… Da gibt es die etwas elitären Filmfirmen und dann noch die Berliner Unterwelt. Und ganz nebenbei soll er noch dem damaligen Oberbürgermeister von Köln, Konrad Adenauer, die Haut retten… weiterlesen »
Das erste auf Deutsch erschienene Buch der niederländischen Autorin Janne Ijmkers mit dem Titel “Achtunddreißig Nächte” nimmt uns mit in Zeiten, in denen ganz Europa auf einen Wandels hinsteuert. Anhand eines tragischen persönlichen Schicksals lernt man einmal mehr verstehen, warum die Aufklärung so von Nöten war.
Das kleine Dorf Doldersum in den Niederlanden im Jahr 1767: Die Welt der jungen Elsjen ist geprägt von harter Arbeit, von einer lieblosen Zwangsehe und von den biederen Moralvorstellungen der damaligen Gesellschaft. Eines Abends bricht ihr Mann, der Jungbauer Jan Albers, tot zusammen. Schnell ist allen klar, dass Elsjen die Täterin sein muss. Hat sie ihn vergiftet?
Das ganze Dorf stürzt sich auf sie, doch weil sie schwanger ist, wird ihr Prozess noch einmal vertagt. Als ihr Kind auf die Welt kommt, wird die junge Mutter verhaftet. In den 38 Tagen ihrer Gefangenschaft besinnt sich Elsjen auf ihr bisheriges Leben und wie es nun zu dieser Situation kommen konnte. weiterlesen »
Wer sich gerne mal nebenbei in einen leichten und spannenden historischen Schmöker vergräbt, dem rate ich zu “Die Tochter des Kardinals” von Stefan Fandrey. Das ideale Buch um sich damit bei diesem herrlichen Wetter nach draußen in die Sonne zu setzen.
Autor Stefan Fandrey entführt uns in das Jahr 1589: In Italien greift die Reformation um sich. Immer mehr Leute, unter ihnen auch hohe Würdenträger der Kirche, wechseln zum neuen Glauben über. Papst Sixtus V. sieht seine Macht in Gefahr. Noch mehr verschlechtert sich seine Position, als er die Rechte der Kardinäle einschränkt und sie somit maßgeblich degradiert.
In diesen wankelmütigen Zeiten wittern nun einige Kardinäle ihre Chance. Unter der Leitung von Kardinal Callisto Carafa planen sie ein Attentat auf den Papst um selbst an die Macht zu kommen. Doch der erste Versuch misslingt. Ein neuer Plan muss her, besser gesagt, ein Spion in den eigenen Reihen des Papstes. weiterlesen »