Ein Film bricht momentan in den USA alle Rekorde: “Twilight” nach der Buchreihe von Stephenie Meyer. Bereits die Buchreihe begeisterte Millionen weltweit. Nun hat sich natürlich Hollywood gleich mal des Stoffes angenommen und siehe da, auch der Film ist extrem erfolgreich.
Nun startet “Twilight – Biss zum Morgengrauen” auch bei uns in den Kinos.
Mal sehen wie er in Deutschland so abschneidet… In den USA übertraf er bei den Vorverkaufszahlen sogar den neuen Bond und in den ersten Wochen haben den Film genauso viele Menschen gesehen wie “The Dark Night” oder den dritten Teil von Star Wars. Grund genug sich das Buch mal zu Gemüte zu führen.
Mittlerweile existieren drei Teile der “Twilight-Reihe” auf Deutsch: “Biss zum Morgengrauen”, “Biss zur Mittagsstunde” und “Biss zum Abendrot”. Der vierte Teil “Biss zum Ende der Nacht” kommt am 14. Februar in die deutschen Buchhandlungen. Worum gehts? weiterlesen »
Fans des Horrorfilms haben eine neue Pflicht- bzw. Standardlektüre: “Horror – Meisterwerke des Grauens von Alien bis Zombie” von James Marriott und Kim Newman. Aber nur, wenn man es im Original auf Englisch sein Eigen nennen kann, denn bei all dem Reden über Horror findet in der deutschen Ausgabe das wahre Grauen in der Übersetzung statt.
Ich war von diesem Buch wirklich begeistert. Die Texte sind gut geschrieben, denn die Autoren lieben merklich den Horrorfilm, nehmen ihre eigenen Rezensionen aber nicht zu ernst. Zudem sind die Bilder hochwertig und gut gewählt und das alles zu einem Preis, bei dem man wirklich nicht meckern kann.
Doch all dies ist nur der Fall, wenn man die englische Ausgabe liest, denn die deutsche Übersetzung klingt mehr wie durch eine schlechte Übersetzungssoftware gejagt. Viele Sätze versteht man einfach nicht, es sind Rechtschreibfehler en masse zu finden und man hat das Gefühl der Verlag hätte es nicht für nötig gehalten auch nur irgendetwas bei der “Übersetzung” (so kann man das eigentlich nicht nennen) zu kontrollieren. Wirklich grottenschlecht! weiterlesen »
Jeder hat sie schon einmal gehört: die Geschichten um Mowgli, Baloo oder Bagheera. Die meisten kennen sie wohl aus dem Disney-Film. Doch das Original-Buch hat so einiges mehr zu bieten. Nun sind “Die Dschungelbücher” in einer wirklich wunderschönen Neuauflage wieder erschienen. Grund genug diesen Klassiker mal wieder zu lesen.
Von der disneyhaften “Ruhe und Gemütlichkeit” ist im Original wenig zu spüren. Es ist wild, es ist Leben und Überleben im Dschungel, es ist das Zusammenprallen des “Wilden” mit der “Zivilisation”. Gleichzeitig hat man den Dschungel wahrscheinlich in noch nie so schillernden, drastischen und faszinierenden Bildern gesehen wie Kipling sie zu zeichnen verstand. weiterlesen »
Alle paar Jubeljahre erinnert sich mal wieder ein Regisseur an Thomas Manns Jahrhundertroman “Buddenbrooks – Verfall einer Familie”. Dann wird er verfilmt und rückt so den Menschen wieder ins Gedächtnis. So auch dieses Jahr…
Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft kommt die Romanverfilmung von Heinrich Breloer mit Armin Müller-Stahl in der Hauptrolle in die Kinos. Kommerz könnte man da nun schreien… Aber ich denke in diesem Fall ist es anders, denn Heinrich Breloer ist ein absoluter Liebhaber von Thomas Mann und seiner Sippe. Vor ein paar Jahren hat er uns bereits den wunderbaren Fernsehmehrteiler “Die Manns” beschert (hier: Armin Müller-Stahl als Thomas Mann selbst). Und bereits damals hatte er angekündigt Manns Romane verfilmen zu wollen. Jetzt ist es also soweit und wir können uns Weihnachten mal, statt den üblichen Disney-Schmonzetten, einem Klassiker widmen. Grund genug das Buch hier einmal vorzustellen… weiterlesen »
Momentan ist das Thema ja (mal wieder) in aller Munde, die RAF und der “deutsche Herbst” 1977. Angestachelt wurden die Diskussionen durch den star-besetzten Film von Regisseur Uli Edel und Produzent Bernd Eichinger. Der Film “Der Baader-Meinhof-Komplex” basiert grundlegend auf dem gleichnamigen Buch von Stafen Aust, das als eines der Standardwerke zu diesem Thema gilt.
Ich muss ja ganz ehrlich gestehen, dass mich die Vorschau zum Film, wie viele andere bestimmt auch, zienlich aufgeregt hat. Den Film selbst habe ich noch nicht gesehen, aber der Trailer erinnerte mehr an einen Action-Film aus Hollywood als an ein Stück realistisch dargestellte deutsche Geschichte. Aber vielleicht ist das auch nur mal wieder ein Marketing-Trick um auch wenig Politik- oder Geschichtsinteressierte in die Kinos zu locken. Ansehen werde ich mir den Film auf jeden Fall, denn die Ereignisse um die RAF sind wohl eines der Themen deutscher Nachkriegsgeschichte, das die Leute heute noch auf Trab hält. weiterlesen »
Roberto Saviano hat gleich mit seinem ersten Buch einen riesigen Erfolg gelandet. Nicht nur, dass es in Italien seit Jahren ein Bestseller ist, sondern nun findet “Gomorrha – Reise in das Reich der Camorra” auch seit letztem Jahr im Ausland immer mehr Zuspruch. Es kommt sogar ein Film, der auf diesem Buch basiert, in die Kinos. Doch zu welchem Preis? Saviano muss für seine Enthüllungen büßen…
“Gomorrha” nimmt uns mit in die düstere, hochaktuelle und gut organisierte Welt der Camorra, der neapolitanischen Mafia. Roberto Saviano deckt haarklein die Machenschaften dieser Welt des Verbrechens auf. Er erklärt die Entwicklung und warum sie sich so gut an alle Zeiten angepasst hat und ist sogar mutig genug Namen zu nennen. Deswegen steht er seit Jahren auf der Todesliste der Mafia und befindet sich unter ständigem Polizeischutz. (Falls der Verlag aus PR-Gründen da nicht übertrieben hat, aber bei nach diesem Buch, zerstreuen sich solche Zweifel schnell.) weiterlesen »
Wohl einer der Kinoüberraschungserfolge der letzten Jahre, waren die “Wächter der Nacht”-Filme aus Russland. Dank guter PR-Trommel wurde der Film, der in Russland damals schon der erfolgreichste Film aller Zeiten war, auch hier ein Publikumshit. Was aber wohl nur wenige wissen, ist, dass die Filme auf der gleichnamigen Dark-Fantasy-Buchreihe des russischen Autors Sergej Lukianenko basieren.
Die Geschichte spielt in einer fiktiven Gegenwart in Moskau. Neben unserer Welt der Menschen existiert noch eine andere, von der wir nicht einmal zu träumen wagen. Seit Jahrhunderten befinden sich Gut und Böse in einem Wettstreit. Nachdem es schon einmal einen Krieg zwischen diesen beiden Mächten gab, der die Welt fast zerstört hätte, haben Finsternis und Licht ein System der gegenseitigen Kontrolle entworfen, die aber nur funktioniert, weil sie sich immer die Waage halten. weiterlesen »
Charmed ist eine Fernsehserie aus den USA, die sich auch hierzulande großer Beliebtheit erfreut hat. Es geht um drei Hexenschwestern, die ihr Leben zwischen der modernen Welt und dem Kampf gegen unermüdlich erscheinende Dämonen meistern müssen.
Ich habe die Serie nie besonders gemocht – sie erschien mir als eine Mischung weichgespülter Horrorfilme und schlecht verhüllter Soap-Opera mit bestenfalls mittelmäßigen Darstellern. Trotzdem, es gibt massenweise Bücher zur Serie und diese wurden mir von bekannten Fans nahegelegt, um vielleicht doch den Einstieg zu finden. Gut also, geben wir in gewohnt objektiver Weise auch diesem Machwerk eine Chance.
Der Name: Charmed, Zauberhafte Schwestern – Blutmond. Autorin: Wendy Corsi Staub. Der Plot: Prue, Phoebe und Piper – so heißen die Hexenschwestern mit dem prominent belasteten Namen Halliwell, nehmen eine Auszeit vom stressigen Hexenalltag. Ihr kennt das – Dämonen beschwören, Gespenster exorzieren und die Hexensuppe brennt auch immer an… Naja, jedenfalls fahren die drei nach New Orleans. In der offensichtlich zeitlich vor dem Hurrikan angelegten Idylle der Stadt gibts ein paar Probleme mit dem Zimmer, aber ansonsten sind die Leute freundlich, Magie ist verboten und alles sieht danach aus, als würde es ein entspannter Urlaub werden.
Hah! Natürlich hat der zu diesem Zeitpunkt bereits sichtlich gelangweilte Leser die Rechnung ohne Wendy Staub gemacht. Mit einem ordentlichen Spannungsbogen wird zum durchaus spannenden Ende geleitet. Ja, das Buch wird tatsächlich spannend. Der Stil ist gewöhnungsbedürftig und wird durch die Übersetzung noch etwas merkwürdiger, aber hat man sich damit erstmal angefreundet und gibt den Hexenschwestern eine Chance, dann kann man beim Lesen des Buches sogar Spaß haben.
“Charmed – Blutmond” liest sich so ähnlich wie Fünf Freunde für Erwachsene mit Zombies und Dämonen. Enid Blyton wird den Platz in meinem Herzen sicherlich nicht an Frau Staub abgeben, aber das Buch ist okay.
DAS Kultbuch von Hunter S. Thompson ist wohl “Fear and Loathing in Las Vegas” (“Angst und Schrecken in Las Vegas”). Und wohl die meisten kennen auch den gleichnamigen, kongenialen Film von Terry Gilliam (Ex-Monty-Python) mit Johnny Depp und Benicio del Toro, beide enge Freunde von Thompson, in den Hauptrollen. Doch, wer dieses Buch als einen reinen Drogentrip betrachtet, hat Hunter S. Thompson nicht verstanden…
Raoul Duke (Alter Ego von Thompson selbst) ist Sportjournalist und fährt zusammen mit seinem Anwalt Dr. Gonzo zu einer Berichterstattung des Off-Road-Rennens Mint400 in der Wüste von Las Vegas. Doch die Arbeit steht für die beiden nicht wirklich im Vordergrund. Mit einem guten Reiseproviant an Drogen und Alkohol ausgestattet stürzen sie sich in einen verrückten Trip, der für Duke zu einer reinen Hölle aus Fantasie und Paranoia werden wird. weiterlesen »
Ich muss ja sagen, ich bin kein großer Fan von Clive Barker, da er mir in seinen Werken einfach meist zu dick und dabei zu konstruiert aufträgt, doch seinen Film “Hellraiser – Das Tor zur Hölle” von 1987 habe ich bestimmt tausendmal gesehen. Da ist es doch verwunderlich, dass die Novelle auf der der Film basiert erst im Jahr 2006 auf deutsch erschienen ist. Fast schon Frevel!
Die “Hellraiser”-Filme sind absolute Horror-Klassiker, vor allem der erste, bei dem ihr Schöpfer Clive Barker selbst noch Drehbuch und Regie gemacht hat. Der zweite Film geht dann so und, wie es bei den meisten Erfolgsgeschichten so ist, sind die folgenden der nunmehr acht Teile (weitere kommen bestimmt noch) nur noch profitorientierter Kommerz. weiterlesen »