Die Geschichte einer unglaublichen Reise und das Greifen nach den Sternen: “Der Medicus” ist der neue, spannende Weltbestseller von Noah Gordon.
Der neue Roman vom Autor Noah Gordon behandelt die außergewöhnliche Geschichte eines verwaisten Jungen aus London, der aufgrund seiner ungewöhnlichen Fähigkeiten Arzt werden möchte. Doch wir befinden uns im Mittelalter, einer Zeit des starrsinnigen Glaubens, schlimmer Krankheiten wie der Pest und einer rauen Gewalt, die wie Wind durch alle Straßen fegt. Trotzdem lässt der junge Rob sich nicht beirren und macht sich nach seiner Lehre als Bader zu einer spannenden, einige Jahre andauernden, Reise nach Persien auf, wo die besten aller Ärzte sich hoffentlich bereit erklären, ihn zu einem Medicus auszubilden. weiterlesen »
Falcones spinnt in “Die Kathedrale des Meeres” um den Bau einer der schönsten gotischen Kirche einen spannenden Thriller. In Spanien wurde der historische Roman so häufig verkauft wie noch keines zuvor. Es erscheint in über 30 Ländern und hat in einigen Ländern bereits die Bestseller-Listen erklommen.
Wer “Die Säulen der Erde“ von Ken Follett verschlungen hat, wird dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen, bis er die letzte Seite gelesen hat.
Die Kathedrale des Meeres - Spanien im grausamen Mittelalter Die Geschichte beginnt mit der Geburt von Arnau Estanyiol. Wir schreiben das Jahr 1320. Brutale Lehnsherren terrorisieren das Land. Nach der Hochzeit von Berat und Francesca besteht der Landsherr auf das Recht der ersten Nacht. Francesca verkraftet diesen Überfall nicht, und als ihr Sohn Arnau geboren wird, kann sie keine Liebe weiterlesen »
Hiobs Brüder ist der neue Mittelalterroman von Rebecca Gablé. Mit geschickter Feder versetzt die Autorin den Leser in das erbarmungslose und gefährliche England in der Zeit des 12. Jahrhunderts.
Das vom Krieg gezeichnete Land droht langsam aber sicher im Chaos zu versinken. England befindet sich in einer Zeit des Umbruchs. Genau dort setzt Autorin Rebecca Gablé an und lässt ihren Hauptprotagonisten Losian, genau wie den Leser, diese von Leid geplagte Welt erkunden.
Losian entkommt durch einen glücklichen Zufall aus seinem Gefängnis, welches der einzige Ort ist, an den er sich erinnert je gewesen zu sein. Denn Losian hat sein Gedächtnis und seine Vergangenheit verloren. Zusammen mit einer Gruppe anderer Ausreißer, deren Leben allesamt etwas neben der Spur verlaufen sind, wagt er sich raus aus den gewohnten jedoch menschenunwürdigen Mauern.
Hiobs Brüder beschreibt nicht nur eine Reise durch die Zeitgeschichte sonder behandelt auch die ewigen Fragen nach der eigenen Herkunft und der Suche nach Erkenntnis. Losian gewinnt Schritt für Schritt das Wissen zurück, welches er verloren glaubte. Kämpft er zuerst noch um jeden Brocken seiner Erinnerung führt in sein Weg bald an den Punkt wo er versteht welch großes Ausmaß sein Wirken hatte und das sein Schicksal eng mit dem Englands verbunden ist. weiterlesen »
Jeder kennt ihn, jeder hat schon einmal von ihm gehört: Faust, eine der wohl meistzitiertesten und auch bekanntesten Figuren der Literaturgeschichte. Nicht zuletzt durch Goethe höchstpersönlich… Auch ich bin nach wie vor von dem Stoff begeistert und so musste ich mich natürlich gleich an “Faust, der Magier” setzen.
Was uns Autor Andreas Gößling dort liefert sprengt alles bisher dagewesene. Er überrascht einen, geht man doch automatisch mit der anderen Erwartung an das Buch: Entweder ein Abklatsch des bisherigen Faust oder ein “zusammengewurschtelter” möchtegern-historischer Roman. Doch das Buch haut einen sofort um und verstreut alle Vorurteile in die vier Windrichtungen. Ja, ich möchte fast behaupten, es sind ganz neue literarische Ansätze dabei.
Im kleinen Städtchen Maulbronn wird ein 17-jähriges Mädchen vom Teufel geschwängert, so sagen es jedenfalls die Bewohner. Das Mädchen bekommt Wahnvorstellungen und malt einen Engel nach dem anderen. Klar, dass ihr Sohn, der “Teufelsbastard” Georg Johannes Faust, es in seinem Leben nicht leicht haben wird. Bis er sieben Jahre alt ist, lebt er zusammen mit seiner Mutter in einer kleinen Kammer, wo sie mehr wie Vieh gehalten werden.
Faust bringt sich selbst das Puppenspiel bei und unterhält so seine verzweifelte Mutter. Dann endlich kann er auf die Klosterschule, aber er versteht nicht, warum der Abt ihn im einen Moment fördert und dann im nächsten Moment niedermacht. Vielleicht weil der kleine Faust Fähigkeiten hat, die den Gesetzen der Kirche trotzen: Wenn er Kranke berührt, weiß er sofort woran sie leiden. Zudem ist er den Künsten der Alchimie nicht abgeneigt. weiterlesen »
Einen historischen Krimi mit etwas anderen Ansätzen liefert uns das Autorenduo Birgit Erwin und Ulrich Buchhorn. “Die Herren von Buchhorn” - der Name des Autors ist hier wohl eher Zufall oder diente vielleicht als Inspiration - versetzt uns mit einer spannenden Geschichte zurück ins 10 Jahrhundert, eine Zeit, die bisher nur wenig Platz in historischen Romanen hatte, wahrscheinlich auch, weil wir nur wenig darüber wissen.
Doch die Autoren Erwin und Buchhorn haben sich bewusst an dieses Thema gewagt und es hat sich wahrlich gelohnt. Auf der Basis von historischen Sagen und Fakten versuchen sie die Wissenslücken durch Fiktives zu füllen. Heraus kam eine unterhaltsame und mitreißende Geschichte, die fast jeglicher üblicher Klischees entbehrt.
Buchhorn, das heutige Friedrichshafen, am Bodensee war im Jahr 919 der Sitz der reichen Grafen Buchhorn. Der letzte aus der Reihe dieser Grafen, Udalrich V., gibt bis heute in Teilen den Historikern Rätsel auf, denn in seinem Lebenslauf fehlen vier Jahre. Was in dieser Zeit geschah,weiß niemand. Wahrscheinlich wurde er während der Ungarnfeldzüge gefangen. Seine Frau Wendelgard ging aus Trauer ins Kloster. Im Volk heizte diese Tatsache die Fantasie an und es entstanden etliche, überlieferte Sagen um das Verschwinden Udalrichs. weiterlesen »
Leider, leider wird gerade das Genre der historischen Romane immer mehr mit dermaßen schlechten Büchern überflutet, dass man als eigentlicher Liebhaber schon fast aggressiv werden könnte.
Ein weiteres Buch, von dem ich euch in diesem Kontext abraten möchte, ist “Die Tochter der Apothekerin” von Mara Volkers.
Das hätte echt nicht sein müssen! Zu Anfang erscheint einem dieses Werk ja noch einigermaßen einfallsreich und auch die Mischung aus historischem Roman und Fantasy könnte ganz interessant werden. Doch dann wird man dermaßen von Klischees überflutet und erschlagen, dass man gar nicht mehr weiß ob man lachen oder weinen soll.
In diesem Buch ist wirklich alles vereint, was sich der Laie unter Mittelalter vorstellt: der Teufel, die Hexen, die Guten und die Bösen, ach ja, und natürlich die ungewöhnlich selbstbewusste Frau, von denen so manche Autoren anscheinden gar nicht genug bekommen können… Waahh!
Im kleinen Ort Uffingen übernimmt Elfgard Kräutlein nach dem Tod ihres Mannes zusammen mit ihrer Tochter Hanna dessen Apotheke. Der Arzt Ganshirt muss dies mit großem Missfallen beobachten, denn schon bald lassen sich die Leute lieber von der Kräutlein als von ihm behandeln. Okay, sie ist ja auch Nachfahrin einer alten Natur- und Liebesgöttin, der grünen Fee (wohl zuviel Absinth beim Schreiben getrunken)… weiterlesen »
Jeder kennt die Legende von König Artus, von Merlin und Camelot. Seither existieren wurde sie bereits tausende Male interpretiert, ausgeschmückt und durch etliche Mühlen gedreht. Und so denkt man sich inzwischen bei jeder neuen Version: “Nicht schon wieder!” Jedoch mit seinen Artus-Chroniken schafft es Bernard Cornwell dem Stoff eine neue Dimension zu verleihen und sie ein wenig auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen. Gut gemacht!
Britannien im 5. Jahrhundert: Die Zeit der Römer gehört langsam der Vergangenheit an und die alten heidnischen Götter müssen dem Christentum weichen. Und König Uther muss sein Land gegen die Sachsen verteidigen. Dringend muss ein Nachfolger her, doch als dieser geboren wird, stirbt der alte König. Das Kind, Mordred, ist definitiv noch zu jung um den Platz seines Vaters einzunehmen und so muss ein Vormund, ein Ersatz, für den König her. weiterlesen »
Geht es euch nicht auch so wie mir? Man hat Romane aus dem Mittelalter mit ach so starken und emanzipierten Frauen irgendwie satt. Ist ja schön zu erwähnen, dass es die auch gab, doch meist kollidiert die entsprechende Zeit doch jäh mit unserer Vorstellung einer modernen Frau. Aber wir werden immer mehr damit überflutet: Und es ist immer dasselbe…
Wenn ich schon Titel lese, wie “Die Tochter des Würfelspielers”, “Die Spur der Hebamme”, “Die Hüterin” oder “Die Kalligraphin” werde ich mittlerweile wütend oder muss angesichts dieser Einfallslosigkeit lachen. Nichts dagegen, wenn jemandem das gefällt, aber wenn man es dann häufig liest, wird es irgendwann langweilig.
Nur selten konnten mich ein paar Bücher diesen Schlages positiv überraschen (z.B. “Die Henkerstochter” oder “Die letzte Hexe“). Und auch das Buch, das ich euch heute vorstellen möchte, fiel leider in diese Kategorie. “Die Botschaft der Novizin” von Peter Dempf handelt… Na, von was? Richtig, von einer starken und klugen Frau, die unter den Verhältnissen der Zeit leidet und dann einem großen Geheimnis auf die Spur kommt… Schon wieder!!! weiterlesen »
Ich habe mich immer sehr für die Reformatoren interessiert. Nicht aus religiösen Gründen, sondern weil ich die Art ihrer Revolution sehr interessant finde. Einer der bekanntesten unter ihnen war wohl Jan Hus, der bereits 100 Jahre vor Martin Luther die katholische Kirche anprangerte und hinterfragte.
In diese Zeit entführt uns die Autorin Sabine Wassermann mit ihrem Buch “Das Zeichen des Ketzers“, genauer gesagt zum tragischen Ende von Johannes (Jan) Hus. Konstanz 1415, die Stadt am Bodensee ist voll von Menschen. Sie alle sind zum Konzil von Konstanz angereist um bei dem Urteil gegen Jan Hus dabei zu sein. Unter ihnen auch der Abt Rogatus mit dem ihm untergebenen Mönch Alban. Zu ihrem Schutz haben sie Albans Bruder Martin, einen Söldner, engagiert.
Die beiden Brüder stehen sich nicht gerade nahe und könnten unterschiedlicher nicht sein. Während der fromme Alban heimlich den Lehren von Jan Hus angehört, verabscheut Martin, der nicht gerade ein Kostverächter ist, diese Ansichten. weiterlesen »
Gerade in den letzten Jahren boomen ja die historischen Romane und im Zuge dessen bekommt man ja eine Menge Schrott hinterhergeworfen. Und mal ganz ehrlich, könnt ihr noch Romane über ach so starke Frauen in einer ach so gemeinen Welt lesen? Ich jedenfalls nicht mehr! Absolut erfrischend ist in diesem Kontext das Romandebüt des Filmemachers Stephan Puchner mit dem Titel “Nebelheim”.
Was einem an Puchner sofort auffällt, ist die herausragende Sprache. Endlich mal wieder ein historischer Roman, bei dem der Autor auch wirklich schreiben kann und nicht nur glaubt es zu beherrschen! Seine Sprache schlägt gekonnt einen Spagat zwischen der mittelalterlichen und der modernen Redeweise. So hat man zwar das Gefühl direkt im damaligen Geschehen zu sein, aber trotzdem wirkt es nicht verstaubt oder gar gekünstelt. weiterlesen »