Flüsterkind ist die Geschichte eines missbrauchten Mädchens, das erst nach vierzig Jahren ihr Schweigen brechen und die grausame Wahrheit ans Tageslicht bringen kann.
Durch Zufall fiel mir der Spiegel-Bestseller von Mona Michaelsen in die Hände. Ein fünfjähriges Mädchen, vom Stiefvater missbraucht und von der Mutter ungeliebt, erzählt nach vierzig Jahren, wie sie als Kind durch die Hölle ging. Eine Biographie, die ins Mark geht, erschüttert, aufwühlt und sehr, sehr nachdenklich stimmt. weiterlesen »
Rund um die Geburt ranken sich einige Mythen und Geschichten. Und viele Mütter haben auch immer ein wenig Bammel vor ihrer ersten Niederkunft: Sind die Schmerzen tatsächlich so schlimm? Und danach alles vergessen, wenn der Säugling erstmal auf dem Bauch liegt?
Nichts ist so geheimnisvoll wie die Geburt eines Kindes. Viele werdende Mütter freuen sich auf dieses einschneidende Erlebnis, freuen sich darauf, den kleinen Menschen, den sie so lange unter ihrem Herzen getragen haben, endlich auch in dieser Welt kennen lernen zu dürfen. Doch trotz aller Freude bleibt da ein wenig Skepsis: Wie wird die Geburt werden? Wird es weh tun? Lange dauern? Und wie möchte ich die Geburt gestalten? Kaiserschnitt? Hausgeburt? weiterlesen »
Der “Traumfänger” beschreibt eine sagenhafte Reise durch ein staubiges Land an der Seite eines wundervollen Stammes, der unsere heutige Zivilisation mit seiner schlichten Güte und Weisheit auf bezaubernder Art und Weise relativiert.
Ich war letztens in der Buchhandlung, wie so oft, und stöberte zwischen den einzelnen Regalen, als mir ein Romantitel sofort ins Auge stach: “Traumfänger” von Marlo Morgan, die über den Stamm der Aborigines schreibt, als wären wir alle hautnah selbst im Outback unterwegs, als sprächen wir selbst mit dem Stammesältesten über die Absurdität der Maßlosigkeit moderner Menschenleben. weiterlesen »
Die Bloggerwelt hat einen seltsamen Nachgeschmack auf der literarischen Kulturzunge hinterlassen: Nach dem Plagiatskandal der Helene Hegemann bringt die verufene Szene nach und nach einige Blüten hervor. Ob die Blätter dabei eher verwelkt oder tatsächlich frisch und duftig sind, das erklärt uns Airen.
Airen ist der seltsame Vogel, von dem Helene in ihrem Roman abgeschrieben haben soll. Genoss der Junge bisher kaum Aufmerksamkeit, war ein typischer Jemand von vielen, der das Reisen liebt und keine Anerkennung in der Arbeitswelt findet und auf einmal, dank einer achtzehnjährigen Rotzgöre, ins Rampenlicht gerutscht ist und vom Spiegel auf dieser Seite interviewt wird. weiterlesen »
In seiner Biographie beschreibt Torwart Jens Lehmann den Wahnsinn, der angeblich auf dem Platz liegt. Mad-Jens erzählt, und das mit Humor.
Und jetzt schreibt er auch noch, mögen manche denken, wirklich sehr originell, nach dem Karriereende im Fußball eine Biographie auf den Markt zu bringen. Recht haben sie, die skeptisch Mahnenden, denn Jens Lehmann ist nicht der Erste und ganz bestimmt nicht der Letzte, der nach seinem Abgang über sich und sein Leben philosophiert. An sich ist das ja lobenswert, wenn es jedoch in aller Öffentlichkeit geschieht, dann darf auch was gesagt werden.
Ein einfacher Charakter war er ja nie, der Jens, immer hart an der Grenze zum Unberechenbaren. Mal schreit er den eigenen Abwehrmann an, mal den Gegenspieler, er attackiert als Kung Fu Lehmann oder pinkelt hinter die Bande, ja, Mad-Jens, wie ihn die Engländer nennen, hat einiges erlebt während seiner langen Karriere. weiterlesen »
Nelson Mandela - Der lange Weg zur Freiheit. Ein Buch über Südafrikas Geschichte im 20. Jahrhundert. Von niederländischer Kolonialherrschaft und Unterdrückung der schwarzen Bevölkerung hin zu einem nichtrassischtem, geeinten Südafrika. Autobiographisch erzählt vom ersten schwarzen Präsidenten des Landes - Nelson Mandela.
Christine Gräfin hat ihr neues Buch vorgestellt. “Out of Adel” beschreibt ihr Leben im Zwiespalt zwischen Adel und dem Drang eine normale junge Frau zu sein.

Oftmals war ihr Leben so gar nicht adelig. Und das obwohl sie doch eine Gräfin ist. Passend zum Buch stellte sie es im Schloss Ribbeck vor. Das “Schloss” versucht nach seiner Sanierung nämlich eins zu imitieren. “Out of Adel” beschreibt den Lebensweg der Gräfin.
Roman oder Biografie?
Selbst nennt sie das Buch einen Roman, aber dabei bleibt sie doch nah an ihrer eigenen. Im Grunde sieht das Leben der Gräfin so aus: Sie bewegt sich oftmals direkt zwischen Erwartung und weiterlesen »
Acht Jahre lang war Carla del Ponte Chefanklägerin am internationalen Gerichtshof in Den Haag. Acht Jahre lang war sie den schwersten Menschheitsverbrechen auf der Spur. Doch immer wieder scheiterte die resolute Frau an den politischen Verstrickungen, die fast alle Kriegsverbrechen mit sich ziehen. Acht Jahre lang lief sie gegen diese “Gummiwand”, wie sie es nennt, an. Dann hat es ihr gereicht.
Danach hat die Schweiz sie schnell als Botschafterin nach Argentinien abgeschoben, denn die Frau kennt Namen… Namen von Mittätern und Namen von etlichen Politikern und Wirtschaftsbossen, die an Kriegs- und Menschenrechtsverbrechen profitieren und diese deshalb decken.
Nun meldet sich Carla del Ponte endlich selbst zu Wort: “Im Namen der Anklage: Meine Jagd auf Kriegsverbrecher und die Suche nach Gerechtigkeit” heißt ihre Biographie. Dafür hat sie gleich einmal von der Schweiz einen Maulkorb bekommen und darf das Buch nicht bewerben. Denn was tut sie? Sie nennt Namen und Schuldige. Und gerade weil man deutlich merkt, dass sie dabei noch größte Vorsicht walten lässt und wohl nur einen kleinen Teil, von dem erzählt, was sie wirklich weiß, ist man verblüfft, dass selbst ein paar dieser Namen die Mächtigen gleich im Vorfeld erzittern lassen. weiterlesen »
Momentan erscheint eine wunderbare Reihe für Kinder im Bloomsbury Verlag: Die Autorin Katrin Hahnemann erklärt jungen Lesern in jeder Ausgabe, wer eine bestimmte bedeutende Persönlichkeit war und warum sie so wichtig für uns alle ist. Der erste Band drehte sich um Mahatma Gandhi, der nun erschienene zweite um Charles Darwin.
Die Reihe “Wer ist das?” bringt Kindern und teilweise wahrscheinlich auch deren Eltern näher an bedeutende Persönlichkeiten heran. Man erlebt auf leicht verständliche und unterhaltsame Weise die Biographie dieser herausragenden Menschen, ohne sich auch nur an einer Stelle zu sehr belehrt vorzukommen.
Momentan befinden wir uns im Darwin-Jahr, Grund genug sich auch als jüngerer Leser mit diesem Genie zu befassen. Vor genau 150 Jahren veröffentlichte Charles Darwin sein Hauptwerk “Über die Entstehung der Arten” und wurde damit zum “gefährlichsten Mann” Englands erklärt. Warum war das so und wieso war seine Evolutionstheorie gleichsam hoch gelobt und zutiefst verachtet? All dies beschreibt Hahnemann wunderbar in “Charles Darwin - Wer ist das?“. weiterlesen »
Lange wurde bereits im Vorfeld über die Biographie des umstrittenen Rappers Bushido diskutiert. Viele regen sich über die Texte auf oder, dass er kein Vorbild für die Jugend sei, etc. Was mich aber am meisten nervt, ist nicht seine Musik oder seine Machosprüche, sondern er ist einfach eine weitere Figur in einem erschreckenden Gesellschaftstrend…
Einerseits symbolisiert er das, was wohl einige so toll, als “Prekariat” betitelt haben, und daher ist es verständlich, dass seine Musik sich auch so gut verkauft. Er beschäftigt sich mit Themen, die viele Jugendliche, und es werden immer mehr, nur zu gut kennen. Sie kommen aus schon fast ghettoartigen Wohnsiedlungen, in denen Gewalt, Drogen und das Recht des Stärkeren an der Tagesordnung ist. Und aufgrund unseres wirklich tollen Systems hat niemand wirklich eine Chance daraus auszubrechen. Klar, dass die wenigen, die das schaffen dann große Helden sind. weiterlesen »