Der Titel lässt den Leser erst einmal mit hochgezogener Augenbraue an einen mittelklasse Porno denken, als an Literatur, die sich unter Bestsellern wiederfindet.
“Die Tochter der Wanderhure” - allein schon der Name klingt so unanständig, dass man das Buch errötend sofort in die Hand nehmen muss, um den Klappentext zu lesen. Dieser ernüchtert vorerst heiß gelaufene Gemüter
: Es handelt sich hierbei um einen historischen Roman aus dem Mittelalter und um die intrigante Gesellschaft, die damals unter Herrschaft des Königs stattgefunden hat. Im Zentrum steht dabei die Familie Kibitzstein, hauptsächlich geht es um die Tochter der ehemaligen”Wanderhure” (ein vorheriger historischer Roman von Iny Lorentz). weiterlesen »
Eragon war lange ein heißes Eisen in der Literaturszene. Der Drache Saphira betörte die Regale der Buchhandlung und fand so viele neue Buchstabenzähmer, die nicht genug von den Abenteuern aus Estragon haben konnten.
Eragon ist ein kleiner Junge, der eines Tages bei der Jagd einen blau glänzenden Stein findet. Doch eines Morgens sind von diesem wundersamen Stein nur noch Bruchstücke über und ein kleiner, tapsiger Drache fiept ihm ins Gesicht: Hunger! So beginnt die Geschichte von Saphira und Eragon, einem Gespann aus einer fantastischen Welt, in der sie natürlich als Helden des Buches gegen das Böse kämpfen und die Welt vor den schlimmen Gesetzen des finsteren Königs bewahren. weiterlesen »
Milan Kundera - allein dieser Name zergeht auf der Zunge wie ein exotisches Bonbon. Und der Autor hält, was er mit seinem Namen verspricht: Andersartigkeit, Vielfalt und neben einer großen Portion Intellektualität auch eine herrliche Prise Zärtlichkeit.
Der Roman, um dem es in diesem Artikel geht, ist ein Klassiker, von dem ihr bestimmt alle schon gehört habt: “Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins”. Schon vor Jahren fiel es mir in die Hände, doch ich lehnte es naserümpfend ab. Damals verschmähte ich Pseudointellektualität und wollte auch keine schwere Schnulzgeschichte lesen, die mir die Illusionen über die Liebe raubt und die mich fröstelnd in meinen vernichtenden Gedanken alleine wie im Regen stehen lässt. weiterlesen »
Die Bloggerwelt hat einen seltsamen Nachgeschmack auf der literarischen Kulturzunge hinterlassen: Nach dem Plagiatskandal der Helene Hegemann bringt die verufene Szene nach und nach einige Blüten hervor. Ob die Blätter dabei eher verwelkt oder tatsächlich frisch und duftig sind, das erklärt uns Airen.
Airen ist der seltsame Vogel, von dem Helene in ihrem Roman abgeschrieben haben soll. Genoss der Junge bisher kaum Aufmerksamkeit, war ein typischer Jemand von vielen, der das Reisen liebt und keine Anerkennung in der Arbeitswelt findet und auf einmal, dank einer achtzehnjährigen Rotzgöre, ins Rampenlicht gerutscht ist und vom Spiegel auf dieser Seite interviewt wird. weiterlesen »
Der 1942 in New Hampshire geborene US-amerikanische Romanautor John Winslow Irving wird im Juni 2010 sein neues Buch ‘Letzte Nacht in Twisted River’ (Originaltitel: ‘Last Night at Twisted River’) in Deutschland veröffentlichen. Der Roman erscheint bei dem Diogenes Verlag.
Auf 832 Seiten schreibt Irving in seinem Roman von der Sehnsucht und der Flüchtigkeit des Glücks. Die Geschichte spielt teilweise in New Hampshire, dem Geburtsort des Autors und teilweise in Amerika und Kanada, Irvings zweiter Heimat.
John W. Irving wurde ursprünglich als John Wallace Blunt Jr. in Exeter, New Hampshire, geboren. Einige Jahre nach der Scheidung seiner Eltern wurde sein Name jedoch auf den seines Stiefvaters geändert. Seinen Wunsch, Ringer und Autor zu werden, begann er sich im Alter von 14 Jahren zu erfüllen und das trotz seiner Legasthenie. weiterlesen »
“Twilight - Biss zum Morgengrauen” - allein der Titel lässt unzählige Mädchenherzen aufquellen wie Hefekuchen, während sie sich kreischend auf die Schaufensterauslage der Buchhandlung werfen. Jetzt setzt Erfolgsautorin Stephenie Meyer noch einen drauf.
Die Liebe zwischen einem Vampir und dem Mädchen Bella hat andere Fantasy-Romane blass aussehen lassen. Bella zieht zu ihrem Vater, lernt Edward kennen und verliebt sich in einen Vampir, der seit über hundert Jahren zur High School geht. Soweit die Story, die Rahmenbedingungen. Mehr muss man dazu wohl auch nicht mehr sagen, denn “Bella und Edward” - die Namen musste selbst ich nicht mehr recherchieren, sie lagen mir sofort auf der Zunge, ohne dass ich eines der Bücher je gelesen hätte. weiterlesen »
In seiner Biographie beschreibt Torwart Jens Lehmann den Wahnsinn, der angeblich auf dem Platz liegt. Mad-Jens erzählt, und das mit Humor.
Und jetzt schreibt er auch noch, mögen manche denken, wirklich sehr originell, nach dem Karriereende im Fußball eine Biographie auf den Markt zu bringen. Recht haben sie, die skeptisch Mahnenden, denn Jens Lehmann ist nicht der Erste und ganz bestimmt nicht der Letzte, der nach seinem Abgang über sich und sein Leben philosophiert. An sich ist das ja lobenswert, wenn es jedoch in aller Öffentlichkeit geschieht, dann darf auch was gesagt werden.
Ein einfacher Charakter war er ja nie, der Jens, immer hart an der Grenze zum Unberechenbaren. Mal schreit er den eigenen Abwehrmann an, mal den Gegenspieler, er attackiert als Kung Fu Lehmann oder pinkelt hinter die Bande, ja, Mad-Jens, wie ihn die Engländer nennen, hat einiges erlebt während seiner langen Karriere. weiterlesen »
Es geht um die Liebe, die ganz große, die ganz oft so winzigklein ist, dass wir sie fast übersehen könnten. Wie gut, dass es für solche Fälle Anna Gavalda gibt, die uns zwischen den Zeilen flüstert, worauf es wirklich ankommt im Leben.
Anna Gavalda ist ein Mensch der leisen Zwischentöne. Deshalb liest sich die Geschichte von “Zusammen ist man weniger allein” auch wie eine sanfte Symphonie, die trotz leiser Musik kraftvoll und poetisch ist. Sie schlägt jeden Zuhörer in ihren Bann, verzaubert die Liebe und beraubt uns die Illusionen darüber. Wir sind atemlos, ergriffen und am Ende einfach sehr glücklich, verstanden zu haben, dass es im Leben um mehr geht, als um die große Karrieresause. weiterlesen »
Eines meiner Lieblingsjugendbücher handelt von einem Helden, der in einem Zirkus Freunde und eine Familie findet.Iain Lawrence schrieb den Roman “Der Geist”.
“Der Geist” ist ein Albinojunge mit porzellanweißer Haut und strohweißen Haaren. Die anderen Kinder lachen über ihn, piesacken und ärgern ihn, so dass der Geist sich verzweifelt in Einsamkeit zurück zieht. Seine Hündin ist der einzige Freund auf der Welt, den er hat und so machen die beiden sich jeden Samstag auf, um sich an die Gleisen zu setzen und den Zügen zuzusehen, wie sie mit pfeifendem Gedonnere in die Weite der Prärie rauschen. Doch eines Tages ist etwas anderes und die eng geschnürte Welt des Jungen platzt aus den Nähten: Ein Wanderszirkus ist aufgetaucht und lockt den Geist in eine viel größere, farbenfrohere Welt. weiterlesen »
‘Gleich Schätzchen’ ist das neue Buch von der 1959 in Bristol geborenen Helen Simspon, welches im Mai 2010 erscheinen wird. Der Originaltitel des Buches heißt ‘Hey Yeah Right Get a Life’. Das Buch hat bereits jetzt schon einige Erfolge verzeichnet und könnte zum Bestseller mutieren.
‘Gleich Schätzchen‘ befasst sich mit verschiedenen Lebenssituationen von Frauen, die indirekt miteinander verknüpft sind. Bereits ihr erstes Buch beschäftigte sich mit Kurzgeschichten, die sich um das weibliche Geschlecht drehten und unterschiedliche Beziehungen darstellten. Zudem übte sie auf satirische Weise Kritik an der britischen Arbeiterklasse. weiterlesen »