Als Weltliteratur (Klassiker) bezeichnet man die Gesamtheit der Nationalliteraturen der Welt und die Verbreitung der Werke über ihr Herkunftsland hinaus in der ganzen Welt. In der Vergangenheit bezog sich der Begriff vor allem auf die Meisterwerke der westeuropäischen Literatur; heute wird die Weltliteratur jedoch zunehmend in einem internationalen Kontext gesehen. Heute haben die Leser Zugang zu einem breiten Spektrum von Werken aus aller Welt in verschiedenen Übersetzungen.
Viele Wissenschaftler behaupten, dass ein Werk erst dann als Weltliteratur gilt, wenn es über sein Herkunftsland hinaus verbreitet wird. Ein Werk wird durch einen doppelten Prozess zur Weltliteratur: erstens, indem es als Literatur gelesen wird; zweitens, indem es über seinen sprachlichen und kulturellen Ursprungsort hinaus in einer breiteren Welt zirkuliert. Auch der Literaturkritiker Venkat Mani ist der Ansicht, dass die „Verweltlichung“ der Literatur durch einen „Informationstransfer“ zustande kommt, der größtenteils auf die Entwicklung der Druckkultur zurückzuführen ist. Durch das Aufkommen der Bibliothek spielen „Verleger und Buchhändler, die erschwingliche Bücher drucken und verkaufen, gebildete Bürger, die diese Bücher erwerben, und öffentliche Bibliotheken, die diese Bücher denen zur Verfügung stellen, die es sich nicht leisten können, sie zu kaufen, gemeinsam eine sehr wichtige Rolle bei der ‚Entstehung‘ der Weltliteratur“.
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