Anna Gavalda schreibt in ihrem Roman über einen Tag, den vier Geschwister miteinander verbringen und das Zusammensein und die Kindheitserinnerungen genießen.
Obwohl der Roman „Ein geschenkter Tag“ bereits im Februar 2010 in Deutschland erschienen ist, steht er zurzeit auf der Spiegel-Bestsellerliste. Kein Wunder, entführt er uns doch aus den kalten Wintertagen mitten hinein in den französischen Frühling.
Die Handlung von Anna Gavaldas Roman
Es ist Frühling in Frankreich, als sich die drei Geschwister Simon, Garance, Lola und Simons Frau auf den Weg zu einer Hochzeit machen. weiterlesen »
Hinter vielen der besten Filme stehen meist nicht minder erfolgreiche Literaturvorlagen. So ist das auch mit dem Roman von Brian Selznick. Aktuell gibt es eine Kinoversion von keinem geringeren als Martin Scorsese.
Das der Roman „Die Entdeckung des Hugo Cabret“ nun verfilmt wurde, ist eigentlich nicht verwunderlich. Denn er bietet beste Voraussetzungen, die eine Verfilmung absolut sinnvoll erscheinen lassen. Das Buch bietet eine Mischung aus verschiedenen Stilelementen und das ist nur einer der vielen Aspekte, die seine Faszination ausmacht. weiterlesen »
Charlotte Link – Der Beobachter
Charlotte Link hat es mit ihrem neuen Roman mal wieder geschafft, sich auf Erfolgskurs zu begeben und das zu Recht. Ihr neuer Roman ist spannungsgeladen und hat Suchtfaktor.
Charlotte Link schafft es nun seit Jahren sich erfolgreich auf dem literarischen Markt zu behaupten. Ihr aktueller Roman ist wie schon so einige seiner Vorgänger wieder auf den ersten Platz der Spiegel-Bestsellerliste im Bereich Taschenbuch geklettert.
Ein Beobachter und ein Serienmörder
Im ersten Teil ihres Romans greift die Autorin zu einem beliebten erzählerischen Stilmittel. weiterlesen »
Gerhard Wisnewski hat – mit „Verheimlicht, vertuscht, vergessen. Was 2011 nicht in der Zeitung stand“ – wieder seinen ganz eigenen Jahresrückblick geschrieben und steht damit erneut in den Bestsellerlisten. Mit 2011 blickt er zurück auf ein schnelllebiges, von Katastrophen geprägtes Jahr.
Was er schreibt, erinnert manchmal an wildeste Verschwörungstheorien. Denn Gerhard Wisnewski behauptet, dass die sogenannte Wahrheit austauschbar und medial ausgeblendet sei. Die Wahrheit betrifft in diesem Fall Dinge, die weltpolitisch eine große Rolle spielen. Hier geht es nicht um Kleinigkeiten, hier geht es um Ereignisse, die den Lauf der Geschichte verändern. weiterlesen »
Paul Austers Roman „Unsichtbar“ nimmt den Leser mit auf die Reise in eine Scheinwelt. Eine, die im Spannungsfeld steht zwischen Fiktion und Wirklichkeit und die eigene Wahrnehmung in Frage stellt.
Paul Auster, US-Amerikaner, Jahrgang 1947, arbeitet nunmehr seit Jahrzehnten als Schriftsteller. Sein Umgang mit der Zeitgeschichte, sein Hang zu tragischen Figuren und unerwarteten Wendungen sind zu seinen Erkennungsmerkmalen geworden. Einer der führenden amerikanischen Schriftsteller, der besonders in Deutschland und Frankreich beliebt ist. weiterlesen »
Mit „Der Fluch des Lono“ ist posthum, erstmals auf Deutsch, ein neues Buch des genialen amerikanischen Schriftstellers Hunter S. Thompson erschienen.
Hunter S. Thomson bekommt den Auftrag vom Magazin „Running“, einen Bericht über den Honolulu-Marathon auf Hawaii zu schreiben. Wie man sich bereits denken kann, berichtete Thompson von dem Ereignis auf seine eigene Weise. Er beweist wie immer sein journalistisches Können und zeichnet ein neues Bild vom Hawaii der 80er Jahre. Warum es 27 Jahre gedauert hat, bis dieses 1983 erstmals veröffentlichte Werk nun auch auf Deutsch erschienen ist, ist eine andere Frage. Was kann der Leser bei „Der Fluch des Lono“ erwarten?
Hunter S. Thomson war einer der eindrucksvollsten Autoren der amerikanischen Gegenwart. Er war einer der ganz wilden. In „Hell‘s Angels“ schrieb er über seine Erfahrungen die er in der gleichnamigen Gang gemacht hat. Berühmt wurde er dann mit „Angst und Schrecken in Las Vegas“, wo er in dem von ihm geprägten Gonzo-Journalismus, über einen drogengetränkten Ausflug nach Las Vegas schreibt. Dort rechnet er mit der Hippie-Bewegung der 70er Jahre ab. Mit „Angst und Schrecken im Wahlkampf“ betritt er die politische Plattform und schreibt über den Wahlkampf 1972. Nun erscheint „Der Fluch des Lono“, das bereits 1984 auf Englisch veröffentlicht wurde, erstmals in deutscher Übersetzung. weiterlesen »
Nach dem Erfolgsroman „Middlesex“ meldet sich Jeffrey Eugenides mit „Die Liebeshandlung“ zurück.

Der neue Roman des spätestens seit „Middlesex“ bekannten Autors, Jeffrey Eugenides, wurde lange erwartet. Einige Leser sind enttäuscht, aber man darf bei diesem neuen Roman, auch wenn er daran sieben Jahre gearbeitet hat, nicht so ein Mammut-Werk, wie „Middlesex“, erwarten. „Die Liebeshandlung“, die zwischen den Jahren 1982-83 spielt, ist die Dreiecks-Beziehungs-Geschichte zwischen den jungen Akademikern Madeleine, Mitchell und Leonard. Sie ist eine Auseinandersetzung mit dem klassischen viktorianischen Liebesroman, aber gleichzeitig auch der Versuch, eine viktorianische Liebeshandlung à la Jane Austen, ins 20 Jahrhundert zu übertragen.
Jeffrey Eugenides, der 1960 geborene Schriftsteller, stammt aus Detroit. Ihm gelang der Durchbruch mit dem Roman „Die Selbstmord-Schwestern“. Weltweite Anerkennung bekam er allerdings erst für „Middlesex“. In „Middlesex“, wofür ihm auch der Pulitzer Preis verliehen wurde, hat Eugenides die Einwanderungsgeschichte einer griechischen Familie in die USA, mit der eindrucksvollen Gender Story eines Hermaphroditen, verbunden. Nun ist nach sieben Jahren Stille endlich der langersehnte dritte Roman veröffentlicht worden, „Die Liebeshandlung.“ weiterlesen »
Das Jugendbuch von Dolf Verroen „Wie schön weiß ich bin“ behandelt auf unkonventionelle Art und Weise das Thema Rassismus während der Kolonialzeit.
Der niederländische Schriftsteller, Dolf Verroen, der für „Wie schön weiß ich bin“, zu Recht mit dem „Deutschen Jugendliteraturpreis“ und dem „Gustav-Heinemann-Friedenspreis für Kinder- und Jugendliteratur“ ausgezeichnet wurde, befasst sich in seinem Buch mit dem Thema Rassismus in der Kolonialzeit, wie es bisher kein anderer Autor, zumindest nicht für Kinder und Jugendliche, getan hat. Verroen lässt in seinem Buch, das irgendwann im 19. Jahrhundert im heutigen Surinam spielt, das kleine Mädchen Maria in tagebuchähnlichen Einträgen, zu Wort kommen.
Maria feiert ihren 12. Geburtstag. Sie bekommt viele Geschenke. Von der Mutter bekommt sie eine Halskette, von den Großeltern eine Bibel, von Tante Erda gibt es eine „Fast-Schon-Große-Dame-Handtasche“, doch das Beste von allen Geschenken bekommt sie von ihrem Vater. Es wird von vier Sklaven in einer Terrine mit Deckel hereingetragen. In der Terrine sitzt ein „kleines Menschlein.“ „Das ist Koko, sagte Papa. Ein kleiner Sklave für unsere Maria. Von Tante Elisabeth bekam ich eine kleine Peitsche. Sie war leider etwas zu groß für die Handtasche. Schade.” Maria ist nun die Besitzerin des Jungen und kann mit ihm machen was sie will. Weckt er sie ausversehen, schlägt sie ihn. Fällt einer anderen Sklavin ein Stück Kuchen runter, kann Koko es wie ein Hund auflecken. Sowieso ist Koko „dumm, dumm, dumm“, weil er nicht weiß wo er geboren ist. Nach einiger Zeit wird Koko Maria zu langweilig und sie tauscht ihn aus, gegen ein Sklavenmädchen.
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Eugen Ruge hat mit seinem Debütroman, der teilweise autobiographische Züge hat, aber auch eine deutsche Familiengeschichte der letzten 50 Jahre ist, die Kritiker überrascht.
„In Zeiten des abnehmenden Lichts“ ist Eugen Ruges erster Roman. Der 57 jährige erhielt sogar, obwohl sein Buch erst im Herbst 2011 erschienen ist, schon 2009 für sein Romanmanuskript den Alfred Döblin Preis. Dies beschaffte ihm noch beste Aussichten auf den Deutschen Buchpreis, der ihm dieses Jahr auch verliehen wurde. Wie viele sagen, sei sein Roman die perfekte Mischung für den Deutschen Buchpreis gewesen, da es sich bei „In Zeiten des abnehmenden Lichts“ um ein Stück deutsche Geschichte in Form eines Familienromans handelt.
Der Roman erzählt eine Familiengeschichte, die über vier Generationen geht. Beginnen tut sie bei Charlotte und Wilhelm, die während des Zweiten Weltkriegs nach Mexiko geflüchtet waren, und nun in den fünfziger Jahren wieder nach Deutschland zurückkehren. Als überzeugte Kommunisten, möchten sie am politischen Geschehen der DDR teilhaben. Ihr Sohn Kurt, der 15 Jahre in einem Arbeitslager gefangen war, folgt ihnen in den siebziger Jahren, mit seiner russischen Frau Irina. Ihre beiden Söhne, von denen einer Alexander, das Alter-Ego des Autors, ist, verbringen ihre Kindheit und Jugend in einem mehr oder wenigen gewöhnlichen Elternhaus in der DDR. Als jedoch 1989 die Grenze fällt, geht Alexander in den Westen. Die letzte Generation in „In Zeiten des abnehmenden Lichts“ ist der jugendliche Markus, Alexanders Sohn.
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Marc-Uwe Kling hat einen neuen Nachbarn und bald einen neuen Mitbewohner, ein Känguru. Doch nicht irgendein Känguru: Es ist politisch aktiv, Kommunist und Nirvana-Fan.

„Es klingelt an der Türe. Ich öffne. Vor der Türe steht ein Känguru.“
So beginnt das Buch vom Poetry-Slammer Marc-Uwe Kling. Sollte es eines Morgens bei Ihnen klingeln und Ihr neuer Nachbar, sei er ein Känguru oder nicht, fragt nach Eiern für Pfannkuchen, merken Sie sich jetzt schon, sie sollten „Nein“ sagen. Es sei denn, Sie sind so aufgeschlossen wie Marc-Uwe Kling und lassen sich auf das Abenteuer Känguru ein. Das Känguru ist Kommunist, war beim Vietcong, ist ein professioneller Schnorrer und Teil der jüdisch-bolschewistischen Weltverschwörung.
Wenn der neue Nachbar an der Tür klingelt und nach Eiern für Pfannkuchen fragt, ist das noch akzeptabel. Wenn der neue Nachbar nach kurzer Zeit erneut klingelt, um sich erst Salz, dann Milch, Mehl, Öl und eine Pfanne zu leihen, ist das schon dreist. Wenn der Nachbar dann noch fragt, ob er den Herd bei Ihnen benutzen kann, Sie Ja sagen und er Sie dann noch losschickt um Hackfleisch, „Nicht von Lidl!“, zu besorgen, sind sie mitten im ersten Kapitel der Känguru Chroniken.
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