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Archiv: Krimi

Den meisten wird der Autor A. A. Milne nur von einem der beliebtesten Kinderbuch-Helden überhaupt bekannt vorkommen: er ist der Vater von Winnie the Pooh, den Deutschen bekannter als Pu der Bär. Doch Milne kann auch anders. In seinem einzigen Krimi, den er jemals geschrieben hat, beweist er seinen Facettenreichtum.

Cover zu “Das Geheimnis des roten Hauses” © FischerNach der Lektüre von “Das Geheimnis des roten Hauses” werden viele Krimi-Fans wahrscheinlich bedauern, dass es nur bei einem einzigen geblieben ist. Das Buch, bereits 1922 erschienen, gilt als absoluter Klassiker und Milne hat damit viele seiner Kollegen tief beeindruckt. Seit seiner Veröffentlichung ist dieses Werk immer wieder neu aufgelegt worden, v.a. in den USA und in Großbritannien. Nun zieht der Fischer Verlag auch in Deutschland mit einer Neuausgabe nach.

Beim heutigen Lesen muss man hier und da sich wohl an die Zeit der Veröffentlichung erinnern, denn der Täter ist leider schnell bekannt, da wir inzwischen mit diesen Denkmustern regelrecht überflutet werden. Doch diese Tatsache tut dem Lesespaß keinen Abbruch, denn den Protagonisten beim Lösen des Falls zuzusehen ist extrem spannend und unterhaltsam. weiterlesen »


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Cover zu “Ein Rest von Schuld” © ManhattanIn 17 Romanen in 20 Jahren sind wir zusammen mit Detective John Rebus durch dick und dünn gegangen und konnten ihm bei seinen Ermittlungen über die Schulter schauen. Nun ist es Zeit Abschied zu nehmen, denn sein Autor Ian Rankin schickt ihn in “Ein Rest von Schuld” in Rente.

Klar, dass John Rebus keine Lust auf eine Pensionierung hat, denn was ist er ohne seinen Job? Und so stürzt er sich voller Elan zusammen mit seiner Partnerin Siobhan Clarke in seinen letzten Fall:

Der russische Dichter Alexander Todorow wird in Edinburgh tot aufgefunden. Alles deutet zunächst auf einen Raubüberfall hin und die Polizei würde ihn gerne als solchen zu den Akten legen, doch Rebus hat Zweifel. Bei seinen Ermittlungen stößt er auf den zwielichtigen Geschäftsmann Sergej Andropow, der Todorow anscheinend gekannt hat. Andropow kommt Rebus’ Interesse wenig gelegen und versucht ihn loszuwerden. weiterlesen »


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Cover zu “Der Sünde Sold” © Ullstein TbZunächst muss ich einmal sagen, dass ich bei dem Titel des Buches und auch beim Klappentext (Okay, das ist eigentlich kein Indiz. Die werden eh immer schlechter… ;-) ) eher skeptisch war, denn diese klingen dermaßen spießig und abgedroschen. Wiederwillig habe ich mich dann an die Lektüre gemacht und siehe da: eine absolute Überraschung.

Das Krimi-Debüt der deutschen Autorin Inge Löhring mit dem Titel “Der Sünde Sold” kann locker mit einigen Werken von erfahrenen Kollegen mithalten: tiefgehend, überraschend, spannend und alles andere als langweilig.

Agnes Gaudera hat nach einem Wohnungsbrand ihren Mann und ihre Tochter verloren und möchte nichts weiter als Ruhe. Daher zieht sie in das kleine Kaff Mariaseeon bei München. Doch von ländlicher Idylle kann man leider auch hier nicht sprechen, denn bereits in den ersten Tagen nach Agnes Ankunft verschwindet der Nachbarsjunge spurlos. weiterlesen »


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Cover zu “Öland” © PiperDas Erstlingswerk des Schweden Johan Theorin mit dem Titel “Öland” darf man nicht mit anderen skandinavischen Krimis wie beispielsweise denen von Mankell vergleichen. Es hat seinen eigenen besonderen Charme und irgendwie wird dabei die Polizeiarbeit schon fast überflüssig.

Auf der kleinen schwedischen Insel Öland verschwindet in den Siebzigern ein kleiner Junge spurlos. Zwanzig Jahre danach erhält seine Mutter Julia einen Anruf von ihrem Ex-Mann. Er hat einen neuen Hinweis zum Verschwinden ihres Sohnes gefunden und Julia soll nach Öland zurückkommen. Sofort reist sie ab.

Alles deutet daraufhin, dass der mysteriöse Nils Kant der Mörder sei, doch dieser ist längst vor dem Verschwinden gestorben. Es gibt jedoch Gerüchte er streife immer noch durch die Gegend. Eine spannende und überraschende Suche beginnt… weiterlesen »


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Cover zu “Kuckuckskind” © DiogenesIngrid Noll gehört mittlerweile zu den beliebtesten und wohl auch bekanntesten deutschen Krimiautoren. Ihre Bücher sind anders: keine Psychopathen, keine brutalen Killer. Nolls Protagonisten sind einfach Menschen wie du und ich, die die Lebensumstände zu Mördern oder eben Ermordeten macht.

Von dem Karriereweg der Autorin kann so mancher Schriftsteller wohl nur träumen: Ihre Kinder waren erwachsen und aus dem Haus, da fing die Hausfrau Noll an Krimis zu schreiben und fast alle wurden sofort zu Bestsellern. Respekt!

Ihre Protagonisten sind meistens leicht verschrobene, aber immer liebenswerte Frauen, die eher unbewusst zu Tätern werden. Durchzogen sind alle ihre liebevollen Geschichten stets von einem unterschwelligen, leicht schwarzem Humor. Ihr neues Werk “Kuckuckskind” bricht etwas mit dieser Regel. weiterlesen »


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Cover zu “Dr. Siri und seine Toten” © ManhattanMomentan ist es bei all dem Einheitsbrei im Bereich Krimi meist gar nicht mehr so einfach ein wahrhaft besonderes Buch zu finden. Um so begeisterter war ich von dem Krimi-Juwel “Dr. Siri und seine Toten” des britischen Schriftstellers Colin Coterrill. Für mich eindeutig der Krimi des Jahres!

Es ist ein intelligentes und extrem unterhaltsames Buch über einen Ermittler, der an sich origineller nicht sein könnte und sich massiv von so manchem Retorten-Kommissar unterscheidet. Die spannende Geschichte um einen Mordfall ist eingebettet in ein ironisches und leichtes Sprachgewand, das aber nie das Genre des Krimis an sich zerstört oder persifliert.

Im kommunistischen Laos wird ausgerechnet der 72-jährige Dr. Siri Paiboun zum neuen Leichenbeschauer des ganzen Staates ernannt, da er der einzige Parteigenosse ist, der noch einen medizinischen Hintergrund besitzt. Und so macht er, der eigentlich nicht so wirklich eine Ahnung von dem hat, was er da nun tun soll, sich ans Werk, mit der Hilfe zweier ebenso unfähiger Assistenten und einem französischen Anatomiebuch aus dem Jahr 1948. weiterlesen »


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Cover zu “Eine ganz andere Geschichte” © BtbEiner der bekanntesten schwedischen Krimi-Autoren ist wieder zurück: Hakan Nesser. Nachdem er, wohl zum Leidwesen vieler Fans, den Protagonisten vieler seiner Bücher, Van Veeteren, in den Ruhestand geschickt hat, darf nun sein Nachfolger Kriminalinspektor Barbarotti zum zweiten Mal ran.

Eine ganz andere Geschichte” fängt für den Leser auch erst einmal ganz anders an, als so manch anderer Krimi. In Tagebucheinträgen erfährt man von einem Sommer, in dem sich 6 schwedische Touristen, zwei Paare und zwei Single-Männer, aus Zufall im Frankreich-Urlaub kennenlernen und so die Zeit miteinander verbringen. Sie trinken, feiern, flirten und am Ende trennt sich die Gruppe wieder. Doch der Tagebuch-Schreiber, einer aus der Gruppe, schildert noch mehr als das Augenscheinliche. Fünf Jahre später fügt er Kommentare dazu, dass er einen nach dem anderen aus der Gruppe töten wird. weiterlesen »


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Cover zu “Das rote Licht des Mondes” © WunderlichJeder, der Krimi und Ruhrpott hört, denkt wahrscheinlich erstmal an Serien wie den “Tatort”, doch für Silvia Kaffkes Buch “Das rote Licht des Mondes” kann man all diese Bilder getrost vergessen. Denn sie entführt den Leser in eine Zeit als die Industrialisierung gerade langsam einsetzte und sich das Ruhrgebiet von kleinen Käffern hin zu zum “Pott” aus Kohle und Stahl entwickelte.

Ruhrort im Jahr 1850: Die kleine Stadt mausert sich langsam zum angesehenen Handelsort. Caroline Kaufmeister, kurz Lina, ist die Tochter eines angesehenen Bürgers der Stadt, ist klug, dabei etwas vorlaut und frech, kann kochen und ist sehr gütig. Eigentlich perfekte Voraussetzungen für eine Heirat zur damaligen Zeit. Und doch befürchtet sie als “alte Jungfer” zu sterben, denn sie ist bereits Mitte dreißig und hat seit sie klein ist ein Hüftleiden weswegen kein Mann in ihrem Stand sie haben will. weiterlesen »


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Cover zu “Die Todeskarte” © Droemer/KnaurWer in den letzten Jahren auch nach und nach dem “Wiederaufleben” des britischen Krimis verfallen ist, wird an Glenn Chandlers zweitem Roman um Detective Inspector Steve Madden mit dem Titel “Die Todeskarte” mit Sicherheit seine Freude haben.

2003 erschien der erste Teil “Savage Tide” in Großbritannien und ein Jahr später folgte der gleich der Zweite mit dem Originaltitel “Dead Sight”. Endlich ist dieser nun auch in Deutschland unter dem Titel “Die Todeskarte” erschienen.

DI Madden ermittelt im kleinen Küstenstädtchen Brighton in Südengland. Er ist gerade dabei sich vom Tod seines Sohnes Jason (im ersten Teil) und der Trennung von seiner Frau zu erholen, als ihn Lavinia Roberts anruft, in die er zur Schulzeiten total verschossen war. Diese ist mittlerweile Hellseherin geworden und dadurch für Madden inzwischen alles andere als anziehend. Sie behauptet, dass ein gestriger Kunde von ihr von einer bösen Aura umgeben war und zum Serienmörder werden würde. Zudem berichtet sie von einem toten Kind. Als sie dann noch erzählt Nachrichten von Meddens totem Sohn zu empfangen, glaubt er kein Wort mehr. Er geht und gibt nicht viel auf den Hokuspokus. weiterlesen »


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Mittlerweile ist dies nun schon Band neun rund um Kommissar Adamsberg der französischen Schriftstellerin Fred Vargs. “Die dritte Jungfrau” ist durch und durch ein typischer Vargas: Poetisch, absurd und schon nah dran an einem modernen Krimi-Grusel-Märchen.

Cover zu “Die dritte Jungfrau”Wer an intelligenten und sprachlich ausgefeilten Krimis Interesse hat, die sich nicht bloß um die typischen Thriller-artigen Muster drehen, ist bei Vargas genau richtig. In all ihren Krimis schwingt ein wunderbar angenehmer Schauer aus der Vergangenheit mit, keine Fantasy, eher dunkel und mysteriös.

Die Handlung bei Vargas ist immer schwer zu beschreiben. Auch “Die dritte Jungfrau” hat viele Handlungsstränge und gehört zu den Büchern, die man unbedingt selber lesen muss, da man sie sonst noch kaputt quatscht. weiterlesen »


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