Wer bei dem erklingen von Titeln wie ‘High Fidelity’, ‘Fever Pitch ‘ und ‘About a boy’ an wunderbare Lesestunden in der Bahn oder zu Haus zurück denkt, wird sich freuen zu hören, dass es nun ein neues Buch von Nick Hornby gibt. Juliet, Naked heißt es und Spiel abermals in der Musikszene.
Nick Hornbys Bücher sind geprägt von einer Auseinandersetzung mit dem Alltag, mitunter findet man auch bezüge zu seiner eigenen Biographie in seinen Werken. Bereits in seinem Erstlingswerk ‘Fever Pitch‘ behandelt und verarbeitet Hornby seinen Erfahrungen als Anhänger des FC Arsenal und deren Einfluss auf sein Leben.
In ‘High Fidelity‘, seinem zweiten Roman, prägt seine Vorliebe für die Musik die Geschichte. So auch in ‘Juliet, Naked‘, hier führt uns der Autor in die Welt der Rock- und Pop-Musik. Es geht es um die Liebe zur Musik bis hin zum Fanatismus, aber auch um Liebe in der Musik.
Tucker Crow, seines Zeichens ein gescheiterter Rockstar des Jahrgangs 1953, sinniert über seine triumphale Zeit in den 80er-Jahren. Heute lebt er allerdings völlig zurückgezogen in einer amerikanischen Kleinstadt und wird bald Großvater. Sein ganz und gar zu normales Leben macht ihn unzufrieden und so kommt die Zeit in der er etwas daran ändern will.
Im Internet kann Tucker Crowe alles über sich lesen, auch Dinge die er selbst nicht wusste. Seine glühenden Fans tauschen Informationen über den Verbleib des ehemaligen Rockstarts aus. Nachdem sie alle Stätten seines Schaffens besucht haben, lesen sie seine Songtexte rückwärts und tun noch manch andere merkwürdige Dinge, um Hinweise auf seine Person und seinen Aufenthaltsort zu erhalten. Ein Mitglied dieser leicht verblendeten Community ist Duncan, der mit seiner Freundin Annie in einem Kaff an der Ostküste Englands lebt. Annie hat sich nach 15 Jahren einigermaßen an Duncans Spleen gewöhnt. Doch als plötzlich, ein neues Album von Crowe auf den Markt kommt, stellt sie eine Kritik ins Internet. Duncan ist entsetzt. Doch Crowe höchsselbst wiederum fühlt sich zum ersten Mal verstanden, und er nimmt Kontakt zu Annie auf.
Diese Geschichte führt den Leser von Amerika nach England und wieder zurück. Führt ihn zu zweier Menschen, die ihr altes Leben satt haben. Und erzählt von den Überraschungen die das leben für jeden von uns bereit hält, mit einner Priese Romantik und ganz viel Homor.
Alec Grevens Buch „How to talk to girls“ – also: wie man mit Mädchen spricht oder auch: wie man Mädchen spricht – ist nicht das einzige Werk des mittlerweile 10-jährigen Bestseller-Autoren. Schon bald wird, nach „How to talk to Moms“ und „How to talk to Dads“ das vierte Buch erscheinen „How to talk to Santa“. Und das fünfte ist auch schon in Planung. Doch mit „How to talk to girls“ schaffte es der Junge bis auf die Bestseller-Liste der New York Times.
In diversen TV-Shows hat Alec mittlerweile so viel Bühnenerfahrung gesammelt, dass er seine Bücher inzwischen wie ein erwachsener Profi vermarktet, inklusive seiner selbst als unterhaltsamer Talk-Gast. Bei seinen ersten Fernsehauftritten wirkte er noch wie weiterlesen »
Am 9. September erscheint Roger Willemsens „Bangkok Noir“, ein Buch das er zusammen mit dem Weltklasse-Fotografen Ralf Tooten aus der Taufe gehoben hat. Willemsens Texte und Tootens Fotos vermitteln ein Bild von Bangkoks vielschichtigem Nachleben, das die beiden drei Monate gemeinsam erkundet, erlebt und gleichzeitig dokumentiert haben.
Die thailändische Hauptstadt mit einer Einwohnerzahl von knapp 7 Millionen hat Ralf Tooten schon vor langer Zeit in ihren Bann gezogen, der dort nun schon seit mehreren Jahren lebt und wohnt.
„Bangkok Noir“ ist ein Buch über das nächtliche, „schwarze Bangkok“, ein Stadt, die übersetzt „Stadt der Engel“ heißt und alles andere als schwarz ist, v.a. nachts. Auf 368 Seiten mit mehr als 300 Fotografien zeigen Willemsen und Tooten eine für unsere europäischen Sinne mehr als exotische Stadt.
Täglich um sechs Uhr abends zogen die Beiden los, um Eindrücke der verschiedensten Orte, Menschen und Situationen zu sammeln, die zwar die Gemeinsamkeit haben, dass sie eben nachts zu finden sind, aber auch dass man sie intuitiv nicht unbedingt als nächtliche Aktivitäten assoziieren würde. So finden sich Texte und Bilder von Tempeln und Transvestiten, Kaufhäusern und Kickboxstudios, schwimmenden Restaurants und schlafenden weiterlesen »
Allein schon die Optik des neuen Buches von Neil Gaiman überzeugt: “Das Graveyard-Buch” ist eingeschlossen in eine Blechdose, die wie ein efeuberankter Grabstein aussieht. Wenn das nicht mal Grusel verspricht… Und hierbei gilt vor allem, was relativ selten im Buchhandel geworden ist: Der Schein trügt nicht.
Viele werden Neil Gaiman von seiner Zusammenarbeit mit Terry Pratchett an dem Buch “Ein gutes Omen” oder von seiner Douglas Adams Biographie “Keine Panik!” her kennen. Nun hat er erneut die Bestseller-Listen gestürmt und das mit einem Kinderbuch der außergewöhnlichen Art. “Das Graveyard-Buch” hielt sich wochenlang an der Spitze der Bestsellerliste der New York Times und begeisterte sowohl große als auch kleinere Leser. So sehr, dass der Verlag es dann auch in einer Erwachsenenausgabe und in einer entschärften für die Jüngeren auf den Markt brachte.
Mit nicht einmal zwei Jahren muss ein kleiner Junge mit ansehen, wie ein skrupelloser Killer namens Jack seine ganze Familie tötet. Nur aus Zufall kann der kleine Kerl auf den nahe gelegenen Friedhof fliehen. Hier verliert der Mörder dann zum Glück die Spur des Jungen. Auf dem Friedhof taucht kurz der Geist seiner Mutter auf und bittet die anwesenden Seelen der Friedhofsgemeinschaft ihren Sohn zum Schutz aufzunehmen und groß zu ziehen. weiterlesen »
Wahnsinn! War mein erster Gedanke als ich “Sorry” von Zoran Drvenkar durchgelesen hatte! Wahnsinn wie dieses Buch es schafft das Genre Thriller zu bereichern. Wahnsinn wie mit der eigenen Identität gespielt wird… Es ist wirklich einer der besten Thriller, die ich jemals gelesen habe! Endlich mal wieder Thrill im eigentlichen Sinn.
Da kommt ein Autor daher, der sonst vor allem durch Kinderbücher auf sich aufmerksam gemacht hat, man ist amüsiert und denkt sich nichts Böses und dann das: “Sorry” muss man einfach gelesen haben.
Kris, Wolf, Frauke und Tamara leben in Berlin und haben in ihrem Leben bisher nichts Besonderes auf die Beine gestellt. Doch sie haben noch ein Ass im Ärmel: eine Agentur für Entschuldigungen. Wie häufig fällt es uns Menschen schwer sich zu entschuldigen? Die Geschäftsidee der Vier besteht nun also darin anstelle von anderen um Verzeihung zu bitten. Damit werden sie dermaßen erfolgreich, dass sie sogar in eine kleine Villa am Wannsee umziehen können.
Doch mit einem besonders heiklen Kunden haben sie nicht gerechnet: Der ominöse Lars Meybach beauftragt sie sich in seinem Namen bei einer Leiche zu entschuldigen. Der armen Frau wurde brutal ein Nagel durch den Kopf gerammt. Doch nicht nur das, die Vier sollen die Leiche auch entsorgen. Und das müssen sie, denn Lars weiß so einiges über sie. Ein perfides Spiel beginnt… weiterlesen »
In seinem neuen Buch “Empörung” stellt der US-amerikanische Autor Philip Roth einmal mehr sein außergewöhnliche Talent unter Beweis. Er schafft es seine bisherigen Hauptthemen wie Alter, Tod, Agonie, Sex, Rebellion, Scheitern, Freiheit oder Außenseitertum auf nur gerade mal 200 Seiten zu solch einer Dichte zu komprimieren, dass der Leser sich tief berührt fühlt und gleichzeitig ein Gefühl der Enge bekommt.
Der Roman ist vielleicht kein neues Meisterwerk, jedoch verdichtet Roth sein Können so, dass man sich fast schon von der Sinnlosigkeit des Lebens eingehüllt und umnebelt fühlt. Seine Hauptmotive werden hier diesmal aus der Sicht der Jugend behandelt.
57 Jahre nach seinem Tod, berichtet Marcus Messner, vielleicht nach Zuckermann ein neues Alter Ego, von einem Ort irgendwo im Jenseits aus, noch einmal von den letzten zwei Jahre seines Lebens. Im Tod scheint es dabei wie im Leben: Messner ist Gefangener seiner selbst. Nur ist das Gefängnis wohl deutlich schlimmer, da er nun als alter, weiser Mann auf seine damaligen Taten und seinen viel zu frühen Tod zurückblickt.
Marcus wuchs als Vorzeigesohn in einer jüdischen Familie in Newark auf. Sein Vater war ein koscherer Metzger und so half Marcus ihm, wo er nur konnte. Das Blut und das Schlachten werden ihn irgendwie sein Leben lang nicht mehr loslassen.
Sein Vater liebte ihn, ohne Frage. Doch je älter Marcus wurde, um so mehr Sorgen machte sich der Vater grundlos. Er erfand Szenarien, welche dem Sohn zustoßen könnten. Und Marcus fühlte sich immer mehr beschränkt. Um der Enge des Elternhauses zu entgehen, flieht er auf ein protestantisches College weit weg. weiterlesen »
Roberto Saviano ist durch seinen Bestseller “Gomorrha” über die Machenschaften der neapolitanischen Mafia, der Camorra, berühmt geworden. Wohl vor allem auch deshalb, da er in dem Buch so schonungslos enthüllt und berichtet, dass er auf der Todesliste der Mafia steht.
Schon lange kann Roberto Saviano nicht mehr ohne Bodyguards in die Öffentlichkeit, er lebt ein Leben im Verborgenen und Interviews können nur an geheimen Orten stattfinden. Klar, dass es unter diesen Bedingungen schwer für einen Autor ist an den ersten Welterfolg anzuknüpfen. Doch Saviano scheint dies zu gelingen. In “Das Gegenteil von Tod” beschreibt er die andere Seite von “Gomorrha“.
Enthüllte er in seinem ersten Buch vor allem die komplexen Strukturen der Mafia in Neapel auf journalistische Weise, geht er nun näher an die Leute heran, die tagtäglich mit dem Wahnsinn des Verbrechens umgehen müssen. Jene Italiener, die sich zwar an die Gesetze halten, doch unfreiwillig, einfach weil sie dort leben, zwischen oder direkt an die Fronten geraten. weiterlesen »
Lange haben Literaturfreaks wie ich auf den neuen Roman von Daniel Kehlmann warten müssen. Und bereits im Vorfeld haben mich diverse negative Rezensionen geärgert bzw. abgeschreckt. Und, nach der Lektüre kann ich nur sagen: Das Buch ist wirklich klasse!
Und immer wieder wird er von Rezensenten mit Kehlmanns Weltbestseller “Die Vermessung der Welt” verglichen, als ob Schriftsteller am Fließband Einheitsgrößen produzieren würden. Das tun schon genug seiner Kollegen… Um so erfrischender ist es zu sehen, dass es heute immer noch Autoren wie Kehlmann gibt, die künstlerisch mit der Sprache und der Geschichte experimentieren und versuchen ihre Stile zu variieren.
Und das tut er in seinem neuesten Werk “Ruhm – Ein Roman in neun Geschichten“: experimentieren und variieren. Eine eigentliche Handlung gibt es nicht. Es sind, wie der Titel schon sagt, neun Geschichten, die auf das Geschickteste miteinander verwoben sind. Wie in einem Spinnennetz hängen die Charaktere, sind fern voneinander und meist doch verflochten. Es gibt im Grunde nur zwei Dinge, die wie Leitmotive funktionieren: der Schriftsteller Leo Richter und ein Handy. weiterlesen »
Der deutsche Autor Christoph Marzi hatte sich mit seiner Fantasy-Reihe um die uralte Metropole und Emily Laing direkt in die Bestseller-Listen katapultiert und so mancher Fan wird extrem traurig gewesen sein als es hieß: aus die Maus. Doch Buchgeschäft ist Buchgeschäft und Fantasy ist Fantasy. So geht die Reihe nun also in eine Fortsetzung.
“Somnia” heißt der vierte Teil nach “Lycidas”, “Lilith” und “Lumen” und ist rund zehn Jahre nach den letzten Ereignissen angesetzt. Die junge Scarlett Hawthorne kann sich an nichts mehr erinnern, weder wer sie ist, noch woher sie kommt. Plötzlich wird sie mitten im winterlichen New York von etwas angegriffen: Es ein Wendigo, ein blutrünstiger Geist, der ihr offenbar nach dem Leben trachtet. Doch warum gerade sie? weiterlesen »
Immer mehr werden die sogenannten Graphic Novels oder eben Romane in gezeichneter Form auch in den “höheren Kreisen” der Kultur anerkannt. Das wurde auch höchste Zeit, denn immer mehr Autoren dieses Genres beweisen eindrucksvoll, dass Kunst und Literatur sich umarmen können.
Eine Romanreihe in Comicform, auf die diese Aussage wie die Faust aufs Auge zutrifft ist die geplante Trilogie des US-Amerikaners Jason Lutes mit dem Titel “Berlin.Bleierne Stadt”. Band eins erschien bereits 2003. Hier begann Lutes uns in seinen fabelhaften Bildern in das Berlin der 1920er Jahre zu entführen. Obwohl er, als er anfing, noch nie in Berlin war, sind seine Zeichnungen sehr präzise. Eines Tages las Lutes einen Zeitungsartikel über die Weimarer Republik und begann einfach zu zeichnen. weiterlesen »