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Wilhelm Genazino (1943 - 2018) war ein deutscher Journalist und Autor. Seit Anfang der 1970er Jahre war er als freier Schriftsteller tätig und wurde durch die 1979 fertiggestellte "Abschaffel"-Trilogie, über das Innenleben eines isoliert lebenden kleinen Angestellten, bekannt. Es folgten weitere Romane und zwei Theaterstücke. Zu seinen zahlreichen Auszeichnungen gehört der renommierte Georg-Büchner-Preis.

Biografie

Der gebürtige Mannheimer studierte in den 1960er Jahren Germanistik, Philosophie und Soziologie an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Bis 1965 arbeitete er als Journalist. In dieser Zeit arbeitete er unter anderem für die Satirezeitschrift pardon und war Mitherausgeber der Zeitschrift Lesezeichen. Ab 1970 arbeitete er als freier Autor. Mit seiner Trilogie Abschaffel gelang ihm 1977 der Durchbruch als ernsthafter Schriftsteller. 1990 wurde er Mitglied der Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt.

Nachdem er lange Zeit in Heidelberg gelebt hatte, zog Genazino 2004 nach Frankfurt. Im selben Jahr wurde er mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet, der renommiertesten Auszeichnung für deutsche Literatur.
Genazino starb am 12. Dezember 2018 nach kurzer Krankheit im Alter von 75 Jahren.