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Mordshunger (2006) ist der zweite Roman von Frank Schätzing (* 1957). Der Thriller spielt in den besseren Kreisen der Domstadt Köln und enthält im Anhang 15 ausgefallene Kochrezepte (448 Seiten; auch als Hörbuch erhältlich).

Der Krimi “Mordshunger” war, laut Schätzing, sein erstes Buch. Jedoch wurde sein Mittelalterroman “Tod und Teufel” dann doch früher, also als sein eigentliches Debüt, verlegt. Beide lagen lange Zeit als Manuskript unangetastet in den Schubladen und wurden dann, nach dem Erfolg von “Der Schwarm” doch noch veröffentlicht und von RTL verfilmt.

Handlung

Die geschiedene Millionärsgattin Inka von Barneck wird mit aufgeschlitzter Kehle gefunden. Zwei Kriminalbeamte, mit einer Schwäche für Gourmet-Restaurants, haben einen verwirrenden Fall aufzuklären:
die Zeugenaussage passt nicht zum rekonstruierten Tathergang,
der erste Hauptverdächtige ist das nächste Opfer,
der zweite hat ein wasserdichtes Alibi.

Der Mann der Verstorbenen hat einen Doppelgänger, und alle hatten ein Motiv: die schöne Inka war ebenso reich wie sexbesessen, skrupellos und unbeliebt.

Fazit

Man merkt dem Buch das Erstlingswerk deutlich an. Die Sprache ist nicht ganz ausgereift. Die Geschichte und auch die Spannung hinken zuweilen. Die Personen sind alle ein wenig überzeichnet, aber dadurch auch liebenswerter.
Die eigentliche Handlung (der Mord) ist zuweilen kaum als Hauptstrang erkennbar, dafür überwiegen dann die Erklärungen über das Seelenleben des Kommissars sowie die Speisekarten von Nobelrestaurants.

Autor

Frank Schätzing (* 1957) ist ein deutscher Schriftsteller. Er studierte Kommunikationswissenschaft an der Westdeutschen Akademie für Kommunikation in Köln und war lange in der Werbebranche bei Warner als Creative Director in internationalen Agenturen-Networks tätig. Unter anderem war er Geschäftsführer der von ihm mitbegründeten Kölner Werbeagentur Intevi.
Sein bekanntestes Buch ist "Der Schwarm" (2004). Er tritt auch als Sprecher in einigen TV-Dokumentationen auf.