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John Ronald Reuel Tolkien (1892 - 1973) war ein englischer Schriftsteller und Philologe. Er war der Autor der Fantasy-Werke "Der Hobbit" und "Der Herr der Ringe".

Von 1925 bis 1945 war Tolkien Rawlinson and Bosworth Professor of Anglo-Saxon und Fellow of Pembroke College, beide an der University of Oxford. Anschließend wechselte er innerhalb derselben Universität und wurde Merton-Professor für englische Sprache und Literatur und Fellow des Merton College. Diese Positionen hatte er von 1945 bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1959 inne. Tolkien war ein enger Freund von C. S. Lewis und Mitglied der informellen literarischen Diskussionsgruppe The Inklings. Am 28. März 1972 wurde er von Königin Elisabeth II. zum Commander of the Order of the British Empire ernannt.

Nach Tolkiens Tod veröffentlichte sein Sohn Christopher eine Reihe von Werken auf der Grundlage der umfangreichen Notizen und unveröffentlichten Manuskripte seines Vaters, darunter Das Silmarillion. Zusammen mit Der Hobbit und Der Herr der Ringe bilden diese Werke eine zusammenhängende Sammlung von Erzählungen, Gedichten, fiktiven Geschichten, erfundenen Sprachen und literarischen Essays über eine Fantasiewelt namens Arda und Mittelerde. Zwischen 1951 und 1955 verwendete Tolkien den Begriff Legendarium für den größten Teil dieser Schriften.

Zwar hatten schon viele andere Autoren vor Tolkien Fantasy-Werke veröffentlicht, doch der enorme Erfolg von Der Hobbit und Der Herr der Ringe entfachte ein tiefes Interesse am Fantasy-Genre und löste schließlich eine Lawine neuer Fantasy-Bücher und -Autoren aus. Infolgedessen wurde Tolkien im Volksmund als "Vater" der modernen Fantasy-Literatur bezeichnet und gilt weithin als einer der einflussreichsten Autoren aller Zeiten.