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Anna Gavalda (* 1970 in Boulogne-Billancourt, Hauts-de-Seine) ist eine französische Schriftstellerin. Die Zeitschrift Voici bezeichnete Anna Gavalda als „eine entfernte Nachfahrin von Dorothy Parker“. Sie wurde in einem Pariser Vorort der Oberschicht geboren und arbeitete später als Französischlehrerin am Gymnasium.

Werk

Im Jahr 1999 erschien eine Sammlung ihrer Kurzgeschichten unter dem Titel "Je voudrais que quelqu'un m'attende quelque part", die sowohl von der Kritik als auch kommerziell erfolgreich war und sich in ihrem Heimatland Frankreich mehr als eine dreiviertel Million Mal verkaufte und im Jahr 2000 mit dem Grand prix RTL-Lire ausgezeichnet wurde. In Deutschland wurde es unter dem Titel "Ich wünsche mir, dass irgendwo jemand auf mich wartet." mit großem Erfolg veröffentlicht. Das Buch wurde sehr gelobt und ist weltweit in mehreren Sprachen in Bibliotheken und Schulen zu finden.

Gavaldas erster Roman Je l'aimais (Ich habe sie geliebt) wurde im Februar 2002 in Frankreich und später in mehreren Sprachen übersetzt. Inspiriert durch das Scheitern ihrer eigenen Ehe, wurde auch dieser Roman ein großer literarischer Erfolg und ein Bestseller.

Es folgte der kurze (96 Seiten) Jugendroman 35 kilos d'espoir (35 Kilo Hoffnung.), den sie nach eigenen Angaben schrieb, „um denjenigen meiner Schüler Tribut zu zollen, die in der Schule Trottel waren, aber ansonsten fantastische Menschen“.

2004 erschien ihr dritter Zusammen ist man weniger allein (Ensemble, c'est tout), in dem es auf 600 Seiten um das Leben von 4 Personen geht, die in einem Mehrfamilienhaus leben: ein junger Künstler, der sich abmüht und nachts als Reinigungskraft arbeitet, ein junger aristokratischer Außenseiter, eine Köchin und eine ältere Großmutter.

Ihr Roman "Zusammen ist man weniger allein" wurde 2007 verfilmt und "Ich habe sie geliebt" mit Daniel Auteuil und Marie-Josée Croze wurde 2009 von Zabou Breitman auf Zelluloid gebannt.

Privates

Anna Gavalda schreibt heute für das Magazin Elle und lebt mit ihren beiden Kindern auf einem Bauernhof in Melun bei Paris. Sie liest keine Zeitung, hört kein Radio und besitzt keinen Fernseher.