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Herta Müller (* 1953) ist eine rumäniendeutsche Schriftstellerin, Lyrikerin, Essayistin und Trägerin des Literaturnobelpreises 2009. Sie wurde in Nițchidorf im Kreis Timiș in Rumänien geboren; ihre Muttersprachen sind Deutsch und Rumänisch. Seit Anfang der 1990er Jahre hat sie sich international etabliert, und ihre Werke wurden in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt.

Müller ist bekannt für ihre Werke, in denen sie die Auswirkungen von Gewalt, Grausamkeit und Terror schildert, meist vor dem Hintergrund der Sozialistischen Republik Rumänien unter dem repressiven Regime von Nicolae Ceaușescu, das sie selbst erlebt hat.

Viele ihrer Werke werden aus der Sicht der deutschen Minderheit in Rumänien erzählt und sind auch eine Darstellung der modernen Geschichte der Deutschen im Banat und in Siebenbürgen. Ihr viel beachteter Roman „Atemschaukel“ aus dem Jahr 2009 schildert die Deportation der deutschen Minderheit Rumäniens in sowjetische Gulags während der sowjetischen Besatzung Rumäniens, wo sie als deutsche Zwangsarbeiter eingesetzt wurden.

Müller hat bisher mehr als zwanzig Auszeichnungen erhalten, darunter den Kleist-Preis (1994), den Aristeion-Preis (1995), den International Dublin Literary Award (1998) und den Franz-Werfel-Menschenrechtspreis (2009).

Im Oktober 2009 gab die Schwedische Akademie bekannt, dass ihr der Nobelpreis für Literatur verliehen wurde, und beschrieb sie als eine Frau, „die mit der Konzentration der Poesie und der Offenheit der Prosa die Landschaft der Besitzlosen beschreibt“.
Im selben Jahr war Müllers Roman "Atemschaukel" für den Deutschen Buchpreis nominiert und gelangte ins Finale der besten sechs Romane.