Gerhard Wisnewski hat – mit „Verheimlicht, vertuscht, vergessen. Was 2011 nicht in der Zeitung stand“ – wieder seinen ganz eigenen Jahresrückblick geschrieben und steht damit erneut in den Bestsellerlisten. Mit 2011 blickt er zurück auf ein schnelllebiges, von Katastrophen geprägtes Jahr.
Was er schreibt, erinnert manchmal an wildeste Verschwörungstheorien. Denn Gerhard Wisnewski behauptet, dass die sogenannte Wahrheit austauschbar und medial ausgeblendet sei. Die Wahrheit betrifft in diesem Fall Dinge, die weltpolitisch eine große Rolle spielen. Hier geht es nicht um Kleinigkeiten, hier geht es um Ereignisse, die den Lauf der Geschichte verändern. weiterlesen »
Paul Austers Roman „Unsichtbar“ nimmt den Leser mit auf die Reise in eine Scheinwelt. Eine, die im Spannungsfeld steht zwischen Fiktion und Wirklichkeit und die eigene Wahrnehmung in Frage stellt.
Paul Auster, US-Amerikaner, Jahrgang 1947, arbeitet nunmehr seit Jahrzehnten als Schriftsteller. Sein Umgang mit der Zeitgeschichte, sein Hang zu tragischen Figuren und unerwarteten Wendungen sind zu seinen Erkennungsmerkmalen geworden. Einer der führenden amerikanischen Schriftsteller, der besonders in Deutschland und Frankreich beliebt ist. weiterlesen »
Die aktuelle Spiegel-Bestsellerliste im Bereich Sachbuch führt ein Buch an, bei dem der Leser schwankt zwischen Lachen, Fremdschämen und Selbstfindung – der grandiose Nachfolger über peinliche SMS von „Du hast mich auf dem Balkon vergessen“
Wer die Nacht zum Tag macht und den einen oder anderen über den Durst trinkt, der sollte sein Mobiltelefon besser nicht in greifbarer Nähe haben. Neben der fast schon zum Standard gewordenen Beischlafaufforderung an den Ex-Partner, gibt es auch andere peinliche SMS, die man praktisch schon bereut, wenn man die Taste zum Senden drückt.
Aber auch wenn der Promille Gehalt überschaubar bis nicht vorhanden ist kann es vorkommen, dass man peinliche SMS verschickt, die einem normalerweise nie über die Finger gleiten würden. Zum Glück sind viele dieser kostbaren kleinen Schätze in so manchem Telefonspeicher erhalten geblieben. weiterlesen »
Der Schriftsteller und Filmemacher Robert Bober hat einen neuen „Roman“ veröffentlicht, den er auf den mysteriösen Titel „Wer einmal die Augen öffnet, kann nicht mehr ruhig schlafen“ taufte.
Robert Bobers Karriere begann als Assistent des Meisterregisseurs Francois Truffaut und er hat nun mit „Wer einmal die Augen öffnet, kann nicht mehr ruhig schlafen“, seinen dritten Roman veröffentlicht. In seinem neuen Buch nimmt Robert Bober den Leser mit auf eine Zeitreise, die uns zunächst ins Paris der 60er Jahre führt. In seinen anderen Büchern findet man den Autor zwar auch in den von ihm beschriebenen Figuren wieder, doch noch nie ließ Robert Bober einen so nah an sich heran. Er stellt Francois Truffaut sich selbst als Charakter (als Assistent) an die Seite, beschreibt das Buch aber aus einer anderen Perspektive, der Perspektive des jungen Bernard Appelbaum.
Robert Bobers, der mittlerweile schon 80 Jahre alt ist, wurde erfolgreich und bekannt als Dokumentarfilmer. Anfang der 90er Jahre veröffentlichte er sein Romandebut „Was gibt es neues vom Krieg“, in dem er die Nachkriegswelt in einem kleinen Pariser Schneideratelier beschrieb. Im Jahr 2000 folgte der zweite Roman „Berg und Beck“. Nun ist sein drittes Werk erschienen, bei dem man auch wieder merkt, dass ihn die Vergangenheit nicht loslässt.
In „Wer einmal die Augen öffnet,…“ lernt man den 20 jährigen Bernard Appelbaum kennen, der 1962 als Statist in dem, wie wir jetzt wissen, sehr berühmten Truffaut-Film, „Jules et Jim“, mitspielen darf. weiterlesen »
Nach dem Erfolgsroman „Middlesex“ meldet sich Jeffrey Eugenides mit „Die Liebeshandlung“ zurück.

Der neue Roman des spätestens seit „Middlesex“ bekannten Autors, Jeffrey Eugenides, wurde lange erwartet. Einige Leser sind enttäuscht, aber man darf bei diesem neuen Roman, auch wenn er daran sieben Jahre gearbeitet hat, nicht so ein Mammut-Werk, wie „Middlesex“, erwarten. „Die Liebeshandlung“, die zwischen den Jahren 1982-83 spielt, ist die Dreiecks-Beziehungs-Geschichte zwischen den jungen Akademikern Madeleine, Mitchell und Leonard. Sie ist eine Auseinandersetzung mit dem klassischen viktorianischen Liebesroman, aber gleichzeitig auch der Versuch, eine viktorianische Liebeshandlung à la Jane Austen, ins 20 Jahrhundert zu übertragen.
Jeffrey Eugenides, der 1960 geborene Schriftsteller, stammt aus Detroit. Ihm gelang der Durchbruch mit dem Roman „Die Selbstmord-Schwestern“. Weltweite Anerkennung bekam er allerdings erst für „Middlesex“. In „Middlesex“, wofür ihm auch der Pulitzer Preis verliehen wurde, hat Eugenides die Einwanderungsgeschichte einer griechischen Familie in die USA, mit der eindrucksvollen Gender Story eines Hermaphroditen, verbunden. Nun ist nach sieben Jahren Stille endlich der langersehnte dritte Roman veröffentlicht worden, „Die Liebeshandlung.“ weiterlesen »
Eugen Ruge hat mit seinem Debütroman, der teilweise autobiographische Züge hat, aber auch eine deutsche Familiengeschichte der letzten 50 Jahre ist, die Kritiker überrascht.
„In Zeiten des abnehmenden Lichts“ ist Eugen Ruges erster Roman. Der 57 jährige erhielt sogar, obwohl sein Buch erst im Herbst 2011 erschienen ist, schon 2009 für sein Romanmanuskript den Alfred Döblin Preis. Dies beschaffte ihm noch beste Aussichten auf den Deutschen Buchpreis, der ihm dieses Jahr auch verliehen wurde. Wie viele sagen, sei sein Roman die perfekte Mischung für den Deutschen Buchpreis gewesen, da es sich bei „In Zeiten des abnehmenden Lichts“ um ein Stück deutsche Geschichte in Form eines Familienromans handelt.
Der Roman erzählt eine Familiengeschichte, die über vier Generationen geht. Beginnen tut sie bei Charlotte und Wilhelm, die während des Zweiten Weltkriegs nach Mexiko geflüchtet waren, und nun in den fünfziger Jahren wieder nach Deutschland zurückkehren. Als überzeugte Kommunisten, möchten sie am politischen Geschehen der DDR teilhaben. Ihr Sohn Kurt, der 15 Jahre in einem Arbeitslager gefangen war, folgt ihnen in den siebziger Jahren, mit seiner russischen Frau Irina. Ihre beiden Söhne, von denen einer Alexander, das Alter-Ego des Autors, ist, verbringen ihre Kindheit und Jugend in einem mehr oder wenigen gewöhnlichen Elternhaus in der DDR. Als jedoch 1989 die Grenze fällt, geht Alexander in den Westen. Die letzte Generation in „In Zeiten des abnehmenden Lichts“ ist der jugendliche Markus, Alexanders Sohn.
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David Nicholls’ Roman „Zwei an einem Tag“ erschien bereits 2009, stürmt bei uns aber gerade die Bestsellerlisten – Nicht zuletzt dank der Verfilmung, die am 03. November mit Anne Hathaway in den Kinos gestartet ist.
In „Zwei an einem Tag“ erzählt David Nicholls die Geschichte zweier Menschen, die eigentlich zusammengehören, dies jedoch erst nach Jahren voller Enttäuschungen und verpassten Chancen selbst begreifen. Was zunächst wie eine seichte Liebesgeschichte daherkommt, entpuppt sich so bei näherem Hinsehen als unterhaltsamer Blick auf das menschliche Unvermögen, das zu erkennen, was eigentlich am naheliegendsten wäre, und gibt dem Leser die Aufgabe, auch einmal über sich selbst nachzudenken.
Mit 20 ist es nichts Ungewöhnliches, eine ganze Nacht gemeinsam mit Jemandem zu verbringen, den man gerade erst kennengelernt hat. Und so ist auch erst einmal nichts dabei, dass Emma und Dexter am darauf folgenden Tag sogleich wieder getrennte Wege gehen. Doch obwohl – oder gerade weil? – die beiden höchst unterschiedlichen Persönlichkeiten so wenig voneinander wissen, können sie einander in den Folgejahren nicht vergessen.
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Die Geschichte von „Das war ich nicht“ klingt zunächst wie ein schlechter Witz. Treffen sich ein Banker, eine Übersetzerin und ein alternder Schriftsteller in Chicago.
In „Das war ich nicht“ erzählt Kristof Magnusson die Geschichte von drei Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und doch miteinander verbunden sind. Mit einem immer wieder wechselnden Ich-Erzähler, entfaltet er eine raffinierte, schnelle und für den Leser glaubhafte Geschichte, aus der Perspektive der drei Hauptfiguren. Eindrucksvoll verknüpft er auch ganz nebenbei und mit Leichtigkeit die Finanzkrise mit den Charakteren, die ironischer Weise, als Magnusson an dem Buch schrieb, noch gar nicht ihre zerstörerische Kraft entfaltet hatte.
Meike, eine junge deutsche Übersetzerin aus Hamburg, hat die Notbremse gezogen. Sie hat sich von ihrem Freund getrennt und ist von Hamburg aufs Land gezogen. Dort wartet sie darauf, dass Henry LaMarck, ein berühmter amerikanischer Schriftsteller, seinen großangekündigten Roman zu Ende bringt, denn sonst ist sie pleite. Henry LaMarck hat mit dem Schreiben aber noch gar nicht angefangen, da er eine Schreibblockade, eine Schaffenskrise hat.
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„Drachenläufer“ ist eine Erzählung über Freundschaft, Schuld, Verantwortung, Treue und Verrat, die in die Geschichte Afghanistans von den 70ern bis 2001 eingebettet ist.
„Drachenläufer“ dreht sich um das Schicksal zweier Jungen Afghanen. Amir und Hassan, zwar unterschiedlicher ethnischer und auch sozialer Herkunft, verbindet eine tiefe Freundschaft. Tiefer als man am Anfang weiß. Khaled Hosseini, selber afghanischer Emigrant, schreibt in seinem 2003 erschienen Buch eine flüssige, an die Nieren gehende Geschichte, die man erst aus der Hand legt, wenn man die 300 Seiten durch hat.
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Im Jahre 1957 wurde “On the Road”, von Jack Kerouac, veröffentlicht. Es gibt bis heute wenige Bücher die eine ganze Generation beeinflusst haben. “On the Road” gehört dazu.
Jack Kerouac’s „On the Road“ (oder dt. Unterwegs) beschreibt die rastlose Reise eines jungen Mannes, der vom Amerika der späten 1940ern müde war. Die Geschichte wurde durch ihr rasantes Tempo, die schrägen Charaktere und das rauschhafte Suchen nach dem wahren amerikanischen Traum, zum Manifest einer Generation, der „Beat Generation.“ Erstmals ist letztes Jahr, nach gut 50 Jahren, die Urfassung von „Unterwegs“ erschienen. So wie Kerouac es haben wollte. weiterlesen »