Büchervielfalt

Für Leseratten & alle die lesen können
 


„Der Historiker“ von Elizabeth Kostova ist ein Roman, der verschiedene Genres wie Abenteuer, Mystery, Historie und Thriller miteinander vermischt und dem Leser vor Augen führt, wie eng Vergangenheit und Gegenwart miteinander verknüpft sein können.

In „Der Historiker“ berichtet die U.S.-amerikanische Autorin Elizabeth Kostova aus dem Blickwinkel  einer Geschichtswissenschaftlerin von verschiedenen Schicksalen, die zwar durch die Zeit voneinander getrennt sind, aber trotzdem auf verschiedenste Weise miteinander verbunden werden. Das Buch mischt geschickt historische Fakten mit schauerlicher Fiktion, sodass die Grenzen zwischen dem Realen und dem nur Vorstellbaren immer mehr verschwimmen.
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“Die magische Bibliothek” ist ein ziemlich unbekanntes Buch vom doch einigermaßen bekannten Autor Michael Siefener. Obwohl es erst 2006 auf den Markt kam, kann man es jetzt nur noch über kleine Händler oder eben gebraucht kaufen. Zu Unrecht! Denn “Die magische Bibliothek” ist eine spannende und mitreißende Verbeugung vor den Altmeistern des Grusels und Horrors. Also, solltet ihr die Gelegenheit haben, dieses Buch zu erwerben, kann ich euch nur dazu raten… ;-)

Cover zu “Die magische Bibliothek” © MedusenblutDer Rechtsanwalt Albert Moll ist ein echter Büchernarr. Am wohlsten fühlt er sich in Gruselgeschichten. Eines Tages ruft ihn der geheimnisvolle Graf Roderich von Blankenstein auf sein Schloss in die Eifel. Dieser will sein Testament aufsetzen. Schon hier fühlt sich Moll in eine seiner liebsten Geschichten hineingezogen. (Na, kommt es euch auch bekannt vor? Richtig, Dracula!)

Zwei mysteriöse Frauen betören ihn und er erfährt von einer magischen und rätselhaften Bibliothek, in der sich alle seine liebsten Bücher befinden sollen…

Immer mehr gerät Moll, der eigentlich eher der ruhige, zögerliche Typ ist, in den Bann einer Geschichte, die ihm in der Handlung merkwürdig bekannt vor kommt. Autor Michael Siefener schafft es hier gekonnt bekannte und auch weniger bekannten Zitate aus der klassischen Grusel-Literatur einzubauen, von Stoker über Lovecraft bis hin zu Poe ist alles dabei. weiterlesen »


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Eines der klassischen Horrormotive ist wohl der Vampir und Bram Stoker hat 1897 ihren literarischen Übervater erschaffen. Dieses Thema ist so häufig in Literatur und Film “verwurstet” worden, manchmal gut, manchmal schlecht, aber keiner kommt wirklich an das Original heran.

Der irische Schriftsteller Bram Stoker hat mit “Dracula” zum ersten Mal in der Geschichte der Weltliteratur der untoten blutrünstigen Sagengestalt eine Seele verliehen und so eine gewisse Tragik mit dieser Figur erschaffen.

Fürst Vlad, “Der Pfähler” © jim snapper1980 hörte Stoker das erste Mal von der Legende des rumänischen Fürsten Vlad III. Draculea, der auch “der Pfähler” genannt wurde. Basierend auf seiner Lebensgeschichte entwickelte er die Figur Dracula.

Das Buch hat nicht nur einen Erzähler, sondern setzt sich aus einer Ansammlung von fiktiven Briefen, Zeitungsartikeln und Tagebucheinträgen zusammen. So verleiht er der Geschichte eine gewisse Authenzität, da es wie eine Quellensammlung wirkt.

Der Londoner Rechtsanwalt Jonathan Harker reist, um dem Grafen Dracula ein Haus in London zu verkaufen, nach Transylvanien in dessen Schloss. Dort wird er festgehalten und wird Zeuge der seltsamsten Dinge.

Währenddessen reist Dracula in seinem Sarg nach London. Die Verlobte Harkers, Wilhelmina “Mina” Murray, ist dort bei ihrer Freundin Lucy Westenra zu Besuch. Als die Geschehnisse immer merkwürdiger werden, ruft man Professor Abraham van Helsing auf den Plan, der natürlich sofort auf Vampirjagd geht…

Stoker stellt hier das mystische Element des Grafen der Wissenschaft und der Technik gegenüber, wovon gerade die Menschen im ausgehenden 19. Jahrhundert besonders fasziniert waren.

Cover zu Bram Stokers “Dracula”Die tragische Figur des Grafen Dracula, der getrieben durch die Jahrhunderte nach Erlösung sucht, hat über hundert Jahre lang die Leute in seinen Bann gezogen. Nicht zuletzt wohl wegen der erotischen Komponente des verführerischen und zugleich abstoßend wirkenden Dracula, welche für das prüde viktorianische England einem Skandal gleichkam.

Das Buch chanchiert zwischen Liebesgeschichte, Abenteuerroman, Schauer- und Gruselmärchen und begeistert auch heute noch mit seinem unverwechselbaren Stil.

Ein echter zeitloser Klassiker und eine erneute Bestätigung, dass das Original meistens doch das Beste ist.


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