Büchervielfalt

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Archiv: Science Fiction

Auch Schullektüre kann manchmal sehr spannend werden: “Das Haus der Treppen” ist ein Thriller für Jugendliche, der in einer spannenden Geschichte die Individualität des Menschen bezeichnet.

Wir mussten das Buch in der achten Klasse lesen: “Das Haus der Treppen” von William Sleator, von dem wir Schüler erstmal naserümpfend dachten, es sei ein langweiliger Schmöker, der nur geschrieben worden war, um uns Schüler zu langweilen. Aber völlig falsch gedacht. Der Science-Fiction-Roman beschreibt eine Welt, die nur aus Treppen besteht und in der sich fünf Jugendliche treffen, die sich vollkommen voneinander entscheiden. Und es gibt eine Essensmaschine. weiterlesen »

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Tausende von Science Fiction Fans auf der Welt haben die Space Saga um den Inhibitor-Zyklus verfolgt. Mit “Aurora” kehrt Autor Alastair Reynolds nun in dieses Universum zurück und beweist wieder einmal, dass er einer der ganz Großen des Genres ist.

Man muss die Vorgänger nicht gelesen haben um “Aurora” zu verstehen, denn das Buch funktioniert auch als eigenständiger Roman. Allerdings ist hier und da, gerade hinsichtlich so mancher Begriffe, ein wenig Vorkenntnis schon hilfreich.

In weiter Ferne liegt der Planet Yellowstone, um den das sogenannte Glitzerband kreist. Dieses ist ein Zusammenschluss von 10.000 Habitaten, die wie unabhängige Städte funktionieren, alle mit einer unterschiedlichen Kultur und unterschiedlichen Ansichten. Sie alle eint nur das System einer radikalen Demokratie. D.h. jede Staats- und Organisationsform ist erlaubt, solange das Volk demokratisch darüber abstimmen kann. Und so gibt es also gewählte Tyranneien, sehr besonnen demokratische Habitate oder auch solche, die einfach zur Unterhaltung ausgewählte Bürger ermorden lassen.

Über all diese Systeme wacht die Organisation Panoplia unter der Leitung von Oberpräfektin Jane Aumonier, die dafür sorgt, dass die demokratischen Regeln auch eingehalten werden. Jedoch sind auch diese teils durch eigenes Verschulden, teils durch bürokratische Regeln in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt. weiterlesen »

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Dieses Jahr mussten wir uns von einem der populärsten Schriftsteller unserer Zeit verabschieden: Michael Crichton. Im Alter von 66 Jahren verstarb der Schöpfer von “Jurassic Park” im November. Grund genug sich sein letztes Buch mal näher zu Gemüte zu führen.

Next” heißt das gute Stück, nur leider muss man sagen, dass er sich mit diesem Buch nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat. Denn die Geschichte verliert sich im Verlaufe des Werks immer mehr und man hat das Gefühl, dass Crichton erst am Ende einfiel, dass da ja noch eigentlich eine Story war. Vielleicht war er aber beim Schreiben auch schon so von seiner Krankheit gezeichnet, dass er einfach nur so schnell wie möglich der Welt ein Thema nahe bringen wollte, das ihm persönlich wichtig war, denn dieses ist wirklich brisant und hochaktuell. Es geht um Genmanipulation, Genexperimente und den Wert der menschlichen Gene an sich. weiterlesen »

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Beim Namen Fritz Leiber dürfte bei so manchen Science-Fiction- und Fantasy-Fans das Herz höher schlagen. Nicht umsonst gilt er als einer der Väter des modernen Horror und des Fantasygenres. Neulich habe ich also mal wieder in meinem Bücherregal, besser in dem meines Freundes ;-), gekramt und einen echten Klassiker herausgefischt: “Die programmierten Musen” eben von Fritz Leiber.

In seinem Roman erzählt er die Geschichte des „Gesellen-Autoren“ Gaspard de la Nuit, der in einen Konflikt globalen Ausmaßes hineingezogen wird. Mit seinem Roboter-Kollegen Zane Gort erlebt er den Streik der Autoren, die sich weigern, die Wortmaschinen weiter zu pflegen. Autoren sind die Mechaniker gewaltiger Maschinen geworden, die im Auftrag mächtiger Verlage „Wortschmalz“ herstellen.

„Wortschmalz“ werden die Geschichten genannt, die ohne tiefe Bedeutung hypnotische und emotionale Wirkung bei dem Auslösen, der diese Geschichten liest. Da kein vergangener Autor in der Lage war, mit den Wortmaschinen gleichzuziehen, wenn es um bedeutungslose, triviale Literatur ging, wurden die Autoren kurzerhand zu den Handlagern der Wortschmalz-Maschinen. weiterlesen »

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Ein Science-Fiction-Buch der ganz anderen Sorte, das mich in letzter Zeit sofort überzeugt hat, ist “Er, Sie und Es” von Marge Piercy. Es bewegt sich in großen Teilen jenseits der üblichen Handlungs- und Erzählweise und schafft so das Genre zu bereichern.

Viele behaupten es sein “feministische Science-Fiction“. Das halte ich aber für ziemlich überzogen, denn nur, weil die Hauptpersonen Frauen sind, spielen die Geschlechter hier sonst keine wesentliche Rolle. Nein, ganz andere Dinge stehen hier im Vordergrund! Marge Piercy verabschiedet sich nur von dem Klischee des muskelbepackten Weltraumhelden. Und in diesem Fall ist ja auch nicht von “maskuliner Science-Fiction” die Rede… 😉 weiterlesen »

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Mittlerweile gibt es bereits vier Teile (der fünfte erscheint bald auf Deutsch) um die Jurisfiktions-Agentin Thursday Next. Bereits der erste Teil mit dem Titel “Der Fall Jane Eyre” des walisischen Schriftstellers Jasper Fforde ist extrem gut gelungen.

Seine Geschichten sind eine geniale Mischung aus Fantasy, Humor, Sci-Fi und Krimi. Zudem ist es eine Ode an die Welt der Bücher.

Der Autor Jasper Fforde führt uns in ein fiktives Paralleuniversum, das gar nicht so verschieden von unserem eigenen ist, nur ist die Geschichte einfach anders verlaufen: Seit 130 Jahren befindet sich England im Krimkrieg mit Russland, das immer noch seine Zaren hat. Wales ist eine unabhängige Volksrepublik. Genetisch dublizierte Dodos sind bei weitem keine Seltenheit und Zeppeline fungieren als das Hauptverkehrsmittel. weiterlesen »

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Neulich fiel mir mal wieder ein echter Science-Fiction-Klassiker aus Zufall in die Hände. Der Auftakt zur gleichnamigen Buchreihe “Rendezvous mit Rama” (Titel der Neuauflage, ursprünglich: “Rendezvous mit 31/439″) vom Meister der Hard-Sci-Fi Arthur C. Clarke begeistert vor allem durch seine Zeitlosigkeit, seinen klaren Schreibstil und seine deutlichen Bilder.

Dieser erste Teil ist wirklich genial! Doch, wie das häufiger so ist, die Nachfolger fallen dann etwas mau aus. In diesem Fall kann man das aber dem Autor nur bedingt vorwerfen, da nach dem ersten Buch A.C. Clarke an einer schweren Krankheit litt und diese nur knapp überlebte. Danach ließ er andere Autoren in seinem Auftrag für ihn schreiben. Und natürlich mussten auch kommerzielle Fortsetzungen zu “Rendezvous mit Rama” her, die vom Autor eigentlich nicht geplant waren.

Teile 2-4 sind deshalb so wenig gelungen, da sie den Ansatz von Clarke selbst ignorieren. “Rendezvous mit Rama” sollte eine bewusste Rückkehr zur Wissenschaft in der Science-Fiction sein und somit ein Gegenstück zu den Seifenopern der moderneren Formen des Genres. weiterlesen »

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Was liegt näher als mit seinem unermesslichen großen Intellekt die Weltherrschaft an sich zu reißen? Genau das versucht der junge Cardel, denn er ist ein “Teuflisches Genie”. Und die australische Autorin Catherine Jinks schildert diese spannende Geschichte mit einer guten Portion rabenschwarzem Humor.

Hinter dem sieben Jahre alten Jungen Cadel Piggott versteckt sich ein gefährliches Genie, denn sein liebstes Hobby ist es Systeme zu analysieren und diese dann zu vernichten. So ist kein Computernetzwerk vor dem Kleinen sicher und seine Lehrer und Adoptiveltern sind machtlos. Diese bringen ihn aus Verzweiflung bei dem Psychologen Dr. Roth unter, der Cadel doch bitte beibringen soll, dass Computer nicht verwendet werden dürfen um Böses zu tun. weiterlesen »

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Einigen von euch sind sicherlich noch gut die russischen Überraschungs-Kino-Hits “Wächter der Nacht” und “Wächter des Tages” im Gedächtnis. Der Schöpfer dieser Geschichten ist der russische Autor Sergej Lukianenko, der in seinem Heimatland langsam aber sicher zum Kult avanciert.

Doch Lukianenko kann auch anders. Geht die Wächter-Reihe (dazu in nächster Zeit mehr) eher in die Richtung Fantasy und Mystery, so kann man im Arsenal des Autors aber auch auf einige erstklassige Science-Fiction-Stories treffen. weiterlesen »

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Die Internet-Kriminalität könnte in Zukunft so aussehen: Orks und andere Monster überfallen Banken in Online-Rollenspielen. Das glaubt ihr nicht? Doch, was zunächst sehr lächerlich und absurd klingt könnte wirklich real werden. So zeigt es jedenfalls der Autor Charles Stross in seinem Buch “Halting State” auf.

Dieses Buch ist in den aktuellen Medien fast unbeachtet geblieben und somit ein echter Geheimtipp. Stross gelingt es meisterhaft skurrile und absurde Elemente mit realem fundierten Fachwissen zu verknüpfen. So ist “Halting State” einerseits eine humorvolle Unterhaltung, andererseits aber auch eine irgendwie erschreckende Zukunftsvision: Ein Staat voller Überwachung, in dem die Online-Kriminalität sich mit immer neuen Wegen perfektioniert hat. Schäuble würde es wohl freuen.

Getarnt in einem Online-Rollenspiel à la World of Warcraft brechen virtuelle Charaktere in eine Bank ein und knacken die Datenbank. weiterlesen »

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