Büchervielfalt

Für Leseratten & alle die lesen können
 


Cover zu “Glückseligkeit” © Klett-CottaHeute geht die Frankfurter Buchmesse zu Ende. Dieses Jahr war die Türkei das Gastland der Messe. Zu diesem Anlass möchte ich euch das türkische Buch vorstellen, das mich in letzter Zeit am meisten beeindruckt hat: “Glückseligkeit” von Zülfü Livaneli.

Livaneli ist in der Türkei heute ein angesehender Sänger, Filmemacher und Autor. Er ist einer, der sich vehement auch immer wieder politisch einsetzt. Dabei steht er deutlich links. Eine Zeit lang war er auch Mitglied des türkischen Parlaments und setzte sich immer wieder für eine Aussöhnung zwischen der Türkei und Griechenland ein. Aus Protest gegen die Parteienlandschaft trat er schließlich von seinen Ämtern zurück. Anfang der 1980er Jahre musste er einige Jahre wegen seiner politischen Ansichten ins Exil gehen.

Sein Roman “Glückseligkeit” und der dazugehörige Film war in der Türkei ein Riesenerfolg, gleichzeitig aber auch vielen aufgrund der Thematik ein Dorn im Auge. weiterlesen »


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Bereits im Vorfeld wurde von den Medien, auch im Zusammenhang mit der IFA, ein riesen Rummel um die Zukunft des Buches gemacht. Klar, dass die neue Generation der E-Books auf der Frankfurter Buchmesse nicht fehlen darf.

Im Vergleich zum Presseinteresse sind die Stände der E-Books auf der Messe dann aber doch relativ klein geraten. Doch es werden dafür dann gleich E-Books von unterschiedlichen Herstellern und in verschiedenen Designs präsentiert. Und, was in anderen Ländern bereits schon seit letztem Jahr auf dem Markt ist, hat bei uns immer noch den Hauch von Zukunftsmusik.

Vergleich E-Books Kindle und Sony © Flickr/ jblyberg

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Plakat des Nobelpreisträgers Orhan Pamuk © Frankfurter BuchmesseNun ist es endlich wieder so weit: Die größte Fachmesse rund um das Thema Bücher hat in Frankfurt wieder ihre Tore geöffnet, bis Freitag erst einmal nur für Fachpersonal und dann das Wochenende über für alle Leseratten und Buchinteressierten.

Begonnen hatten die Feierlichkeiten rund um die Frankfurter Buchmesse ja bereits am Montag mit der Vergabe des Deutschen Buchpreises 2008. Gestern fand dann die Eröffnungs-Pressekonferenz statt, auf der neben Außenminister Steinmeier auch so illustre Gäste wie der brasilianische Autor Paulo Coelho oder Nobelpreisträger Orhan Pamuk sprachen.

Letzterer vertrat den “Ehrengast” der diesjährigen Messe, die Türkei. Unter dem Motto “Türkei – Faszinierend farbig” präsentieren sich über 100 türkische Verlage auf einer Fläche von rund 4.000 m². Drum herum gibt es natürlich noch viele Sonderveranstaltungen wie ein kulturelles Programm und Lesungen. Und natürlich wird auch viel diskutiert werden, wie über den EU-Beitritt der Türkei oder etwa die dort immer noch herrschende staatliche Zensur und wie sich Schriftsteller dagegen wehren. weiterlesen »


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And the winner is… Uwe Tellkamp! Gestern abend wurde er endlich zum Auftakt der Frankrfurter Buchmesse (offizielle Eröffnung morgen, dann natürlich dazu mehr ;-) ) vergeben, der Deutsche Buchpreis 2008 des Börsenverein des Deutschen Buchhandels.

Seit fast einem Monat ist die Shortlist nun bekannt. Jetzt steht der Sieger also endlich fest. Für viele, die sich mit dem Kultur- und Literaturbetrieb beschäftigen, mag das nicht sehr überraschend gewesen sein, denn schon in der letzten Woche zeichneten sich bei den meisten Kritikern zwei Favoriten ab, Uwe Tellkamp und Dietmar Dath, den ich ja bevorzugt hätte. Nun kann sich aber Uwe Tellkamp für sein Werk “Der Turm” über die 25.000 Euro Preisgeld freuen.

Uwe Tellkamp: Gewinner des Deutschen Buchpreises 2008 © Claus Setzer

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Gestern lief der Film “Der ewige Gärtner” auf Sat1 und ich wurde wieder an das gleichnamige wunderbare Buch von John Le Carré erinnert. Es ist ein schockierendes und aufrüttelndes Werk, eben so wie der Film, der einem das grausame Ausbeuten von ärmeren Ländern unserer westlichen Welt drastisch vor Augen führt.

Wir alle ruhen uns auf dieser Ausbeutung aus und können gleichzeitig nicht anders. Und genau diesen Zynismus konnte man auch gestern vor der Glotze wieder sehen. Am Ende, als man gerade kranke, hungernde, afrikanische Kinder sah, blendete der Sender eine Vorschau für den “Prinz von Zamunda” ein und zwischendrin konnte man natürlich wieder den Produktinformationen lauschen, die sich zum Teil auch noch um Medikamente und andere Dinge drehten, die mit größter Wahrscheinlichkeit auch auf Kosten Afrikas oder Südamerikas zu uns nach Hause kommen.

Okay, aber erst mal zur Story: Im Nairobi des Jahres 2000 tummeln sich elitäre britische Diplomaten, abgeschottet von Hunger und Elend um sie herum. Diese Welt wird scheinbar erschüttert als die Leiche der engagierten Tessa Quayle grausam zugerichtet in der Wildnis gefunden wird. Sie war die Frau des Diplomaten Justin Quayle und hat, ohne, dass ihr Mann davon wusste, auf eigene Faust gegen die üblen Machenschaften eines Pharmakonzerns ermittelt. weiterlesen »


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Same pocedure as every year… Alle Jahre wieder wird er vergeben: Der Nobelpreis. Und jedes Jahr ist es doch wieder eine spannende Angelegenheit. Der diesjährige Literaturnobelpreis ging also an den kosmopolitischen Schriftsteller Jean-Marie Gustave Le Clézio. Doch, sind wir mal ganz ehrlich, bis zum gestrigen Tage kannten ihn wohl nur wenige…

Cover zu Le Clézios Roman “Wüste”Ich muss sagen, ich habe mich ziemlich gefreut. Ich kannte ihn auch nicht, aber habe mir antürlich gleich mal ein paar Auszüge aus seinem Werk besorgt und muss sagen, literarisch und sprachlich wirklich klasse. Zudem freue ich mich immer wieder, wenn Leute diesen Preis bekommen, die ihn auch wirklich “brauchen” können. Ich gönne die mediale Aufmerksamkeit und die eine Million Euro Preisgeld eher jemandem, der sein Leben lang hart für sein Werk und die Literatur gearbeitet hat und vielleicht gerade so ganz gut davon leben konnte, als vielleicht einem Kenneth Roth oder einem John Updike, die es einfach nicht mehr nötig haben. Diese sollten es dann so machen wie Sartre und ihn ablehnen, damit unbekanntere Autoren die Chance haben gefördert werden zu können. weiterlesen »


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Helmut Schmidt wird von vielen, auch nach seiner Amtszeit als Bundeskanzler vor über 25 Jahren (1974 bis 1982), immer noch hoch geschätzt. Er gilt als Staatsmann par excellence. Ich bewundere ihn vor allem deswegen, da er, im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen, auch nach der politischen Karriere nicht still ist und sich einmischt.

Cover zu “Außer Dienst”Und auch, wenn ich in vielen Themen nicht mit Schmidt übereinstimme, er mir in ein paar Punkten zu konservativ ist und ich die allgemeine Ikonisierung der Medien ein wenig zu überzogen finde, hat er dennoch Respekt verdient. Die meisten Politiker sehen in der Politik wohl nur noch eine Karriere, erschleichen sich nach ihrem Amt eine Zukunft in der Wirtschaft und melden sich nie wieder politisch zu Wort. Doch für Helmut Schmidt ist Politik das Wichtigste und eine Art Passion. Das Merkt man deutlich. Nun zieht er in seinem neuesten Buch “Außer Dienst: Eine Bilanz” eine Art Resumée der politischen Lage und Entwicklung Deutschlands und auch seiner eigenen Politik. weiterlesen »


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Lange wurde bereits im Vorfeld über die Biographie des umstrittenen Rappers Bushido diskutiert. Viele regen sich über die Texte auf oder, dass er kein Vorbild für die Jugend sei, etc. Was mich aber am meisten nervt, ist nicht seine Musik oder seine Machosprüche, sondern er ist einfach eine weitere Figur in einem erschreckenden Gesellschaftstrend…

Cover der “Bushido Biografie”Einerseits symbolisiert er das, was wohl einige so toll, als “Prekariat” betitelt haben, und daher ist es verständlich, dass seine Musik sich auch so gut verkauft. Er beschäftigt sich mit Themen, die viele Jugendliche, und es werden immer mehr, nur zu gut kennen. Sie kommen aus schon fast ghettoartigen Wohnsiedlungen, in denen Gewalt, Drogen und das Recht des Stärkeren an der Tagesordnung ist. Und aufgrund unseres wirklich tollen Systems hat niemand wirklich eine Chance daraus auszubrechen. Klar, dass die wenigen, die das schaffen dann große Helden sind. weiterlesen »


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Was gibt es über diesen wohl größten alle Autoren nicht alles für Mythen, Geschichte und Legenden… Gab es William Shakespeare wirklich? War sein Name nur ein Pseudonym einer großen Persönlichkeit? Oder waren es gar mehrer Autoren, die an seinen Werken schrieben? Die Literaturprofessorin Jennifer Lee Carrell fügt all diesen Mutmaßungen nun mehr oder weniger noch eine weitere Episode hinzu.

In ihrem ersten Buch “Die Shakespeare-Morde” geht es um die Shalespeare-Expertin Kate Sheldon, die ein Engagement als Regisseurin am berühmten Globe Theatre in London annimmt. Überraschen bekommt sie von ihrer alten Mentorin, der Literaturprofessorin Rosalind Howard, genannte Ros, Besuch, die ihr von einer großen Entdeckung berichten möchte. Doch dazu kommt sie nicht, denn auf den Tag genau 391 Jahre später, nachdem das Globe zur Zeit von Shakespeare brannte, steht es nun wieder in Flammen und Ros stirbt. Doch nicht durch das Feuer, sondern durch eine tödliche Injektion. weiterlesen »


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Cover zu “Die Greenwich-Chroniken - Die Zeitdiebe”Wer als Eltern einmal Fantasy für seine Kinder sucht, die ohne die üblichen Gemetzelorgien oder kriegerische Aktionen auskommt, ist bei den “Greenwich-Chroniken” der englischen Schriftstellerin Val Tyler genau richtig.

Val Tyler führt im ersten Band der Chroniken mit dem Titel “Die Zeitdiebe” junge und alte Leser in eine faszinierende Parallelwelt zu der unseren, die voller Gegensätze ist.

Wir alle wissen, dass sich sämtliche Zeitzonen der Welt an der Zeit von Greenwich orientieren. Doch dies ist nur möglich, da auf dem nullten Längengrad in London ein Observatorium steht, in dem die Hüter der Zeit über dieses Gefüge wachen. Wir sehen oder hören sie nicht, aber sie helfen uns, damit die Zeit nicht stehenbleibt Der oberste Hüter der Zeit ist Zeitvater Tim, der mit seinem Enkel Tid Mossel, das große Geheimnis um den “Tick” hütet. weiterlesen »


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