James Rollins lässt mal wieder die SIGMA-Force die Menschheit retten. Herausgekommen ist ein bunter Mix aus Mystery, Abenteuer, Fantasy und natürlich satte Action.
“Der Judas Code” ist kein stilistisches Meisterwerk, hat keinen allzu einfallsreichen Plot und ist mit Klischees nur so überzogen. Doch trotz allem hat es was, denn die Action ist mal wieder rasant und die Spannung hält auch, was sie verspricht. Platte Unterhaltung, die einen doch irgendwie mitfiebern lässt…
Auf einer Insel Indonesiens erwacht eine uralte furchtbare Plage, die die ganze Menschheit ausrotten kann. Ein mutierter Killervirus bedroht also mal wieder den Planeten. Klar, dass auch in sowas einige auch ein Geschäftspotential erkennen und so stürzt sich die geheimnisvolle Organisation “Die Gilde“auf die Erforschung des Virus, denn wer ihn besitzt und vor allem kontrollieren kann, hat auch eine große Macht, die man leicht an alle möglichen Terroristen verkaufen kann. Doch dazu braucht man halt auch das Gegenmittel… weiterlesen »
In den letzten Jahren konnten wir uns vor lauter Star-Fernsehköchen ja gar nicht mehr retten. Sie sind mittlerweile zum Teil schon so beliebt wie Popstars und haben ihre eigenen Fangemeinden. Einer der Väter der neuen, jungen und hippen Bewegung der Starköche ist unumstritten Jamie Oliver.
Genau dieser Punkt macht wahrscheinlich auch den Erfolg dieser Köche aus. Sie haben den Fernsehkoch von seinem angestaubten und ein wenig elitären Image befreit und präsentieren in lockerer und zeitgemäßer Atmosphäre einfache Rezepte, bei denen jeder das Gefühl hat, es auch kochen zu können.
Und genau das ist auch der Ziel des “Naked Chef“, wie der Brite Jamie Oliver gern genannt wird. Er will den Leuten klar machen, dass jeder kochen kann. Dies beweist er auch mal wieder in seinem neuesten Buch “Jamies Kochschule”, das hier in Deutschland am 13. November auf den Markt kommt. weiterlesen »
Ein Science-Fiction-Buch der ganz anderen Sorte, das mich in letzter Zeit sofort überzeugt hat, ist “Er, Sie und Es” von Marge Piercy. Es bewegt sich in großen Teilen jenseits der üblichen Handlungs- und Erzählweise und schafft so das Genre zu bereichern.
Viele behaupten es sein “feministische Science-Fiction“. Das halte ich aber für ziemlich überzogen, denn nur, weil die Hauptpersonen Frauen sind, spielen die Geschlechter hier sonst keine wesentliche Rolle. Nein, ganz andere Dinge stehen hier im Vordergrund! Marge Piercy verabschiedet sich nur von dem Klischee des muskelbepackten Weltraumhelden. Und in diesem Fall ist ja auch nicht von “maskuliner Science-Fiction” die Rede…
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Morgen Nacht ist Halloween… Und für alle, die sich gedanklich schonmal darauf einstimmen wollen, oder vielleicht sogar die Nacht lieber mit dem gemütlichen Lesen von schaurig schönen Geschichten verbringen, ist “Die dunkle Saat” von Norman Partridge genau das Richtige.
Die Grundstory des Buches klingt erst mal nach dem üblichen Halloween-Teenie-Horror, doch, was Autor Partridge daraus macht, ist weitaus mehr als Gruselspaß für kleine Mädchen. Es ist intelligenter Horror, der so manches Klischee hinterfragt und einem von der Atmosphäre her das Blut in den Adern gefrieren lässt. Nicht umsonst hat das Buch nach seiner Veröffentlichung in den USA vor zwei Jahren etliche Preis eingeheimst, u.a. den “Bram Stoker Award” für dem besten Roman des Jahres.
Wir befinden uns in einem kleinen Dorf irgendwo in der Pampa der USA, das von der Außenwelt so gut wie abgeschottet ist. Das Dorf lebt allein von der Landwirtschaft, vor allem vom Anbau von Mais. Doch auf rätselhafte sind die Erträge immer gleich hoch, egal was passiert. Dafür zahlen die Bewohner des Dorfes jedes Jahr einen hohen Preis. weiterlesen »
Wer momentan Kulturmagazine oder auch das Feuilleton verfolgt, der kommt an dieser Diskussion nicht vor bei: “Aisha – Das Juwel von Medina”, das aktuelle Werk der US-amerikanischen Autorin Sherry Jones, sorgte schon vor seiner Veröffentlichung für Wirbel.
In den USA weigerte sich der Verlag Random House das Buch aus Angst vor Terror auf den Markt zu bringen (ein anderer Verlag sprang trotzdem ein). In Großbritannien wurde Ende September ein Brandanschlag gegen das Haus des britischen Verlegers verübt, bei dem zum Glück niemand verletzt wurde. Bei uns erscheint das Buch nun am kommenden Montag, den 3. November. Wird es zu einem ähnlichen Chaos kommen? Und warum überhaupt diese heftige Reaktion? weiterlesen »
An dem Erstlingswerk des Spaniers Antonio Garrido mit dem Titel “Das Pergament des Himmels” scheiden sich die Geister: Die einen werfen ihm vor historisch schon sehr von den realen Fakten abzuweichen, die anderen loben wiederum seine spannende Geschichte.
Ich denke, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Will man einfach atmosphärisch und kurzweilig unterhalten werden, ist “Das Pergament des Himmels” genau das Richtige. Geht es einem aber so wie mir und historische Bücher sind nur dann gut, wenn die Recherche auch stimmt, sollte man am besten die Finger davon lassen.
Der Gelehrte Gorgias muss mit seiner Tochter Theresa aus Konstantinopel fliehen und findet im Würzburg der Karolingerzeit eine neues Zuhause. Gerade ist er dabei ein wichtiges Pergament zu übersetzen, doch seine Arbeit wird ihm entwendet und er selbst wird bei dem Überfall schwer verletzt. weiterlesen »
Mittlerweile gibt es bereits vier Teile (der fünfte erscheint bald auf Deutsch) um die Jurisfiktions-Agentin Thursday Next. Bereits der erste Teil mit dem Titel “Der Fall Jane Eyre” des walisischen Schriftstellers Jasper Fforde ist extrem gut gelungen.
Seine Geschichten sind eine geniale Mischung aus Fantasy, Humor, Sci-Fi und Krimi. Zudem ist es eine Ode an die Welt der Bücher.
Der Autor Jasper Fforde führt uns in ein fiktives Paralleuniversum, das gar nicht so verschieden von unserem eigenen ist, nur ist die Geschichte einfach anders verlaufen: Seit 130 Jahren befindet sich England im Krimkrieg mit Russland, das immer noch seine Zaren hat. Wales ist eine unabhängige Volksrepublik. Genetisch dublizierte Dodos sind bei weitem keine Seltenheit und Zeppeline fungieren als das Hauptverkehrsmittel. weiterlesen »
Wer in den letzten Jahren auch nach und nach dem “Wiederaufleben” des britischen Krimis verfallen ist, wird an Glenn Chandlers zweitem Roman um Detective Inspector Steve Madden mit dem Titel “Die Todeskarte” mit Sicherheit seine Freude haben.
2003 erschien der erste Teil “Savage Tide” in Großbritannien und ein Jahr später folgte der gleich der Zweite mit dem Originaltitel “Dead Sight”. Endlich ist dieser nun auch in Deutschland unter dem Titel “Die Todeskarte” erschienen.
DI Madden ermittelt im kleinen Küstenstädtchen Brighton in Südengland. Er ist gerade dabei sich vom Tod seines Sohnes Jason (im ersten Teil) und der Trennung von seiner Frau zu erholen, als ihn Lavinia Roberts anruft, in die er zur Schulzeiten total verschossen war. Diese ist mittlerweile Hellseherin geworden und dadurch für Madden inzwischen alles andere als anziehend. Sie behauptet, dass ein gestriger Kunde von ihr von einer bösen Aura umgeben war und zum Serienmörder werden würde. Zudem berichtet sie von einem toten Kind. Als sie dann noch erzählt Nachrichten von Meddens totem Sohn zu empfangen, glaubt er kein Wort mehr. Er geht und gibt nicht viel auf den Hokuspokus. weiterlesen »
Heute möchte ich mal wieder einen meiner Lieblingsdichter Erich Mühsam zitieren. Es ist schon lustig, wie die Zeiten sich nicht wirklich verändern und der Mensch nicht draus lernt…
Das Gedicht “Erziehung”, immerhin aus dem Jahr 1909 (!) des anarchistischen Dichters aus der bayrischen Räterepublik soll an dieser Stelle mein kleiner Kommentar zur aktuellen Finanzkrise sein.
Erziehung weiterlesen »
Über das neue Buch der Kinderbuchautorin Antonia Michaelis “Die Nacht der gefangenen Träume” überschlagen sich in letzter Zeit die Kritiken. Und zurecht, denn das Buch zieht junge und alte Leseratten zugleich sofort in seinen Bann.
Der dreizehn-jährige Frederic besucht das Elite-Gymnasium St. Isaac. Doch hier fühlt er sich alles andere als wohl, denn die Schule ist doch etwas gruselig und seine Mitschüler sind alle Streber, die keine eigenen Träume und Ideen zu haben scheinen. Alle wirken irgendwie wie programmiert. Die einzige Ausnahme bietet Frederics Mitschülerin Änna, die zwar still ist, aber vor Ideen nur so übersprudelt.
Frederic selbst ist in diesem Umfeld ein Außenseiter, der sich nicht dieser kalten Atmosphäre anpassen will. Er liebt es Dinge zu erfinden und kleine Maschinen zu basteln. weiterlesen »