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Kinderbücher richten sich an Kinder im Alter von etwa 8 bis 12 Jahren; es sind belletristische Bücher, Sachbücher oder Mischformen.

Auch sind Kinderbücher oft illustriert; die Illustration tritt gegenüber dem Text, verglichen mit dem Bilderbuch, in den Hintergrund.

In der englischsprachigen Literatur ist ein sogenanntes mid-grade fiction-Genre für Zehn- bis Zwölfjährige bekannt, das von der übrigen Kinderliteratur zu unterscheiden ist.

Die Kinderliteratur geht auf traditionelle Geschichten wie Märchen zurück, die erst seit dem 18. Jahrhundert als Kinderliteratur identifiziert werden, sowie auf Lieder, die Teil einer umfassenderen mündlichen Tradition sind, die Erwachsene mit Kindern teilten, bevor es das Verlagswesen gab. Die Entwicklung der frühen Kinderliteratur vor der Erfindung des Buchdrucks lässt sich nur schwer nachvollziehen.

Auch nach der Verbreitung des Buchdrucks wurden viele klassische „Kindermärchen“ ursprünglich für Erwachsene geschrieben und später für ein jüngeres Publikum angepasst. Seit dem fünfzehnten Jahrhundert richtet sich ein Großteil der Literatur speziell an Kinder, oft mit einer moralischen oder religiösen Botschaft. Die Kinderliteratur wurde von religiösen Quellen wie den puritanischen Traditionen oder von eher philosophischen und wissenschaftlichen Standpunkten unter dem Einfluss von Charles Darwin und John Locke geprägt. Das späte neunzehnte und frühe zwanzigste Jahrhundert ist als das „Goldene Zeitalter der Kinderliteratur“ bekannt, weil in dieser Zeit viele klassische Kinderbücher veröffentlicht wurden.