Büchervielfalt

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Archiv: Buchneuerscheinung

Viele der Fans von Harry Potter mussten ja befürchten, dass nach dem siebten Band der ganze Zauber vorbei sein würde. Doch J.K. Rowling hat nochmal zum Stift gegriffen und das Potter-Universum um ein weiteres Stück vergrößert. Am 4. Dezember kommt “Die Märchen von Beedle dem Barden” auf den Markt.

Zu Anfang muss ich euch fairerweise gestehen, dass ich kein großer Potter-Fan bin. Man möge es mit verzeihen… ;-) Es sind zwar nette Geschichten, aber jeder, der sich mit alten Sagen und Märchen auskennt, erkennt, dass das meiste nicht dem Kopf von Frau Rowling entsprungen ist. Alle möglichen Legenden wurden einfach munter zusammengewürfelt und mit einer gekonnten Marketingstrategie aufgemöbelt. Trotzdem sei jedem Potter-Fan der Spaß gegönnt und mir ist es immer noch lieber die Leute lesen, anstatt vor irgendwelchen Kästen zu verblöden.

So, und nun zu Rowlings neuen Machwerk… ;-) Eingefleischten Potter-Lesern wird der Titel “Die Märchen von Beedle dem Barden” garantiert bekannt vorkommen, denn, wir erinnern uns, Dumbledore hat Hermine das Buch hinterlassen. Und so barg dann auch eine der Geschichten, “Das Märchen von den drei Brüdern”, für Harry, Ron und Hermine die Lösung im Kampf gegen Lord Voldemort. weiterlesen »


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Cover zu “Aisha” © Pendo VerlagWer momentan Kulturmagazine oder auch das Feuilleton verfolgt, der kommt an dieser Diskussion nicht vor bei: “Aisha – Das Juwel von Medina”, das aktuelle Werk der US-amerikanischen Autorin Sherry Jones, sorgte schon vor seiner Veröffentlichung für Wirbel.

In den USA weigerte sich der Verlag Random House das Buch aus Angst vor Terror auf den Markt zu bringen (ein anderer Verlag sprang trotzdem ein). In Großbritannien wurde Ende September ein Brandanschlag gegen das Haus des britischen Verlegers verübt, bei dem zum Glück niemand verletzt wurde. Bei uns erscheint das Buch nun am kommenden Montag, den 3. November. Wird es zu einem ähnlichen Chaos kommen? Und warum überhaupt diese heftige Reaktion? weiterlesen »


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Was gibt es über diesen wohl größten alle Autoren nicht alles für Mythen, Geschichte und Legenden… Gab es William Shakespeare wirklich? War sein Name nur ein Pseudonym einer großen Persönlichkeit? Oder waren es gar mehrer Autoren, die an seinen Werken schrieben? Die Literaturprofessorin Jennifer Lee Carrell fügt all diesen Mutmaßungen nun mehr oder weniger noch eine weitere Episode hinzu.

In ihrem ersten Buch “Die Shakespeare-Morde” geht es um die Shalespeare-Expertin Kate Sheldon, die ein Engagement als Regisseurin am berühmten Globe Theatre in London annimmt. Überraschen bekommt sie von ihrer alten Mentorin, der Literaturprofessorin Rosalind Howard, genannte Ros, Besuch, die ihr von einer großen Entdeckung berichten möchte. Doch dazu kommt sie nicht, denn auf den Tag genau 391 Jahre später, nachdem das Globe zur Zeit von Shakespeare brannte, steht es nun wieder in Flammen und Ros stirbt. Doch nicht durch das Feuer, sondern durch eine tödliche Injektion. weiterlesen »


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Leistung, Leistung, Leistung. Na, heute auch schon was geleistet? Oder leistet ihr am heutigen Feiertag etwas nichts?! Wolltet ihr nicht auch schon immer mal die personifizierte leistende Leistung in einer Welt voller leistender Leistung mit einem extra Spritzer Leistung sein? Oder habt ihr die Leistung etwa vergessen?!

Cover zu “Der Bohlenweg”Schon traurig, wenn die Welt nur daraus besteht… Aber so scheint Dieter Bohlen die Menschen zu sehen: Als Arbeitstiere, die sich ständig im Erfolgsdruck und im Leistungskampf messen müssen. Sei immer stärker, schlauer und vor allem besser als der Rest der scheiß Mitmenschen, die dich nur an deinem Erfolg hindern.

Ja, ihr könnt es an meiner Wut merken, die leistende Leberwurst des Musikfernsehens hat mal wieder mit einem neuen Erguss zugeschlagen: “Der Bohlenweg – Planieren statt sanieren“. Hier will uns der Mann mit der Fistel-Singstimme und den dämlichsten Sprüchen der Menschheitsgeschichte also nun erklären wie man Erfolg hat. Mal wieder… Schön und gut, er ist erfolgreich. Das muss man ihm lassen. Aber eben durch was?! Gut, er kann Musik schreiben, die immer so gleich klingt, dass sie jeder erkennt und dann auch gut findet, weil der Song davor war ja auch schon gut etc. Dann kann er noch kleine Stars ausnützen und sie dann wieder wegschmeißen, wenn sie einfach eigene künstlerische Gedanken entwickeln. Und natürlich kann er die Leute beleidigen. weiterlesen »


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Cover zu “Das Museum der Unschuld”Das neue Buch des türkischen Schriftstellers Orhan Pamuk hat viele Kerne und Lesarten und genau dies macht “Das Museum der Unschuld” zu einem besonderen Vergnügen.

In einem für Pamuk ungewohnt leichtem Stil kommt es daher und man kann die Geschichte sofort aus mehreren Blickwinkeln betrachten. Und während des Lesens kommen immer neue Aspekte hinzu. Wer will, vernimmt eine herzzereißende Liebesgeschichte um das alte Spiel à la Romeo und Julia, eine Liebe, die nicht sein darf. Oder man nimmt die die leichte Ironie oder Kritik wahr, die im Zusammentreffen von Orient und Okzident, von Arm und Reich, mitschwingt. Vielleicht steht für einen persönlich auch der Umgang mit Erinnerungen im Vordergrund… weiterlesen »


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Fast schon befremdlich ruhig wurde die Veröffentlichung des zweiten Teils der Autobiographie von Günter Grass begleitet. Ist man normalerweise Kritiker gewohnt, die sich in Heerscharen über das neue Werk hermachen, so wurde “Die Box: Dunkelkammergeschichten” zwar von einigen besprochen oder verrissen, aber eher wie nebenbei.

Cover zu “Die Box”Dies ist wahrscheinlich in erster Linie dem Steidl Verlag zu verdanken, der die Veröffentlichung still und heimlich einfach zwei Wochen vorverlegte, so dass auch der “normale” Mensch hier mal die Chance erhielt sich seine eigene Meinung zu bilden, bevor die Herren Kritiker mit ihrer Meinungsbildung einsetzen.

Wurde noch beim ersten Teil der Grass’schen Autobiographie “Beim Häuten der Zwiebel” ein riesen Medienrummel veranstaltet. Riiiieesen Bekenntnisse waren da zu lesen. Der Grass soll doch in jungen Jahren bei der SS gewesen sein und hat das neimandem erzählt. Ja, er hat nach 1945 ja immer vor allem mit seinen ultrarechten Aussagen Schlagzeilen gemacht… ;-) weiterlesen »


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Cover zu “Der Katalane”Noah Gordon ist durch seine historischen Romane um Ärzte in verschiedenen Epochen der Geschichte berühmt geworden. Der erste Teil dieser “Reihe” ist “Der Medicus” und schon fast ein Muss unter den Mittelalteromanen. Im August diesen Jahres ist nun sein neuestes Buch “Der Katalane” erschienen. Doch leider kann er damit nicht ganz an seine alte Form anknüpfen.

Wieder ist es ein historischer Roman, doch was der Klappentext so vollmundig ankündigt, nämlich es sei “eine mitreißende Mischung aus Spannungsroman, Familiengeschichte, Liebesdrama und Historienepos”, wird leider nur in ganz wenigen Ansätzen erfüllt und ist mehr als stark übertrieben. weiterlesen »


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Ich glaube, jeder kennt ihn, jeder hat schonmal über seine Filme, seine Sketche oder seine Comics gelacht. Otto, der Ostfriesenjung von hinterm Deich, wurde letzte Woche 60 Jahre alt. Grund genug zu diesem Anlass eine Art Best-Of seines Schaffens herauzubringen.

Otto – Das Werk” hat alles, was das Fan-Herz höher schlagen lässt. In umfangreich kommentierten Fotostrecken, meist in Schwarz-Weiß gehalten, werden Highlights aus seinem Leben und vor allem seiner Karriere dargestellt. Natürlich sind auch klassische Sketche und Lieder abgedruckt, von “Leber an Großhirn” bis “Theo, wir fahr’n nach Lodz”.

Auch zahlreiche von Otto natürlich selbst gezeichnete Cartoons bringen den Leser zum Lachen und machen einem bewusst, was für ein Allround-Talent der Mann auf seine Art war. Und was darf bei all dem nicht fehlen? Richtig, die Ottifanten. Als kleinen Gimmick enthält das Buch auch ein Ottifanten-Lesezeichen. weiterlesen »


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Freunde des Hardboiles-Genres werden in David Ellis Roman “In Gottes Namen” (im Original: “The Eye of the Beholder”, sehr komisch übersetzt) eine kurzweilige, nicht sehr anspruchsvolle, aber stets spannende Geschichte finden. In guter alter Manier geht es hier mordtechnisch richtig zur Sache.

Cover zu “In Gottes Namen”Auf dem Gelände des Mansbury Colleges werden 1989 sechs grausam zugerichtete Frauenleichen gefunden, zwei von ihnen sind Studentinnen, die restliche vier Prostituierte. Schnell sprechen alle Indizien für den Hausmeister Terry Burgos, der eine der beisen Studentinnen auch belästigt und gestalkt haben soll.

Für den jungen Anwalt Paul Riley ist der Prozess gegen Burgos der Einstieg in eine stele Karriere. Kurz vor dem Vollstrecken der Todesstrafe im Jahr 1997 flüstert der offentsichtliche Mörder Riley ins Ohr: “Ich bin nicht der Einzige”. weiterlesen »


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Dank Entertainer Hape Kerkeling und seinem Bestseller „Ich bin dann mal weg“ wurde in Deutschland ein regelrechter Pilgerwahn ausgelöst. Pro7 schickte sogar einige B-Prominente auf die Reise nach Santiago de Compostela, letztendlich konnten sich aber Tausende für die geschriebenen Worte und den Reisebericht von Kerkeling begeistern, dass das Buch wochenlang die Bestsellerlisten anführten.

Nun hat Herausgeberin Bettina Feldweg erneut ein Werk zum Thema „Pilgern“ zusammengestellt und hat dafür Kerkeling ein Vorwort schreiben lassen. Seine Gedanken, die er dort äußert, zeugen von der Aufrichtigkeit seiner Pilgerreise. Keinesfalls sehe er das Pilgern als Form des Wanderns, vielmehr eine Kombination aus gleichzeitigem Beten und Laufen. „Der oft atheistisch angehauchte und fitnessorientierte Mensch der Moderne sieht das Pilgern gerne als eine Art Wanderung zu sich selbst.“ Damit gibt der Autor einen wunderbaren Ausblick auf die kommenden Texte im Buch, in welchem die bewegendsten und faszinierenden Pilgerreisen vorgestellt werden.

Die Facette der Berichte reicht von Ignatius von Loyola aus dem 15. Jahrhundert bis hin zu Heiner Geissler, einstiger Generalsekretär der CDU. Weitere Texte des Buches stammen von Thomas von Kempen, Marco Polo, Bettina Selby, Shirley Mac­Laine, Brigitte Riebe und Paolo Coelho.

Wer sich wirklich für das Pilgern interessiert, wird hier einen wunderbaren Streifzug durch die Geschichte dieses Themas erleben. Welch unterschiedliche Beweggründe damals und heute dazu geführt haben, die das Pilgern wahrgenommen wurde und welche Ergebnisse am Ende der Reise standen.

„Losgehen, um anzukommen“

mit einem Vorwort von Hape Kerkeling
288 Seiten, Gebunden
€ 14,90 [D], € 15,40 [A], sFr 26,90
ISBN: 9783890293462


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